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Mittwoch 1.12.1999 Zeiger rechtsTag weiter

Natrium geklaut
Schwäbisch Hall. Eine Flasche mit Natriumstangen in Öl klaute bereits am Freitag ein Schüler aus dem Chemiesaal eines Hall Gymnasiums. Pures metallisches Natrium ist giftig, reagiert sofort mit Feuchtigkeit und kann sich an Luft selbst entzünden. Gestern konnte der 16jährige Dieb ermittelt werden. Das Natrium hatte er im Schrank seines Zimmers versteckt. Darüber, was er mit dem Natrium anfangen wollte, gab der junge Mann bislang keine Auskunft. Welch heftigen Reaktionen Natrium auslöst, war dem Schüler allerdings aus dem Unterricht bekannt.

Heroin beschlagnahmt
Kirchberg. Heroin im Verkaufswert von 100.000 Mark fand die Polizei bei einer Kontrolle an der Autobahnausfahrt Kirchberg im Landkreis schwäbisch Hall. Dabei gingen der Polizei drei 28, 24 und 23 Jahre alten Männer ins Netz, die, so Polizeisprecher Hermann Schüttler, vermutlich von einer Versorgungsfahrt aus Holland kamen. Die gekaufte Ware aus dem Fenster des Autos zu werfen, nutzte den Russlanddeutschen Rauschgifthändlern allerdings nichts. Sie wurden vorläufig festgenommen. Ganz zufällig scheint die Polizeikontrolle nicht gewesen zu sein. Wie die Fahnder allerdings auf die Spur der drei Dealer kam, darüber bewahrte Polizeisprecher Hermann Schüttler in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Stillschweigen. Ein Kilo Heroin, eine größere Menge Marihuana, Ecstasy-Tablette, Kokain und eine Schreckschusswaffe waren der Staatsanwaltschaft Ellwangen Grund genug, gegen zwei der drei Rauschgifthändler Haftbefehl zu erlassen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Knapp 16 Mio im Etat
Vellberg. Die Stadt Vellberg wird im kommenden Jahr 2000 fast 16 Mio Mark im Etat haben. Das Zahlenwerk wurde jetzt im Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung eingebracht, nachdem in den Sitzungen zuvor schon Einzelpläne intensiv beraten worden waren. 11,4 Millionen wird das Hohenloher Landstädtchen Vellberg für seine laufenden Ausgaben im Verwaltungshaushalt brauchen. Für den Schuldendienst, Investitionen und Rücklagen sind im Vermögernshaushalt 4,55 Millionen Mark vorgesehen. Zur Finanzierung wird die Stadt 462.000 Mark neue Kredite aufnehmen müssen. Die Pro-Kopf-Verschuldung in der 4300-Einwohner-Stadt wird sich dadurch auf rund 1800 Mark erhöhen.

Würth kauft
Gaisbach. Der Würth-Konzern hat sich 1600 neue Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 900 Millionen Mark dazugekauft. Zum 1. Januar 2000 wird Würth 100 Prozent der Aktien der EGG Elektrogroßhandel AG übernehmen. Der Kauf dieser Aktiengesellschaft, Holding der UNI-Elektro-Gruppe mit Sitz in Eschborn, ist die größte Aquisition, die Würth in seiner Firmengeschichte umgesetzt hat. Gemeinsam mit bereits seit 1996 erworbenen anderen Firmen wird UNI Elektro künftig der Kern des strategischen Geschäftsbereiches Elektrogroßhandel bei Würth sein. Zu diesem neuen Geschäftsbereich gehören auch die FEGA GmbH Ansbach, die Schmidt GmbH Fulda und der ebenfalls in diesem Jahr zugekaufte Elektrogroßhändler Ohlendorf&Franke in Hannover. Die Gruppe wird vorwiegend Handwerker der Branche mit Elektro-Installationsmaterial, Kabeln und Leitungen der Daten- und Netzwerktechnik versorgen aber auch Großhandel mit Leuchten, Haushaltsgeräten und Produkten aus dem gesamten Bereich Multimedia betreiben. Mit dem Zukauf beträgt der Umsatzanteil dieser Branche etwa 10 Prozent am Gesamtumsatz der Würth-Gruppe.

Recaro fertigt italienisch
schwäbisch Hall. Die Haller Recaro Aircraft-Seating hat als Folge der internationalen Fachmesse bei der Flugschau in Paris-Le Bourget einen Probeauftrag aus Italien erhalten. Erstmals bestellt die Alitalia damit eine Flugzeug-Ausstattung außerhalb Italiens. Für elf Mio Mark wird der schwäbisch Haller Hersteller von Fluggastsitzen fünf große Jumbo-Jets 747-400 komplett mit Sitzen ausstatten. Für Recaro der erste mögliche Schritt zur Komplett-Ausstattung der Fluglinie. Für die Ausstattung der US-Fluglinie American Airlines hat Recaro gerade eine Fabrik in Fort Worth in Texas in Betrieb genommen. Dort werden von 60 Mitarbeitern Economy-Sitze für die gesamte Flotte der American Airlines gebaut. Zu den Kunden der nach einer Umstrukturierung der Recaro Gruppe vor wenigen Jahren erst gestarteten Recaro Aircraft Seating gehören auch die United Airlines, Singapour Airlines, Air France und die Deutsche Lufthansa. In schwäbisch Hall werden rund 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Keinen Kandidaten
Rothenburg. Die CSU wird in Rothenburg ob der Tauber keinen eigenen Kandidaten ins Rennen bei der OB-Wahl im März 2000 schicken. Gegen den amtierenden SPD-Oberbürgermeister Herbert Hachtel habe man sowieso keine Chance, so die CSU-Mitgliederversammlung. Zudem seien die CSU-Stadträte weitgehend mit der Amtsführung Hachtels zufrieden, der sich mit der CSU manchmal besser verstehe als mit den eigenen Parteigenossen. Ähnliche Erfahrungen machen derzeit auch die CSU-Fraktion in Ansbach aber auch die konservativen Gemeinderatsfraktionen im baden-württembergischen schwäbisch Hall mit ihren SPD-Oberbürgermeistern.


Fördermittelskandal
Tauberbischofsheim. Beim Fechtzentrum und Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim wurden Unterschriften gefälscht. Stützpunktchef Emil Beck scheidet als Täter allerdings aus, so die Staatsanwaltschaft. Unklar ist bislang, wer die Unterschriften gefälscht hat. Es geht dabei um Fördergelder für den sogenannten B-Kader. Im B-Kader sind Fechter zusammengefasst, die mit den Spitzenfechtern des Olympiastützpunktes trainieren und dafür Entschädigungen erhalten. Einige Fechter aus dem B-Kader haben aber niemals Geld erhalten, obwohl ihr Name auf Quittungen steht. Ermittlungen, wohin die staatlichen Fördergelder tatsächlich flossen, sind noch im Gange.

Neuer Gleitschirm-Startplatz
Gaildorf. Der Kirgel Höhe Gaildorfs 458 Meter hoher Hausberg, wurde vom Deutschen Hängegleiterverband (DHV) und dem Bundesministerium für Verkehr offiziell als Fluggebiet für den Gleitschirmsport zugelassen. Der Gaildorfer Gleitsegelpilot Markus Dörr hatte den gesamten "Papierkrieg" mit den Behörden aus eigener Tasche finanziert, um dies zu ermöglichen. Vom Kirgel aus seien bei guten thermischen Bedingungen Flüge bis nach Murrhardt möglich, so Markus Dörr. Wegen der schwierigen Lage in einem Naturschutzgebiet, umgeben von Stromleitungen und schwierig zu erreichenden Notlandeplätzen, wenn man den Aufwind verpasst, ist der Kirgel allerdings nur für erfahrene Gleitschirmpiloten zugelassen. Nur Piloten mit dem sogenannten B-Schein, einer besonderen Lizenz mit Zusatzschulung und Prüfung, die auch den Überlandflug gestattet, dürfen vom Kirgel aus starten. Zudem war das Haller Landratsamt mit der Nutzung des Kirgels als Fluggebiet nur einverstanden, wenn die immerhin rund 15 Kilogramm schwere Flugausrüstung zu Fuß zum Startplatz getragen wird. Autoverkehr ins Naturschutzgebiet wurde untersagt

Klassik bei Würth
Gaisbach. Heute beginnt der Vorverkauf für eine exklusive Klassik-Konzertreihe bei Würth. Ab Sonntag 12. Dezember präsentiert die Akademie Würth vier Konzerte mit Justus Frantz und einem Ensemble seiner Philharmonie der Nationen. Schon 1994 bis 1996 hatte es im Alma-Würth-Saal sonntägliche Gesprächskonzerte unter dem Titel "Rendezvous am Sonntag" gegeben. An diese Reihe knüpft man nun mit vier Matineekonzerten an. Unter dem Titel "Klassik bei Würth"'' wird Justus Frantz an vier Sonntagen zwischen Dezember und April jeweils ab 11 Uhr auf seine profunde und charmante Art Wissenswertes, Eigentümliches und auch Anekdotisches zu den jeweiligen vorgestellten Werken beisteuern. Beim ersten Konzert am 12. Dezember spielen Justus Frantz und das Kammerorchester der Philharmonie der Nationen Werke von Corelli, Mozart und Bach.

Purple Haze auf Party-Tour
Bühlertann. Die im Frühjahr durch ihre Benefizkonzerte für Kosovo einem größeren Publikum bekannt gewordene Band Purple Haze aus Bühlertann will ihren Aktionsradius erweitern. "Party-Tour" nennt die band ihr Marketing-Product, bei dem eingefleischte Fans gleich im Tour-Bus mit zu den Konzerten genommen werden. Zudem will die Band mit mehr Eigenproduktionen, aber auch weiterhin mit Covermaterial stets auf dem neuesten Hitparaden-Stand ihr Publikum begeistern. In den vergangenen Monaten hat die Band auf eigene Kosten eine Demo-CD aufgenommen, mit der man nicht nur bei Veranstaltern sondern vielleicht auch bei professionellen Produzenten hofft, landen zu können.

Mit Video locken
Hohenlohe. Mit einem Video über das Fahrrad Eldorado Hohenlohe soll der heimische Tourismus gefördert werden. Rund 70.000 Mark gab die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises schwäbisch Hall für das 45 Minuten-Video über eine vierköpfige Familie aus, die mit dem Zug ins Hohenlohische kommt und dann per Fahrrad das mittlere Jagsttal "erobert". Finanziert wurde das von einer heimischen Werbefilmgesellschaft erstellte Video mit Zuschüssen aus Stuttgart und Brüssel über das sogenannte LEADER II-Programm zur Förderung von ländlichem Tourismus.

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Donnerstag 2.12.1999

Regio-Tarif kommt
Landkreis schwäbisch Hall. Busfahren kostet im Landkreis Hall künftig einheitlich gleich viel. Dazu wurden der Kreis in Tarifzonen eingeteilt und alle Verkehrsunternehmen in einen neuen Regiotarif eingebunden. Zur Vertragsunterzeichnung kommt heute Nachmittag auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Ulrich Müller nach schwäbisch Hall. Eine weitere Neuerung ist die Einführung einer Regio-Card, mit der - analog zur Bahn-Card - Fahrscheine billiger gelöst werden können. Ein dadurch möglicherweise entstehendes Defizit tragen Land und Landkreis bis zur Höhe von je 1,2 Mio Mark. Sollten durch mehr Fahrgäste aber Gewinne entstehen, so ist der Landkreis als Lizenzgeber der Linien daran ebenfalls beteiligt. Zur Einführung des Tarifes waren große Investitionen in Computersysteme und elektronische Fahrscheindrucker in den Omnibussen notwendig.

Bosnienhilfe erfolgreich
schwäbisch Hall. Der Landkreis schwäbisch Hall plant für März 2000 erneut einen Hilfstransport nach Bosnien. Anfang November fuhren Mitarbeiter des Haller Landratsamtes mit einem Konvoi gespendeter Hilfsgüter in die nordbosnische Provinzstadt Derventa, aus deren Umgegend viele Bosnienflüchtlinge im Landkreis schwäbisch Hall Zuflucht gefunden hatten. Mit einem Schreiben bedankte sich jetzt die Deutsche Botschaft in Bosnien für die Hilfslieferung und deren beispielhaften Charakter. Der Beauftragte für Wiederaufbau und Betreuung der rückkehrenden Flüchtlinge hatte gemeinsam mit einem Vertreter der SFOR den Haller Konvoi in Derventa in Empfang genommen. Unter den gespendeten Hilfsgütern befand sich auch ein ausgemustertes, aber voll funktionsfähiges Feuerwehrfahrzeug der Stadt Schwäbisch Hall.

100.000 Beschäftigte
schwäbisch Hall. Erstmals gibt es in Hohenlohe, dem Bereich des Arbeitsamtes schwäbisch Hall mehr als 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Dies entspricht einer Zuwachsrate von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Landesdurchschnitt lag bei einer Zunahme um 0,7 Prozent. Nur zwei von 24 baden-württembergischen Arbeitsamtsbezirken, nämlich Rastatt und Heidelberg wiesen mit 2,0 bzw. 1,9 Prozent höhere Werte auf. Die größte Zunahme an Beschäftigten gab es im Metallbereich und im Bereich Handel und Dienstleistungen. Verlierer waren die Baubranche. Dort wurden im vergangenen Jahr 173 Personen weniger beschäftigt.

Polizeibegleitung
Künzelsau. Von der Polizei wurde gestern morgen eine Schülerin aus Künzelsau zum Unterricht begleitet. Die 14-Jährige hatte in den vergangenen Tagen und Wochen so oft die Schule geschwänzt, dass sich die Schulleitung nicht mehr anders zu helfen wusste, als die junge Dame von der Polizei zu Hause abholen zu lassen. Denn die Mutter der 14-Jährigen hatte weder auf Mahnschreiben reagiert noch sich sonst irgendwie darum gekümmert, an den Zuständen etwas zu ändern.

Ab heute freie Fahrt
Crailsheim. Ab heute gibt es aus Crailsheim heraus in Richtung schwäbisch Hall wieder freie Fahrt. Nach dem Bau des Kreisverkehrs an der ehemaligen Kreuzung Onolzheim/Tiefenbach wurden auch an der Haller Straße in Roßfeld Kanäle und die Fahrbahn erneuert. Vorgestern wurde am Kreisel, heute auf der Haller Straße der endgültige Fahrbahnbelag aufgebracht. Jetzt kann der Verkehr auf der Landesstraße 2218, der alten B14 wieder ungehindert rollen.

Versuchtes Kidnapping?
schwäbisch Hall. Zeugen sucht die Polizeidirektion schwäbisch Hall für einen ungeklärten Vorfall gestern Vormittag kurz nach elf in der Ortsmitte von Hessental. War es versuchtes Kidnapping? Ein sechsjähriger Schüler berichtete, er sei von einem Mann in ein größeres Auto von der Art eines Geländewagens gezerrt worden. Dann habe der Mann in angeherrscht mucksmäuschenstill sitzen zu bleiben und sich nicht zu rühren, habe alle Türen verriegelt und sei davongegangen. Einige Zeit später habe der Junge sich selbst befreit und sei nach Hause gerannt. Die PD fragte, wer Aussagen machen kann, die die Angaben des Jungen bestätigen könnten

25-Jähriger tot
Untermünkheim. Schwerverletzt wurde ein Kleinwagenfahrer bei einem Unfall auf der B19 in der Steige bei Untermünkheim. Sein 25-jähriger Beifahrer überlebte den Unfall nicht. Der 26-jährige Fahrer hatte Steigen abwärts ein vorausfahrendes Auto überholt und war in der folgenden scharfen Rechtskurve schlicht zu schnell. Er geriet auf die falsche Fahrbahnseite und stieß dort mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Dort wurden die Airbags ausgelöst, die Insassen kamen mit leichten Blessuren davon. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von rund 25.000 Mark. Die B19 war rund zwei Stunden lang während des abendlichen Berufsverkehrs nur halbseitig befahrbar.

Scheibe gesprengt
Bühlertann. Mit einem Feuerwerkskörper hat ein Schüler in Bühlertann die Heckscheibe aus einem Auto gesprengt. Der junge Mann hatte einen größeren Feuerwerkskörper unter den Heckscheibenwischer geklemmt und angezündet. Dabei zerbrach die Heckscheibe. Es entstand ein Sachschaden von rund 1000 Mark

Möbelhalle und Internet-Café
Crailsheim. Die "Neue Arbeit auf dem Lande" mit Sitz in Crailsheim, eine diakonische Einrichtung, die Langzeitarbeitslose auf eigene Kosten befristet einstellt und auf dem Zweiten Arbeitsmarkt vermittelt, plant in Gaildorf eine Möbelhalle zu eröffnen. Dort sollen wieder aufgearbeitete Gebrauchtmöbel aus Spenden und Haushaltsauflösungen verkauft werden. Geld verdienen, um ausfallende oder geringer werdende Zuschüsse auszugleichen, will die Organisation auch mit einem Internet-Café, das in den Räumen des bisherigen schwäbisch Haller Büros der "Neuen Arbeit" eingerichtet werden soll. Zusätzliche Finanzmittel erhofft man sich auch von der Gründung eines Fördervereines, dem sich alle Firmen und Privatpersonen anschließen können, die die Arbeit der "Neuen Arbeit" unterstützen wollen.

Sprachforschung
schwäbisch Hall. 18.000 Mark stehen im schwäbisch Haller Haushalt zur Erforschung des alten Hällischen Dialekts. Mit einem Werkvertrag engagiert wurde dazu die Volkskundlerin Christa Reining. Sie sucht nun nach Leuten, die das vom Hohenlohisch-Fränkischen und vom Schwäbischen stark beeinflusste alte Hällische noch sprechen können. Die Leute werden etwa eine Stunde lang interviewt, die Sprache auf Tonband aufgenommen und später an der Uni von Freiburg ausgewertet. Koordiniert wird die Dialektforschung in schwäbisch Hall vom Stadtarchiv. Eine Stadt , so dessen Leiter Dr. Andreas Maisch, mit so großer historischer Tradition wie Hall, könne es sich nicht leisten, dass verloren geht, wie die Urahnen gesprochen haben. Die Dialektforschung biete zudem auch das Instrumentarium die Veränderungen des Dialekts zu dokumentieren. Man werde die Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Aufsatzes veröffentlichen. Eine Veröffentlichung in Form eines Wörterbuches sei bislang aber nicht geplant.

Modell ecoSwitch
Crailsheim. Die als Joint Venture der Crailsheimer Stadtwerke mit dem großen Stromhändler Aare Tessin gegründete EcoSwitsch AG könnte ein Modell für andere Stadtwerke sein, die durch die Liberalisierung des Strommarktes in Schwierigkeiten geraten. Die EcoSwitch wird als Stromhändler weit über den Bereich Crailsheim hinaus auftreten. Erster Großkunde ist das Modell Hohenlohe, ein Zusammenschluss von über 200 mittelständischen Unternehmen, der sich als Fördergemeinschaft zum Ziel gemacht hat, Umweltverantwortung in der Wirtschaft zu fördern. EcoSwitch ist hier der ideale Partner, denn zum einen erzeugen die Stadtwerke ihren Strom in Blockheizkraftwerken zum andern liefert Aare Tessin zu 60 Prozent Strom aus Wasserkraft. Die EcoSwitch strebt einen Marktanteil von 0,2 Prozent des bundesweit verkauften Stromes an, das wären etwa ein Terawatt bzw. eine Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr, fünf Mal soviel, wie die Stadtwerke Crailsheim bislang umgesetzt haben.

Heim in Betrieb
Schrozberg. Das neue Altenpflegeheim in Schrozberg hat gestern seinen seinen Betrieb aufgenommen. Der Saarländische Schwesternverband aus Ottweiler, der bundesweit 13 Altenpflegeheime mit 2000 Bewohnern sowie 2000 Beschäftigten unterhält, hat das Heim gebaut und betreibt es auch. Im neuen 38-Zimmer-Haus werden unter anderem auch die Heimbewohner des Altenpflegeheimes Bartenstein einziehen, das aufgelöst wird. Auch das Bartensteiner Personal wird zum großen Teil in Schrozberg weiterarbeiten. Das Schrozberger Pflegeheim hat nach den Planungen des Jahres 1997 rund 12 Mio. Mark gekostet.

Schallende Ohrfeige
schwäbisch Hall. Eine Schallende Ohrfeige habe das Land vom Verwaltungsgericht Freiburg erhalten, schreibt der schwäbisch Haller SPD-Landtagsabgeordnete und Sozialpolitische Sprecher Dr. Walter Müller in einer Pressemitteilung. Das Gericht habe festgestellt, dass das ausufernde Abkassieren des Landes bei Familien mit Kindern nicht mit dem verfassungsmäßig verbrieften Recht auf kostenfreien Schulbesuch vereinbar ist. Unter anderem warnte Müller auch vor den geplanten 15prozentigen Kürzungen im Sachkostenetat bei Berufsschulen. Die Landesregierung könne nicht immer mehr Anforderungen an die Berufsschulen stellen und zugleich die Kommunen und Landkreise als Träger im Regen stehen lassen. Schon derzeit befänden sich gerade Berufsschulen in einer besonders prekären Lage. Im Landesdurchschnitt sei der erteilte Pflicht-Unterricht um 6,5 Prozent unter dem erforderlichen Soll gelegen. Aus dem Freiburger Urteil ergebe sich für die Landesregierung die Notwendigkeit, Sachmittelzuschüsse aufzustocken statt zu kürzen, wie vom Kabinett anscheinend geplant werde.

Neuer Ortsplan
Oberrot. Die Gemeinde Oberrot hat einen neuen Ortsplan herausgegeben. Die Karte wurde aktualisiert und enthält jetzt alle neuen Straßennamen. Zudem sind auf der Karte Kurzbeschreibungen diverser Wandertouren zu finden sowie einige Ideen für Radtouren durchs Rottal. Skizziert ist auch die rund 4,5 Kilometer lange Langlaufloipe bei Wolfenbrück, die bei entsprechender Witterung gespurt wird. Der neue Ortsplan der Gemeinde Oberrot kann ab sofort im Rathaus abgeholt werden.

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Freitag 3.12.1999

Minister für Regio-Tarif
schwäbisch Hall. Land und Landkreis beteiligen sich an den Kosten für die Einführung eines Tarifverbundes im Landkreis schwäbisch Hall. Künftig gelten bei allen Busunternehmen inklusive Bahn im Landkreis die selben Zonentarife. Fahrkarten können durchgängig vom einen Ende des Landkreises zum anderen gelöst werden. Zudem gibt es eine RegioCard für verbilligte Fahrscheine. Baden-Württembergs Verkehrsminister Ulrich Müller, der gestern Nachmittag persönlich zur Vertragsunterzeichnung nach schwäbisch Hall kam, nannte die Art dieses Tarifverbundes vorbildlich und einmalig im Land. Insbesondere bei der Fahrschein scharfen Abrechnung setze das Haller System den bisher pauschalen Abrechnungsmethoden ein absolut gerechtes Verfahren entgegen. Dies habe modellhaften Charakter im Land, so der Minister, der diesen Tarifverbund zumindest drei Jahre lang auch finanziell unterstützen will. Land und Landkreis teilen sich die Kosten, die sich im ersten Jahr auf rund 1,75 Mio. Mark belaufen.

Neue Mutter für GASTI
schwäbisch Hall. Die vor wenigen Jahren von der Jagenberg Gruppe gekaufte Haller Traditionsfirma GASTI-Verpackungsmaschinen bekommt eine neue Muttergesellschaft. Der Rheinmetall-Konzern verkauft die Gesamte Jagenberg Gruppe an die Karlsruher IWKA Aktiengesellschaft. Jagenberg hatte vor wenigen Jahren die Produktion der Haller GASTI nach Neuss verlegt. In schwäbisch Hall befindet sich nur noch ein Konstruktions- und Service-Center. GASTI gilt als die Urzelle der im Haller Raum besonders konzentrierten Verpackungs- und Abfüllmaschinen-Industrie.

Schnelle Brummi-Hilfe
Crailsheim. 24 Tonnen schwer ist der Pannenhelfer für Brummis, der jetzt zentral für die Autobahnabschnitte der A6 und der A7 rund ums Feuchtwanger Kreuz in Crailsheim stationiert wurde. Das 500.000 Mark teure Fahrzeug ist auch mit einer kompletten Werkstatt ausgerüstet, sodass viele LKW-Pannen auch vor Ort behoben werden können. Wenn nichts mehr hilft, werden aber selbst schwerste Laster von dem modernen Bergefahrzeug bis zur nächsten Werkstatt geschleppt. Notrufe für das Pannenfahrzeug kommen für seine Hausmarke Daimler-Crysler über die europäische Pannenzentrale in Maastricht. Piloten anderer Marken müssen sich direkt nach Crailsheim wenden. Bis zu 40 Einsätze pro Woche werden auf den betreuten 250 Autobahnkilometern zwischen Rothenburg und Heidenheim, Feuchtwangen und Öhringen gefahren.

Kiwanis hilft
schwäbisch Hall. Mit dem Erlös von Weihnachtsbasaren an den nächsten beiden Samstagen wird der schwäbisch Haller Kiwanis-Club wieder Kindern helfen. Kiwanis ist nicht so berühmt wie Lions oder Rotary aber der älteste und größte Serviceclub dieser Art weltweit. Der Haller Kiwanisclub hilft mit den Erlösen der Basare und mit Spenden aus anderen Gelegenheiten den Kindern von Tschernobyl. So spendete der Service-Club in diesem Jahr einen Kleinbus, mit dem Tschernobylkinder zu ihren vielen Untersuchungen gefahren werden. Ein Teil der Erlöse bleibt aber auch in schwäbisch Hall. So gehen Gelder auch in die Aktion "Hilfe für die Kinder des Johanniterhauses am Haller Diak". Im Johanniterhaus ist die Neuropädiadrie des Kinderkrankenhauses untergebracht.

Video in Kiel
schwäbisch Hall. Der Videofilm mit dem Titel "Einerseits Gleich" wurde unter rund 400 Bewerbungen für das nationale Videofestival "Jugend und Video 99" in Kiel ausgewählt. Der als Projekt der städtischen Jugendeinrichtungen in schwäbisch Hall gedrehte Film ist einer von 40 Filmen in der Endrunde des von heute bis Sonntag dauernden Festivals. Die Macher hoffen natürlich auf einen der Hauptpreise für ihr Video, das im Juni diesen Jahres erst Premiere im Haller Kino im Schafstall hatte. Drei der beteiligten Jugendlichen und die Projektverantwortlichen sind beim Festival in Kiel dabei.

Totalabriss
Crailsheim. Die Stadt Crailsheim wird das ehemalige US-Kasernengelände total sanieren: soll heißen, alle rund 100 Gebäude werden abgerissen, alle Straßen, die Eisenbahnschienen, die Versorgungsleitungen, alles wird herausgerissen. Nichts wird von den einstigem McKee-Barracks übrigbleiben. Die Erde, weil teilweise verseucht, wird herausgebaggert und entsorgt. Die rund 35.000 Kubikmeter Abbruchmaterial aber werden nicht abgefahren, sondern in einen Lärmschutzwall eingebaut, der sich später um das ganze Gelände ziehen wird. Gestern hat der Gemeinderat die Abbrucharbeiten vergeben, die in drei Bauabschnitten bis zum Jahr 2004 beendet sein sollen. Kosten wird das alles in allem rund neun Millionen Mark.

Freilandmuseum bekommt Knast
Wackershofen/Ilshofen. Die Stadt Ilshofen wird auf Beschluss des Gemeinderates ihr altes Waaghaus hinter dem alten Rathaus abbrechen. Das massive Gebäude diente im 19. Jahrhundert und bis etwa 1920 auch als städtisches Gefängnis. Jetzt soll das Gebäude Stein für Stein ins Hohenlohe Freilandmuseum versetzt werden. Denn dort fehlt bislang ein Gebäude, das als Dorfarrest gedient hat.

Der Fantasie entsprungen?
schwäbisch Hall. Ist das versuchte Kidnapping eines 6jährigen Schülers in Hessental der Fantasie des Jungen entsprungen? Die Ermittler hegen stark diese Vermutung. Dennoch prüften Kripobeamte gestern mehrere Anrufe nach, die aufgrund der Veröffentlichung des Falles bei der Haller Polizeidirektion eingegangen waren. Es gab Hinweise auf abgestellte Fahrzeuge aber auch Leute, die den Jungen laufen sahen. Keine dieser "Spuren" führte allerdings bislang zu einem greifbaren Ergebnis. Im Bereich des Möglichen ist aber auch, dass der Junge aus bislang unbekannten Gründen nur eine erfundene Geschichte erzählt hat, die seiner Fantasie entstammt oder die er in ähnlicher Weise im Fernsehen gesehen hat. Nach wie vor aber ist die Kripo auch an Hinweisen interessiert, die die Geschichte des Jungen bestätigen und auf eine konkrete Spur führen könnten.

Autokauf mit Folgen
Künzelsau. Sein Auto verkaufte ein 40jähriger Künzelsauer bevor er nach Kanada auswanderte. das war im September. Dem Käufer gab er noch die Kontonummer eines Bekannten, worauf der Käufer nach der Ummeldung Steuer - und Versicherungs-Rückerstattungen hätte überweisen sollen. Stattdessen meldete der unbekannte Käufer das Fahrzeug nicht um und ließ vom angegebenen Konto noch weitere KFZ-Steuern und Versicherungen abbuchen. Jetzt sucht die Polizei nach dem unbekannten und dem Fahrzeug mit der Nummer KöN-AN 435.

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Wochenende 4.+ 5.12.1999

Hubschrauber-Rettung
Bretzfeld. Von einer schweren Holzplatte beinahe erschlagen, wurde gestern Nachmittag ein Arbeiter in Bretzfeld. Zwei Männer waren dabei einen LKW zu entladen, als eine Windboe die Holzplatte erfasste und auf einen der Arbeiter schleuderte. Der 25jährige Mann erlitt zahlreiche Knochenbrüche. Weil der Notarzt auch Schädigungen der Rückenwirbel vermutete, wurde der verletzte Arbeiter mit einem Rettungshubschrauber ins schwäbisch Haller Diak geflogen.

Spektakulärer Unfalltod
Obersontheim. 300 Meter hinter dem Ortseingang von Obersontheim kam gestern Abend kurz nach 18 Uhr ein 61-jähriger LkW-Fahrer aus Traunstein auf die Gegenfahrbahn. Ungebremst prallte der Laster auf einen entgegenkommenden Geländewagen, schleifte ihn auf der 6-prozentigen Gefällstrecke rund 30 Meter mit. Danach rasierte der Laster einen Gartenzaun, prallte schräg auf eine niedrige Gartenmauer mit anschließender Böschung, hob ab, kippte und blieb auf der Seite liegen. Der 61-jährige LKW-Fahrer wurde bewusstlos aus der Fahrerkabine geborgen. Er verstarb kurz vor 20 Uhr im Haller Diakoniekrankenhaus. Unklar ist noch , ob Bewußtlosigkeit und Tod Folge oder Ursache des Unfalls waren. Der Fahrer des Geländewagens kam im Übrigen mit dem Schrecken davon.

Hohenloher Weihnachtsmärkte
Kirchberg/Niedernhall. Der Nikolaus geht durch die Stadt, wenn heute kurz nach der Mittagszeit in Kirchberg an der Jagst der traditionelle Weihnachtsmarkt eröffnet wird. Zwei Tage lang wird von Händlern, Gruppen und Vereinen Weihnachtliches geboten. Festlich und liebenswert soll der Weihnachtsmarkt von Niedernhall im Kochertal werden. Zahlreiche Gruppen, Vereine, Künstler und natürlich Händler aus der Umgebung beteiligen sich an diesem Markt. Das Angebot reicht von Schmuck bis zu landwirtschaftlichen Erzeugnissen, von Spielzeug bis zu aus Heu und Draht geformten Deko-Figuren. Der Markt beginnt am Sonntag um halb elf mit der Eröffnung einer Weihnachtsausstellung im Rathaus und endet mit einem gemeinsamen Adventsliedersingen unterm Weihnachtsbaum abends gegen siebzehn Uhr. Anlässlich des Weihnachtsmarktes ist die Niedernhaller Hauptstraße bereits ab Samstag Nachmittag für den gesamten Verkehr gesperrt.

Merlins brauchen Sieg
Crailsheim. Die Basketballer der Crailsheim Merlins brauchen an diesem Wochenende unbedingt einen Sieg. Ihr Saisonziel Aufstiegsrunde können sie sonst vergessen. Durch die Niederlage vergangene Woche bei der BG Ludwigsburg haben die Merlins ihren zweiten Tabellenplatz der Basketball-Regionalliga verloren und rutschten ins Mittelfeld ab. Sollten sie im Heimspiel gegen die BG Karlsruhe (Beginn Samstag 20 Uhr) wieder verlieren, kämen sie in dieser Saison aus dem Mittelfeld wohl nicht mehr heraus.

Schon wieder Zug gegen Auto
Gaildorf. Zum zehnten Mal in diesem Jahr hat es am Donnerstag Nachmittag auf der Nebenbahnstrecke der Württembergischen Eisenbahngesellschaft Gaildorf-Untergröningen gekracht. Ein Autofahrer, der über einen nur mit Andreaskreuz gesicherten Bahnübergang zu einem Waldparkplatz fahren wollte, übersah einen herannahenden Güterzug. Die Lok erfasste den PKW am Heck. Folge: Auto Totalschaden. Fahrer unverletzt.

FÖS auf Erfolgskurs
Kirchberg an der jagst Das Jubiläumsjahr wurde für den Förderkreis regionaler Streuobstbau Hohenlohe FÖS zum Erfolgsjahr. Sieben Mark je Doppelzentner Obst zusätzlich, zum Schluß der Saison 31 Mark je Doppelzentner konnte der FÖS an seine Mitglieder auszahlen. In den letzten 12 Monaten wurden 90.000 Liter Saft aus Hohenloher Streuobst unter dem Markenzeichen des Grünspechtes verkauft. Ab Februar 2000 kommen zur Produktpalette noch vergorener Most, Obstessig und ein Obstbrand hinzu. Die Produkte werden, außer im Direktverkauf ab Hof, auch über einige Supermarktketten angeboten, die bewußt auf solche regionalen Vermarktungsschienen setzen. Erfreulich: im zehnten Jahr seines Bestehens konnte der FÖS auch seinen Mitgliederstand auf 125 Streuobstwiesen-Nutzer ausbauen. Obst wird alljährlich an drei Annahmestellen im Landkreis schwäbisch Hall eingesammelt.

Nikolauslauf
Ilshofen. Zum achten Mal veranstaltet der TSV Ilshofen am Sonntag seinen Nikolauslauf. Der attraktive Stadtlauf über zehn Kilometer ist als Jedermann-Lauf konzipiert. Die Rundstrecke durch die Ilshofener Wohngebiete muss zweimal durchquert werden. Vor dem Hauptlauf, der am Sonntag um 14 Uhr gestartet wird, findet ein Jugendlauf für Kinder bis 14 Jahren statt. Die Strecke dabei ist 2,4 Kilometer lang. Start ist um 13.30 Uhr

KST jetzt Systec
schwäbisch Hall. Die vor wenigen Wochen erst in Konkurs gegangene KST Komplettsystem & Electronic GmbH heißt jetzt Systec Mechatronik und gehört der ehemaligen KST-Produktionsleiterin. Sie hat die neue Firma als Auffang-Gesellschaft gegründet und übernimmt alle Mitarbeiter und vorhandenen Aufträge. Insolvenzverwalter Gerhard Tonhäuser war hocherfreut, mit Hilfe eines der Hauptauftragnehmer eine solche Lösung gefunden zu haben. Auch einer der bisherigen Gesellschafter, der Koreaner Hak-Do Hwang ist als technischer Leiter weiter bei der neuen Systec beschäftigt. Die Systec hat offiziell zum 1. Dezember 1999 begonnen. Gleichzeitig wurde über das Vermögen der KST das ordentliche Insolvenzverfahren eröffnet. Dies wird von Gerhard Tonhäuser abgewickelt, der in diesem Fall den Gläubigern allerdings wenig Hoffnungen machen kann.

Schwerpunkt Lungenheilkunde
Künzelsau. Am Krankenhaus von Künzelsau wurde jetzt ein Schwerpunkt Lungenheilkunde eingerichtet. Die Abteilung mit 22 Betten wird von der 43jährigen Ärztin Christa Knecht geleitet, die ihre Spezial-Ausbildung an der Reha-Klinik Löwenstein erworben hat. Von der neuen Abteilung profitieren jedoch nicht nur Klinikpatienten. Per einfacher Überweisung des Hausarztes werden Patienten auch ambulant untersucht und behandelt. Die "Pneumologie" ergänzt sehr gut den bereits bestehenden Künzelsauer Schwerpunkt "Kardiologie", so Chefarzt Friedrich Wilhelm Rieben, der selbst an der Universität von Heidelberg als Privatdozent und Spezialist für Pneumologie lehrt.

Vertuschungsversuch
schwäbisch Hall. Ein 30jähriger Montagearbeiter aus London hatte bereits Mitte November mit seinem Auto den geparkten wagen eine Hallerin gerammt und nicht unerheblichen Schaden verursacht. Unberührt vom Unfall hatte der Engländer nach dem Unfall sein Auto neben dem beschädigten Wagen abgestellt und war im Großmarkt auf der grünen Wiese einkaufen gegangen. Während die Hallerin zurückkehrte, den Schaden sah und dann nach dem Engländer suchte, kam dieser zurück ohne ihr begegnet zu sein und fuhr davon, ohne sich weiter um den angerichteten Schaden von rund 2500 Mark zu kümmern. Am vergangenen Mittwoch aber erkannte die geschädigte Hallerin das Unfallauto wieder. Der Fahrer konnte gestellt werden. Gestern, als im Beisein der Polizei der Unfallhergang nachgestellt werden sollte, nutzte er die Gelegenheit, um gegen einen Baum auf dem Parkplatz zu fahren, um mit zusätzlichen Dellen und Kratzern die Spuren des originalen Unfalls an seinem Auto zu verwischen. Da er im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz hat, muss er jetzt eine Sicherheitsleistung erbringen. Zudem steht ihm eine Strafanzeige ins Haus.

Brot für die Welt Aktion
schwäbisch Hall. Unter harten Arbeitsbedingungen, mit geringem Lohn aber Lebensmittelpreisen auf Industriestaaten-Niveau ernten in Brasilien Kinder, Jugendliche und Erwachsene Orangen, die zu Konzentrat verarbeitet und als oft als Billig-Orangensaft in Deutschland verkauft werden. Verschiedene Einrichtungen im Evangelischen Kirchenbezirk schwäbisch Hall haben unter der Federführung der Diakonischen Bezirksstelle das "Orangensaft-Projekt" von Brot für die Welt zur ihrer Sache gemacht. Seit 20 Jahren gibt es in schwäbisch Hall den "Brot für die Welt-Markt". Am Samstag 4. Dezember findet er wieder auf dem Haller Milchmarkt von 9 bis 13 Uhr statt. Der Erlös kommt dem Jubiläumsprojekt zugute. Zudem wird am Sonntag mit dem Gottesdienst in St. Michael eine Ausstellung zum Thema eröffnet, die von Schülern des Aufbaugymnasiums Michelbach erstellt wurde.

Spielzeugbörse
Crailsheim. Am Samstag 4. Dezember findet von 11 bis 16 Uhr in der Jahnhalle von Crailsheim eine große Eisenbahn- und Spielzeugbörse statt. Auch Puppen-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen. Mit dem Winterwetter beginnt wieder die große Zeit der kleinen Bahnen und der langen Bastel-Nachmittage. Ganz gleich, ob die Begeisterung nun dem Modelleisenbahnbau, dem Sammeln von Autos, Schiffen, Flugzeugen oder aber der Beschäftigung mit Puppen und Plüschtieren gehört - jeder findet in der Jahnhalle seine Objekte der Begierde.

Landesbischof predigt
Gaildorf. Das Jubiläum 50 Jahre Stadtkirche nach dem Wiederaufbau wird am Sonntag 2. Advent mit einem Festgottesdienst gefeiert. Die Predigt hält Landesbischof Eberhard Renz, der extra zum Jubiläum der Stadtkirche nach Gaildorf kommt. Die Kantorei und der Posaunenchor gestalten den Festgottesdienst mit. Im Anschluß an den Gottesdienst lädt die evangelische Kirchengemeinde ins benachbarte Gemeindehaus ein. Dort wartet auf die Besucher unter anderem eine Ausstellung über die Geschichte der Gaildorfer Stadtkirche. Um 17 Uhr setzt Modern Brass, ein Bläser- und Instrumental-Ensemble aus Heilbronn, mit musikalischen Höhepunkten den Abschluß der Festwoche.

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Montag 6.12.1999

Benutzungsgebühren
schwäbisch Hall. Schon im August hat es die Stadt schwäbisch Hall den Vereinen angekündigt. Nun lässt die Verwaltung ihr Anliegen im Rahmen der Haushaltsberatungen im Gemeinderat diskutieren: von den Vereinen sollen künftig Hallenbenutzungsgebühren erhoben werden. 15 Mark, hat das Sportamt ausgerechnet, kostet durchschnittlich die Stunde Hallennutzung. Zehn Mark will die Verwaltung von den Vereinen haben. Allein auf den größten Verein in schwäbisch Hall, die TSG kämen bei rund 8000 Trainingsstunden und rund 3000 Stunden Wettkampf pro Jahr Kosten in Höhe von 110.000 Mark zu. Für das aktive Mitglied würde sich dadurch der Jahresbeitrag von 128 um 60 Mark auf 188 Mark erhöhen. Bislang aber haben die Vereine von der Stadt jährlich mehr Förderbeiträge erhalten, als sie jetzt an Nutzungsgebühren zu bezahlen hätten.

Weniger Umsatz
Öhringen. Die BÄKO Hohenlohe-Franken hat im vergangenen Geschäftsjahr weniger Umsatz gemacht. Er ging um etwa 4 Prozent auf 35,1 Mio. Mark zurück. Spürbar war der Umsatzrückgang vor allem im investiven Bereich, so der Vorstand der Genossenschaft bei der Generalversammlung. Aber auch geringere Rohstoffpreise hätten zum Umsatzminus beigetragen. Zudem sei der Konkurrenzkampf in der Backwarenbranche weiterhin hart. Trotz weniger Umsatz war die BÄKO mit ihrem Betriebsergebnis aber zufrieden. An die rund 250 Mitgliedsbetriebe wurden 566.000 Mark Gewinne ausgeschüttet. Enttäuscht war der Vorstand über den Besuch der Generalversammlung. Nur etwa ein Fünftel der Mitgliedsbetriebe war erschienen.

Weniger Umlage
schwäbisch Hall. Die Stadt schwäbisch Hall erhält künftig von den drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Rosengarten, Michelbach und Michelfeld statt bisher 95.000 nur noch rund 30.000 Mark an Umlagen für den Besuch auswärtiger Schüler in den Haller Schulzentren. Die laufenden Betriebskosten werden künftig nicht mehr berechnet, da sie zu rund 80 Prozent von Zuschüssen des Landes abgedeckt werden. Abgerechnet wird zudem nicht mehr pauschal sondern nach der exakten Schülerzahl, die aus einer Gemeinde nach Hall zur Schule geht. Gekommen war es zu den neuen Vereinbarungen, nachdem die Gemeinde Rosengarten den seit 1974 bestehenden Vertrag gekündigt hatte, der jetzt nach 25 Jahren zum Ende des Schuljahres 99/2000 ausläuft. Andere Gemeinden außerhalb der Verwaltungsgemeinschaft, die ebenfalls Schüler in die Haller Schulen schicken, Untermünkheim etwa oder Vellberg und Obersontheim zahlen nach Hall keinen Pfennig, da sie offiziell anderen Schulverbänden wie etwa Ilshofen angehören.

Abgesahnt
Hohenlohe. Sehr erfolgreich waren vier Weinbaugenossenschaften und acht Selbstvermarkterbetriebe aus dem Hohenlohekreis bei der jüngsten Landesweinprämierung. Sage und schreibe 39 Mal Gold bekam die Weinkellerei Hohenlohe aus Bretzfeld Adolzfurt. Dazu noch 36 Mal Silber und immerhin zehn Bronzemünzen. Ein Erfolg, bei dem nur noch fünf weitere Genossenschaften im ganzen Land mithalten können. Erfolgreich waren auch die Weinbaugenossenschaften von Niedernhall mit 15 Goldmünzen und Heuholz mit 14 Mal Gold, das private Weingut Birkert aus Bretzfeld-Adolzfurt mit zehn goldenen Preismünzen, die Ingelfinger Kochertalkellerei mit sechs Goldmedaillen sowie sieben weitere Private Weingüter mit zwei oder einem Goldpreis. An der württembergischen "Wein-Olympiade" hatten 238 von etwa 3000 marktrelevanten Weinbaubetrieben teilgenommen.

Gewonnen
Crailsheim. Die Crailsheim Merlins wahren ihre Chance, am Saisonende in der Aufstiegsrunde mitzumischen. Nach ihrem 83:75 Heim-Sieg am Samstag Abend gegen die BG Karlsruhe stehen die Crailsheimer Basketballer wieder auf Platz drei der Basketball Regionalliga. Für die Crailsheimer war dies ein wichtiger Sieg, nachdem sie im Spiel davor gegen Tabellenführer Ludwigsburg verloren hatten und vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht waren.

Auswärts-Training
Künzelsau. Die erste und zweite Fußballmanschaft des TSV Künzelsau müssen die nächste Zeit zum Training ins benachbarte Gaisbach fahren. Das Auswärtstraining wurde notwendig, weil ein unbekannter Autofahrer den Wertwiesensportplatz benutzt hatte, um in Rallye-Manier Fahrübungen zu veranstalten. Der Platz wurde dabei erheblich zerstört, da dies zu der Zeit geschah, als eine dünne Schneeschicht den Wertwiesensportplatz bedeckte und der Platz darunter völlig aufgeweicht war. Die Stadtverwaltung hat wegen der erheblichen Sachbeschädigung Kontakt zur Polizei aufgenommen, in der Hoffnung dass der Autofahrer ermittelt werden kann. Die Schäden können erst beseitigt werden, wenn das Wetter wieder mitspielt.

Kunst auf LKW
Hohenlohekreis. Comics als Werbeträger und Sympathieträger für Tourismus in Hohenlohe wünscht sich das Landratsamt des Hohenlohekreises. "Jede Figur soll für ein Thema stehen", so die Vorgabe von Andreas Dürr, zuständig im Landratsamt für die touristische Vermarktung der Region. Umgesetzt wird die Idee jetzt vom in Rot am See lebenden polnischen Künstler Koval, Darius Kowalik mit bürgerlichem Namen. Die passende Werbe-Plattform für die ersten Figuren: ein LkW-Anhänger des Künzelsauer Unternehmers und leidenschaftlichen Hohenlohers Rolf Hamprecht. Im Mittelpunkt der Gestaltung steht der Götz mit spitzer Nase und keckem Bärtchen. Kovals Werke schmücken schon viele öffentlich zugängliche Stellen: Industriehallen, Außen- und Innenfassaden von Cafés, Restaurants und Geschäften; ganz nach Wunsch der Auftraggeber Comics, Landschaften, Abstraktes, Portraits oder pure Firmenlogos. Nächster Koval-Auftrag: die Marbacher Solarfabrik der Würth-Gruppe.

Benefiz-Versteigerung
Gaildorf. Noch nicht genau beziffert werden kann das Ergebnis einer Kunstversteigerung gestern im Alten Schloss von Gaildorf. Rund 40 Kunstwerke wurden versteigert, darunter auch Bilder der neuen Stadtmalerin Sumiko Shoji und vom einst in der Künstlerkolonie von Sulzbach am Kocher lebenden naturalistischen Maler Willo Rall. Veranstalter der Versteigerung war die Gaildorfer IG Kunst . Der Erlös der Auktion, die gegen 15 Uhr in der Galerie im Alten Schloss begonnen hatte, kommt der "terre des hommes"-Gruppe von Gaildorf zugute und einer Familie im Limpurger Land, die durch einen Brand in Not geraten ist.

Bomben-"Stimmung"
Künzelsau Bomben"stimmung" herrschte am Freitag Spätnachmittag in Künzelsau. In einem leerstehenden Gebäude der Künzelsauer Innenstand stießen die Bauarbeiter auf einen sieben Meter tiefen Brunnen. Im Wasser am Grund lag ein etwa drei Meterlanger runder länglicher Gegenstand verkeilt. Eine Bombe? Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde nach Künzelsau geholt, ein Mann in den Brunnen hinuntergelassen. Der identifizierte den bombenähnlichen Gegenstand als Rundholz, das früher über dem Brunnen seine Funktion als Seilwinde hatte.

Ausgebrannt
Fichtenberg. Bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Haus in Fichtenberg. Nahezu vergeblich war der Einsatz der freiwilligen Feuerwehr, die mit 15 Mann im Einsatz war. Das der Gemeinde gehörende Haus hatte leergestanden. Bürgermeister Roland Miola, der noch in der Nacht zu Brandstelle gekommen war, schätzte den der Gemeinde entstandenen Schaden auf etwa 200.000 Mark. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

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Dienstag 7.12.1999

16-jähriger Erpresser
Landkreis schwäbisch Hall. Mit der Prahlerei, er habe 500.000 Mark im Lotto gewonnen, lieh sich ein 16-Jähriger aus dem Landkreis schwäbisch Hall mehrfach Geld von Mitschülern. Als diese immer stärker auf Rückzahlung der mittlerweile auf über 1000 Mark angewachsenen Summe pochten, kam der Junge auf die Idee, seine Geldsorgen mit einer Erpressung zu beheben. Er legte ein Erpressungsschreiben mit Drohungen und einer mehrere-Hunderttausend-Mark-Forderung vor die Haustür einer Familie in seinem Heimatort. Als er tags darauf kam und als angeblicher Bote das Geld abholen wollte und keines bekam, flüchtete er zunächst, konnte aber sehr bald ermittelt werden. Der Junge ist geständig.

Arm unterm Auto
Crailsheim. Ausgerechnet in dem Augenblick scherte ein tschechischer Sattelschlepper nach links aus, als er auf der Autobahn A6 kurz hinter der Ausfahrt Crailsheim vom PKW eines 31-jährigen Darmstädters überholt wurde. Beim Bremsen schleuderte der PKW, dem plötzlich der Weg versperrt war, nach rechts von der Fahrbahn. Dort an der Böschung überschlug sich das Fahrzeug mehrmals und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Der linke Arm des angeschnallten Darmstädters kam dabei unter dem Fahrzeug zu liegen. Die ersten Helfer am Unfallort konnten das Auto jedoch anheben und den schwerverletzten Darmstädter bergen. Er kam ins Kreiskrankenhaus nach Crailsheim. Vom 36jährigen tschechischen LKW-Lenker wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung einbehalten. Am Sattelzug, der Gefahrgut, nämlich die Chemikalie Chromtrioxid geladen hatte, war glücklicherweise kein Schaden entstanden.

Märchenhaftes Rathaus
Fichtenau-Wildenstein. Ein Besuch im Rathaus kann auch märchenhaft schön sein. Am vergangenen Sonntag wurde im Rathaus der Gemeinde Fichtenau in Wildenstein die letzte Ausstellung des Jahres eröffnet: "märchenhafte Kunst" der in Dinkelsbühl lebenden Künstlerin Sara Ziegler. Neben hochkarätigen Ausstellungen wie Picasso oder Hundertwasser widmet sich Bürgermeister Dieter Wolf als Organisator immer wieder auch der Förderung heimischer Künstler. Vor allem durch seine Ausstellungen und anderen kulturellen Veranstaltungen hat Fichtenau sich im Blickfeld der Öffentlichkeit verankert, trotz seiner Lage im äußersten Winkel des Landkreises schwäbisch Hall. Durch ihre direkte Nähe zur Autobahn A7 sind einige Orte der Flächengemeinde aber auch interessant für Ansiedlungen durch die Industrie.

Um Halle erweitert
Ingelfingen/Niedernhall. Die BTI Befestigungstechnik, Tochterunternehmen des Berner Befestigungskonzerns in Künzelsau-Garnberg, setzt weiter auf Expansion. So wurde jetzt im Gewerbegebiet zwischen Ingelfingen und Niedernhall eine neue Logistikhalle fertiggestellt, von der aus rund 100.000 Kunden versorgt werden. Die 5,4 Mio. Mark teure Halle mit rund 6000 Quadratmetern Fläche wurde in weniger als einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. Erworben hat die BTI auch das 21.000 Quadratmeter große benachbarte Betriebsgelände von der Ziehl-Abegg, die bis zum Jahr 2002 ins ehemalige Sigloch-Gelände nach Künzelsau umzieht. Mit der Übernahme wird die BTI in Ingelfingen und Niedernhall auf eine Größe von 83.000 Quadratmetern anwachsen.

Spiel vorgestellt
Landkreis schwäbisch Hall/Stuttgart. Ein integratives Brettspiel mit großen magnetischen Spielfiguren stellte jetzt der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte in Baden-Württemberg vor. Die Idee zum Spiel "Eine Reise in Traumland" hatte die aus schwäbisch Hall stammende Geschäftsführerin Jutta Pagel beim Rasenmähen in ihrem Garten. Die Grafische Gestaltung des Spieles übernahm Trickfilmer und Janosch's-Traumstunde-Zeichner Jochen Ehmann aus Ilshofen und getestet wurde das Spiel von Schülern eines Körperbehindertenzentrums sowie verschiedenen Pfadfindergruppen. Mit dabei auch die Ranger des VCP Gaildorf-Unterrot. Finanziell unterstützt wurde die Herausgabe des Spieles von der Aktion Sorgenkind und der Jugendstiftung Baden-Württemberg. Das gestern an der Konrad Biesalski-Schule in Wört/Ostalbkreis vorgestellte Spiel, an dem bis zu acht Personen teilnehmen können, ist exklusiv beim Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte in Stuttgart erhältlich.

Erpresst und geschlagen
Künzelsau. Bei Drohungen beließen es drei jugendliche Russlanddeutsche nicht, die in den vergangenen Tagen mehrfach vier Mitschüler auf dem Nachhauseweg abpassten und von ihnen Geld und Zigaretten verlangten. Als es beim letzten Mal nicht klappte und sich die Mitschüler von Drohungen nicht einschüchtern ließen, schlugen die 15 und 16 Jahre alten Schüler zu, verabreichten Fußtritte und Schläge ins Gesicht. Da ihre Mitschüler aber weder Geld noch Zigaretten hatten, kamen sie nicht ans Ziel, mussten aber wenig später feststellen, dass sie bei der Polizei angezeigt worden waren. Die drei Schläger werden sich nun wegen räuberischer Erpressung verantworten müssen.

Hinterhältiger Überfall
Öhringen. Zwei maskierte Männer haben gestern Abend einen 48jährigen Schrotthändler in Öhringen überfallen. Sie lauerten ihm auf, als er gegen 20.30 Uhr nach Hause kam, und bedrohten ihn mit einer Pistole bis er ihnen mehrere tausend Mark aushändigte. Die Täter ließen den Mann gefesselt in seiner Wohnung zurück und flüchteten zu Fuß. Erst einige Zeit später gelang es dem Schrotthändler sich zu befreien und die Polizei zu alarmieren.. Die Fahndung nach den 25 bis 30 Jahre alten Tätern, die deutsch mit osteuropäischem Akzent sprachen, blieb allerdings erfolglos. Die Polizei sucht Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder andere sachdienliche Hinweise geben können.

Wirklich neuer Gf?
Region. Der als zukünftiger Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsförderung Werner Kolb, muss sich ab kommenden Freitag vor dem Amtsgericht Heilbronn verantworten. Gemeinsam mit zwei einstigen Mitgeschäftsführern der Kolb, Lang EDV GmbH, die vor zwei Jahren in Konkurs gegangenen ist, muß er sich eine Anklage wegen Konkursverschleppung, Bilanzvergehen und Untreue stellen. Dabei sollen sich die drei Geschäftsführer Darlehen in Höhe von etwa 150.000 Mark wieder zurückbezahlt haben, die sie an die Firma gegeben hatten. Zu diesem Zeitpunkt aber soll die Firma bereits überschuldet gewesen sein. Kolb war vom Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung vor zwei Wochen zum Nachfolger von Jürgen Gackstatter gewählt worden, der im April ausscheiden wird. Über das laufende Strafverfahren war dem Gremium Presseberichten zufolge nichts bekannt. Damit sei hinfällig was man vor zwei Wochen besprochen habe, hieß es mittlerweile vom Aufsichtsrat. Kolb habe noch keinen unterschriebenen Arbeitsvertrag. Man werde in der nächsten Sitzung Mitte Dezember darüber entscheiden, wie es weitergehen werde.

65.000 für Krankenhaus.
Gaildorf/Oberrot. Anstatt Geld für Kundengeschenke auszugeben, hat die Klenk Holz AG aus Oberrot auch in diesem Jahr den Betrag gespendet. Vorstandsmitglied Matthias Klenk überreichte Chefarzt Dr.Jürgen Ansel vom Gaildorfer Kreiskrankenhaus einen Scheck über 65000 Mark. Dr. Ansel betonte, gerade die kleineren Krankenhäuser seien deshalb im Nachteil, weil Fördermittel bettenbezogen fließen. "Ein Gerät kostet aber für uns genau so viel wie für eine große Klinik". Die Spende in diesem Jahr helfe beim Kauf neuer Pflegebetten. Sie sind elektrisch verstellbar und kosten 6800 Mark pro Stück. Die Klenk-Spende des Vorjahres war in dem neuen Schlaflabor angelegt worden, das bis zu 40 verschiedene Funktionen werden beim schlafenden Patienten messen kann, von den Hirnströmen über Blutdruck und Lungenfunktion bis zu Schnarchgeräuschen.

Auferstanden aus Ruinen
schwäbisch Hall. Institutionen, bei denen vor Jahren noch schon die bloße Erwähnung des Wortes "Nationalhymne" Anlass zu abfälligen Bemerkungen gegeben hätte, machen sich heute bei öffentlichen Veranstaltungen Gedanken zu diesem Thema. So etwa der Club alpha 60. Dort findet gibt es heute einen Vortrag von Heike Amos. Sie arbeitet seit 1995 beim Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Hochschule in Speyer und wird heute ab 20 Uhr im Veranstaltungsraum Pfarrgasse über die Nationalhymnen beider deutscher Staaten von 1949 bis 1990, ihre Entstehungsgeschichten und ihre Veränderungen berichten. Anhand von musikalischen Beispielen und Skripten wird ein umfangreiches Bild der beiden Nationalhymnen dargelegt. Nach dem "Jubiläum" 10 Jahre Mauerfall war es den meisten Medien nicht einen Ton wert, sich mit den beiden Nationalhymnen zu beschäftigen. Ohne große Diskussion wurde vor zehn Jahren beschlossen, die "westdeutsche" Hymne für das neue Deutschland zu übernehmen. Dabei wurde eine Hymne über die Nacht hinweg entsorgt.

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Mittwoch 8.12.1999

Stagnation
Hohenlohe. Auf Vormonatsniveau verharrte der Arbeitsmarkt in der Region Hohenlohe im Monat November. Sowohl im Arbeitsamtsbezirk des Main-Tauberkreises als auch im Bereich des Arbeitsamtes Hall blieben die Arbeitslosenquoten konstant bei 6,5 bzw. 6,0 Prozent. Leicht rückläufig von 5,7 auf 5,6 Prozent war die Quote lediglich im Hohenlohekreis. Im Haller Arbeitsamtsbereich waren das insgesamt 36 Arbeitslose weniger, drei im Landkreis Hall und 33 im Hohenlohekreis. Vermittelt wurden insgesamt 327 Leute, nachdem es in den Vormonaten immer zwischen 500 und 600 Vermittlungen gewesen waren.

Über Schatten gesprungen
Crailsheim. Der Crailsheimer Gemeinderat ist über seinen eigenen Schatten gesprungen. Erstmals seit dem Ende der Wahlperiode Zundel, nach 22 Jahren Unterbrechung hat der Rat wieder beschließende Ausschüsse eingeführt. Nicht alle Räte konnten von der Notwendigkeit überzeugt werden. Aus Reihen der SPD fragte man sich, warum die beschließenden Ausschüsse jetzt unter CDU-OB Andreas Raab plötzlich möglich würden, wo man sie seinem SPD-Vorgänger Georg Schlenvoigt stets verweigert habe. Ruth Kunz von der CDU befürchtete, daß wichtige Bürgeranliegen nicht mehr im ganzen Rat durchdringen und Rainer Strauß, ebenfalls CDU bezweifelte die versprochene Zeitersparnis für das Ratsplenum. Gegründet und besetzt wurden ein Ausschuss für Kultur und Verwaltung, ein Ausschuss für Jugend und Finanzen sowie ein Ausschuss für Bau und Verkehr.

Hygienemängel
Hohenlohe. Der Wirtschaftskontrolldienst hat auf Weihnachtsmärkten Stände überprüft, die offene Lebensmittel oder Getränke ausgaben. Dabei wurden eklatante Hygienemängel festgestellt. Zehn Stände mussten vorübergehend geschlossen werden. Geltende Hygienevorschriften wurden schlicht nicht beachtet. An einem Stand wurden von Kunden zurückgebrachte Becher statt gespült lediglich in stehendem Wasser ausgeschwenkt und gleich wieder für den nächsten Kunden gefüllt. Vielfach fehlten Seifenspender, Einmalhandtücher oder gar völlig die Möglichkeit für das Personal, sich die Hände zu waschen.

Neuer Transport
Spielbach. Die Bauunternehmerin Hildegard Ströbel engagiert sich seit Jahren für Waisenkinder in der Ukraine. Mit mehreren Transporten hat der von ihr gegründete Hilfsverein "Die Lotusblüte" bereits Kinderheime und ein Krankenhaus in der Stadt Chust unterstützt. Ein weiterer Transport verlässt jetzt am Freitag Hohenlohe Richtung Ukraine, an Bord: Röntgen- und Narkosegeräte für das Krankenhaus, Sportgeräte für die Kinderheime, jede Menge Kinderwindeln, Medikamente, Milchprodukte, T-shirts und Weihnachtsgeschenke. Die Spenden werden direkt vor Ort verteilt. Für die Zukunft plant Bauunternehmerin Ströbel auch bauliche Verbesserungen in den unterstützten Heimen. Die Schlafräume brauchen dringend neue Fußböden und die Wände müssen mit abwaschbarer Farbe neu gestrichen werden, um die hygienischen Zustände in den Kinderheimen zu verbessern. Der nächste Transport ist für das Frühjahr 2000 geplant. Sachspenden können bei der Bauunternehmung Ströbel in Spielbach abgegeben werden. Geldspenden auf dem Konto des Hilfsvereines "Die Lotusblüte" bei der Raiba Schrozberg.

Kreistagsentscheid im Landtag
Landkreis schwäbisch Hall /Stuttgart. Aufsehen bis in die Landesgremien hat der Kreistag mit einem Beschluss erregt, die Wahlfreiheit von Pflegeheimbewohnern einzuschränken. Der Landkreis hatte beschlossen, dass jeweils das preisgünstigste Heim in zumutbarer Entfernung bis zu 40 Kilometer zu wählen ist, sofern für die Kosten das Sozialamt aufkommen muss. Auf Betreiben des sozialpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion und Haller Abgeordneten Dr. Walter Müller wird auch der Landtag über den Haller Kreistagsbeschluss diskutieren. Schon in der Kreistagssitzung selbst war kontrovers über das Thema diskutiert worden, denn die Wahlfreiheit wird selbst im Pflegeversicherungsgesetz garantiert.

Abstimmung gültig
Landkreis schwäbisch Hall/Stuttgart Die Abstimmung über die Wahlfreiheit von Altenheimbewohnern im Haller Kreistag vom 26. Oktober wurde jetzt vom Regierungspräsidium für gültig erklärt. Sie war angefochten worden, weil Landrat Stückle drei Mal über den selben Vorgang hatte abstimmen lassen. Dabei war es jeweils zu einem anderem Ergebnis gekommen, da einige Räte den Saal verlassen hatten und erst während der drei Abstimmungsvorgänge zurückgekommen waren. Angeblich hatte Landrat Ulrich Stückle erst beim dritten Abstimmungsgang, als der Verwaltungsvorschlag eine knappe Mehrheit erreichte, die exakte Stimmenzahl feststellen können. Nachdem bei den ersten Abstimmungsvorgängen belegt durch Tonbandaufzeichnungen die Mehrheit nicht eindeutig habe ermittelt werden können, sei eine auch mehrfache Wiederholung der Abstimmung zulässig gewesen, so das Regierungspräsidium.

Jugendhilfeetat
Hohenlohe. Rund 8,4 Mio. Mark hat der Hohenlohekreis für das kommende Jahr in seinem Jugendhilfeetat stehen. Dem stehen gegenüber 1,35 Mio. an Einnahmen, sodass für den Landkreis mehr als sieben Millionen Mark zu Finanzierung übrigbleiben. Der größte Brocken sind dabei mit knapp 4,9 Mio. Mark die verschiedenen Maßnahmen unter dem Stichwort "Hilfe zur Erziehung", u.a. betreutes Wohnen, Tagesgruppen und Vollzeitpflegen. Die Zahlen wurden dem Jugendhilfeausschuss bei seiner gestrigen Versammlung vorgestellt. Vorgestellt wurde dem Ausschuss auch die Auswertung einer Kindergartenumfrage in den Gemeinden. Außer in Weißbach gibt es gemessen an der tatsächlichen Auslastung in allen Orten des Hohenlohekreises genügend Kindergartenplätze. Acht Städte und Gemeinden jedoch, darunter auch Öhringen, Waldenburg und Ingelfingen könnten nicht allen Kindern ab drei Jahren einen Kindergartenplatz garantieren.

Agrarexperte auf Rundreise
Hohenlohe. Direkt zurück von den gescheiterten WTO-Verhandlungen in Seattle kam CDU-Agrarexperte MdB Heinrich-Wilhelm Ronsöhr zu einem Besuch nach Hohenlohe. Drei ausgewählte Bauernhöfe in Hohenlohe besichtigte der Agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Im Grunde sei er froh, dass die WTO-Verhandlungen unter den derzeitigen Prämissen gescheitert seien. Bei richtigen Rahmenbedingungen halte er aber die Landwirtschaft auch in kleinräumigen Strukturen wie in Hohenlohe für lebensfähig. Diese richtigen Rahmenbedingungen gebe es bei der derzeitigen rot/grünen Bundesregierung leider nicht. Man könne niemanden mit Klötzen am Bein in einen Wettbewerb schicken und noch erwarten, dass dieser ein fairer Wettbewerb sei.

Wasser-Etat
Wallhausen. Seinen 2000er Etat verabschiedet hat der Wasserverband Brettach bei seiner jüngsten Sitzung im Hohenlohischen Wallhausen. Knapp 815.000 Mark Einnahmen und Ausgaben sind für das kommende Jahr vorgesehen. Im Vermögenshaushalt des Verbandes allein 546.600 Mark für zwei Sanierungsmaßnahmen an Rückhaltebecken. An den Dämmen von Wiesenbach und Rot am See-Breitloh waren bei der vom Land vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfung kleinere Mängel festgestellt worden, die mit je 240 Tsd Mark Sanierungskosten zu Buche schlagen. Der mit 10,5 Mio. Mark Aufwand in den vergangenen drei Jahren sanierte Staudamm bei Beimbach soll nach einigen kleineren Mängelbeseitigungen am Überlaufschacht voraussichtlich im Sommer 2000 endlich wieder eingeweiht werden.

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Donnerstag 9.12.1999m

Fachhochschule für Hall?
schwäbisch Hall. Die Stadt schwäbisch Hall könnte nach der Pleite mit der privaten Hochschule im vergangenen Jahr schneller zu einer anderen akademischen Einrichtung kommen, als allgemein angenommen. Zum vierten Mal waren gestern Vertreter der seit 15 Jahren bereits existierenden Freien Hochschule Metzingen in Hall. Seit Juli diesen Jahres hat die Einrichtung die staatliche Anerkennung als Fachhochschule, kann diese aber nur behalten, wenn zur Absicherung eine 2-Mio-Mark Bürgschaft hinterlegt wird. Metzingen kann dies im Gegensatz zu Hall nicht leisten. Die Stadt schwäbisch Hall hat aus der Affäre private Hochschule noch 10 Mio. Mark übrig, die als Sondervermögen in eine Stiftung genau für einen solchen Zweck eingebracht worden sind. Auch die Stadt Calw interessiert sich für die Metzinger Fachhochschule, die Mediengestalter und diplomierte Kulturgestalter ausbildet. Doch sollte sich die Schule für Hall entscheiden, dann könnte sie schon im Sommer nächsten Jahres in die Haller Innenstadt umziehen und zum Wintersemester 2000 den Betrieb aufnehmen.

Prüfung im Landtag
Landkreis schwäbisch Hall. Aufsehen bis in die Landesgremien hat der schwäbisch Haller Kreistag mit einem Beschluss erregt, die Wahlfreiheit von Pflegeheimbewohnern einzuschränken. Der Landkreis hatte beschlossen, dass jeweils das preisgünstigste Heim in zumutbarer Entfernung bis zu 40 Kilometer zu wählen ist, sofern für die Kosten das Sozialamt aufkommen muss. Derartige Einschränkungen hat es bislang nirgends gegeben, so Dr. Walter Müller, Haller SPD-Landtagsabgeordneter und Sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion, der diesen Beschluss vom Landtag und vom Sozialministerium prüfen lassen will. Seine Forderungen: Heimbewohner dürfen nicht aus Kostengründen in andere Heime verlegt werden und die Unterbringung von künftigen Bewohnern muss so Heimat nah erfolgen, dass sie nicht aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden. Jemand aus Mainhardt könne nicht nach Bühlerzell oder jemand aus Hall nicht nach Crailsheim verwiesen werden, nur weil es dort billiger ist, als im Heim vor Ort.

Malwettbewerb
Landkreis schwäbisch Hall. Kurzerhand den elterlichen Carport zum Freiluft-Atelier umgewandelt haben vier Mädchen in Rosengarten-Rieden. Die Mädchen wollen sich am großen Malwettbewerb zum Auftakt der Aktion "Sicherheit für Kids im Straßenverkehr" beteiligen. An dieser gemeinsam von Radio TON und der Polizeidirektion schwäbisch Hall initiierten Aktion können sich Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren beteiligen. Die Kunstwerke werden an den beiden eigentlichen Aktionstagen am 16. und 17. Juni nächsten Jahres in der Haller Gartenschauhalle ausgestellt. Beteiligung ganzer Schulklassen am Malwettbewerb ist erwünscht. Dargestellt werden soll, was die kleinsten Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr erleben. Einsendeschluss ist am 15. Mai nächsten Jahres.

Aktionäre gesucht
Weißbach. Die Hornschuch AG sucht nach ihren Aktionären. Da die Aktiengesellschaft bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung am 22. Dezember in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt werden soll, bittet die Firma alle ihr unbekannten Aktionäre sich über ihre Depot führende Bank oder bei der Gesellschaft selbst unter Nachweis der Aktionärsstellung zu melden. Da die amerikanische Decora Industries 95 Prozent der Aktien hält gilt es als sicher, dass die Gesellschaftsform von der AG in eine KG geändert wird. Decora bietet alle Aktionären derzeit ein Barabfindungsangebot von 119 Mark je 50 Mark-Aktie. Ein Teil der Kleinaktionäre aber will sich damit nicht abfinden lassen. Alle Aktionäre sind nach der Umwandlung an der künftigen KG als Gesellschafter beteiligt und zwar mit Kapitalanteilen, die dem jeweiligen Nennwert ihrer Aktien an der Hornschuch AG entsprechen. Abgeschafft wird mit der Umwandlung auch die Pflicht die Mitbestimmung der Arbeitnehmer über einen Vertreter im Aufsichtsrat, da die KG keinen Aufsichtsrat mehr bestellen muss. Hornschuch will allerdings im neuen Gesellschaftervertrag einen freiwilligen Aufsichtsrat einsetzen

Neuer Zeitungschef
Öhringen. Die Tageszeitung im Hohenlohekreis bekommt einen neuen Chef. Er heißt Rainer Grill und folgt Reinhold Brütting als Chefredakteur der Hohenloher Zeitung. Brütting, der zehn Jahre lang die HZ-Redaktion leitete, macht sich im kommenden Jahr als PR-Berater selbstständig. Der 33 Jahre junge Rainer Grill bringt bereits reichlich journalistische Erfahrung mit. Zuletzt war er Lokalchef in Mühlacker für die Pforzheimer Zeitung. Seine journalistische Ausbildung absolvierte der gebürtige Ellwanger bei der Schwäbischen Zeitung.

Spielzeug im Wandel der Zeit
Untermünkheim. "Kinderspielzeug im Wandel der Zeit" Heißt die Weihnachtsausstellung des Rößler-Museums in Untermünkheim bei schwäbisch Hall. Zur Dauerausstellung der wertvollen Bauernmöbel des Untermünkheimer Schreinermeisters aus dem 18. Jahrhundert zeigt der Rößlerverein Leihgaben von verschiedenen Sammlern der Region. Erarbeitet wurde mit diesem alten Kinderspielzeug eine Schau über die Spielgewohnheiten der Kinder im 20. Jahrhundert. Nach Weihnachtskrippen, Puppenstuben und Küchen, Kaufläden, Eisenbahnen, Dampfmaschinen und Blechspielzeug bei vorangegangenen Ausstellungen werden in der Ausstellungsreihe diesmal Burgen, Ritter Indianer, Tiere und Teddybären gezeigt. Die Ausstellung wird am 4. Advent um 11 Uhr eröffnet und ist an den folgenden Sonn- und Feiertagen bis zum 9. Januar jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Martplatzparty an Silvester
Crailsheim. Nicht nur schwäbisch Hall, auch Crailsheim bietet zum Jahreswechsel 2000 eine Mega-Party auf seinem Marktplatz. Ab 22 Uhr wird auf dem Platz vor dem Rathaus mit Glühwein, Sekt und anderen geistigen Getränken sowie Kleinigkeiten zum Essen unabhängig von allen Wetterwidrigkeiten eine Millenium-Party steigen. Für Musik und Lichteffekte ist natürlich auch gesorgt. Außerdem wurde angekündigt, dass aus dem Rathaus einige Überraschungen zu erwarten seien. Eine wurde schon vor ab verraten. Nach dem Glockenschlag um zwölf wird es zwanzig Minutenlang solange der Vorrat reicht Sekt umsonst für alle Besucher geben. Im Übrigen darf ohne Zeitbegrenzung bis in die Morgenstunden gefeiert werden.

Heute Blutspenden
schwäbisch Hall. "Leben schenken im Advent" ist das Motto des DRK-Blutspendedienstes in diesen tagen. In schwäbisch Hall werden die Menschen heute gebeten, auf den allzufrühen Glühwein am Tage zu verzichten und statt dessen zwischen 14.15 und 19.30 Uhr in die schwäbisch Haller Hagenbachhalle zur Blutspendeaktion zu kommen. Die gespendeten 500 Milliliter, die jedem Freiwilligen "abgezapft" werden, dienen ausschließlich der Versorgung baden-württembergischer Krankenhäuser. Im optimalen Fall kann mit einer Blutspende drei Menschen geholfen werden, die wegen Operationen oder nach schweren Unfällen im Krankenhaus liegen. Eine Situation, in die jeder einmal kommen kann und dann froh ist, wenn es andere Menschen gibt, die ihr Blut spenden.

Zuwenig Weihnachtsbäume
Hohenlohe. Es gibt zuwenig Weihnachtsbäume aus heimischer Produktion. Nur 40 bis 45 Prozent der Weihnachtsbäume können auch aus heimischen Wäldern geliefert werden. Das liegt zum einen daran, dass Fichte und Weißtanne weniger beim Publikum beliebt sind, so der Haller Forstamtsdirektor Dr. Andreas Wickel, zum anderen aber auch daran, dass in den hiesigen Forsten mehr und mehr wieder auf Mischkulturen aus Laub und Nadelbäumen gesetzt wird und deshalb der Bedarf gar nicht vollständig gedeckt werden könnte. Vor allem private Bauern und Forstbetriebe aber haben im Hohenlohischen und im Limpurger Land Weihnachtsbaum-Plantagen eingerichtet, die auch ausländische Tannenarten züchten und auf die heimischen Märkte bringen. Dennoch werde ein gut Teil der Bäume vor allem aus dem skandinavischen Raum eingeführt.

Neuer Kochersteg
Gaildorf. Im Sommer wurde bei einer Bauuntersuchung festgestellt, dass der Kochersteg bei der Sporthalle in Gaildorf keine ausreichende Tragfähigkeit mehr besitzt. Gestern Abend wurde dem Gaildorfer Gemeinderat eine Planung präsentiert, wie die Stadt zu einem neuen Steg kommen könnte. Wird der Steg in Massivholzbauweise ausgeführt, gibt es ein Angebot der Graf-Pückler-Stiftung, aus Beständen ihrer Wälder die Stämme kostenlos zur Verfügung stellen. Die Stiftung will damit an die Entstehung des ursprünglichen, alten Steges erinnern, der damals schon gestiftet, in den 70er-Jahren bei der Kocherkorrektur aber gegen den jetzt maroden Steg ausgetauscht worden war.

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Freitag 10.12.1999
Mysteriöser Überfall
Kupferzell. Ein Russlanddeutscher wurde im Kupferzeller Weißdornweg am sehr frühen Donnerstagmorgen gegen 4:30 Uhr von zwei Männern überfallen, als er gerade zur Arbeit wollte. Die Männer setzten ihm eine Pistole an die Brust und zwangen ihn in sein Auto einzusteigen. Dort versetzten sie ihm einen Schlag ins Genick und forderten Geld. Da der Überfallene kein Geld bei sich trug zwangen ihn die ausschließlich russisch sprechenden Männer loszufahren. Nach rund 100 Metern gelang dem Opfer aber an einer Kreuzung die Flucht. Während er davonrannte, fuhren die Täter mit seinem Auto weiter. Bei der sofort ausgelösten Fahndung wurde das Auto einen halben Kilometer weiter verlassen aufgefunden. Die Polizei fragt nun, wer die Russen gesehen hat, die sich schon vor dem Überfall längere Zeit, eventuell in einem geparkten Fahrzeug, nahe der Wohnung des Überfallenen aufgehalten haben müssen.

Nikolaus auf dem Bike
schwäbisch Hall. Mit einem historischen Seitenwagen-Motorrad besucht der Weihnachtsmann am morgigen Samstag den Info-Stand des Arbeitskreises Verkehrssicherheit auf dem Haller Milchmarkt. Er bringt Süßigkeiten mit und lässt Kinder im Seitenwagen probesitzen. Zur Erinnerung gibt's ein Foto - und ausführliche Informationen für die Eltern zum Thema Sicherheit im Verkehr.

Neue Mehrzweckhalle: Spatenstich
Kupferzell. Mit 6,5 Millionen Mark Kosten wird der Neubau einer Mehrzweckhalle in Kupferzell eines der größten Projekte der Gemeinde. Nach jahrelangen Planungen hat gestern der aus finanziellen Gründen immer wieder verschobene Bau mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. Entstehen wird die 27 mal 45 Meter große Halle auf der Wiese zwischen Schule und der bestehenden Turn- und Versammlungshalle. Genutzt werden soll sie für Schul- und Vereinssport sowie für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Auch Turniere können in ihr ausgetragen werden, denn sie wird ein Wettkampf gerechtes Spielfeld von 20 mal 40 Meter bekommen. Mit der alten Turn- und Versammlungshalle wird die neue Mehrzweckhalle durch ein gemeinsames Foyer verbunden. Die dazwischen liegende Straße wird dafür überbaut. Das Land gibt zum Hallenbau einen Zuschuss von 1,1 Millionen Mark. Mitte 2001 soll Einweihung gefeiert werden.

Rivalisierende Jugendbanden
Gerabronn. Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung wirft die Kriminalpolizei in schwäbisch Hall mehreren Jugendlichen in Gerabronn vor und ermittelt nun wegen dieses Verdachtes. Hintergrund ist eine tätliche Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Jugendgruppen. Dabei wurden bei mehreren jungen Männern, Schlagstöcke, Baseballschläger, eine Gaspistole und Eisenketten sichergestellt. Mindestens sechs Jugendliche waren damit bei dem Streit aufeinander losgegangen. Doch was sich da in den Straßen des Landstädtchens Gerabronn zugetragen hat, erinnerte schon mehr an einen Bandenkrieg, als an einen "normalen" Streit. An den Streitigkeiten waren insgesamt rund 150 junge Menschen beteiligt. Bei den rivalisierenden Gruppen handelt es sich um Anhänger der Punk- und Skinhead-Szenen.

Anzeige gegen Leserbriefschreiber
Kirchberg. Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt hat der Gymnasiallehrer Wolfgang Langer aus Kirchberg an der jagst gegen einen Leserbriefschreiber aus Crailsheim-Jagstheim. In einem am 3. Dezember unter der Überschrift "Deutsche Kriegsschuld widerlegt" im Hohenloher Tagblatt veröffentlichten Leserbrief hatte der Rentner aus Jagstheim geschrieben: "Dank dem Allmächtigen, dass er uns in so einer schicksalsschweren Zeit einen Retter geschickt hat, für dessen Heil beinahe alle Kirchenfürsten inbrünstig gebetet haben." Nach Langers Ansicht kann mit diesem "Retter" nur Adolf Hitler gemeint sein, was der Jagstheimer auf Anfrage auch bestätigte. Frage des Gymnasiallehrers:" Verbieten unsere Strafgesetze, Hitler als Retter des deutschen Volkes und Europas zu bezeichnen?". Als Motiv für seine Anzeige nennt der 47-jährige Geschichtslehrer die Partnerschaften seiner Schule mit Schulen in Polen, Frankreich und England. "Mit allen drei Ländern ist Deutschland im Krieg gestanden", so Langer. "Wir bemühen uns um Aussöhnung und dieser Mensch schwafelt öffentlich von Hitler als Retter, das kann nicht sein."

Lehrer im Schnupperkurs
Landkreis schwäbisch Hall. Zwei Wochen lang tauschten 17 Lehrerinnen und Lehrer die Schule gegen ein Berufspraktikum. Die Schnuppertour hat sich gelohnt. Die 17 Lehrerinnen und Lehrer hatten sich ihre Praktikumsstellen in Dienstleistungsbetrieben wie im Handwerk oder der Gastronomie gesucht. Dabei sammelten sie Erfahrungen zu den grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für die künftige Berufstätigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler wichtig sind. Darüberhinaus fand ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch über die Ausbildungsreife heutiger Schulabgänger statt: Was kann die Schule tun, um jungen Menschen zu einer fundierten Berufswahl zu verhelfen. Man könne die Bedeutung solcher Praktika nicht hoch genug einschätzen, hieß es dazu im Staatlichen Schulamt von schwäbisch Hall . "Wir sind den Betrieben sehr dankbar", so Schulamtsleiter Wolfgang Pistohl, "denn in der Beratung unserer Schülerinnen und Schüler sind wir auf Erfahrungen aus erster Hand angewiesen.

Weihnachts CD erfolgreich
schwäbisch Hall. Nahezu doppelt so viele CDs wie im vergangen Jahr hofft der Alleinunterhalter Peter Zaklikowski aus Michelbach an der Bilz von seiner diesjährigen Weihnachtsproduktion absetzen zu können. Schon zur Halbzeit hat der Musiker mehr CDs als im gesamten Vorjahr selbst zu Hause auf dem CD-Brenner produziert. Aufgenommen wurden die Lieder gemeinsam mit Freunden im heimischen Studio und mit Schul- und Kindergartenkindern, insgesamt über 200 Mitwirkenden. Der gesamte Verkaufserlös geht in diesem Jahr an die Neuropädiatrie am Haller Diakoniekrankenhaus. Im letzten Jahr kamen 5300 Mark für den Haller Krebsverein zusammen. Erhältlich ist Die CD mit dem Titel "Weihnachtszeit" auf Weihnachtsmärkten in der Region und bei einigen Ladengeschäften in und rund um schwäbisch Hall.

Susanne Rudolph im Diak
Bilder und Skulpturen der Künstlerin Susanne Rudolph werden ab heute im Haller Diakonie-Krankenhaus ausgestellt. Die in Dresden geborene Künstlerin besuchte von 1961 bis 64 die Kunstakademie Stuttgart und war bis 1970 als Werklehrerin tätig. Seit 1971 ist sie als freischaffende Bildhauerin und Malerin tätig, lebt und arbeitet in ihrem Atelier in Bächlingen bei Langenburg im Jagsttal. Die Ausstellung wird um 18 Uhr im Foyer des Krankenhauses eröffnet.

Drogendealer festgenommen
Crailsheim. Zwei 20 und 21 Jahre alte Drogendealer, die gerade von einer Beschaffungsfahrt nach Holland zurückkamen, nahm die Crailsheimer Kripo am Mittwochmorgen fest. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden 80g Heroin und 1,2g Kokain sichergestellt. Das geständige Duo gab an, die Drogen in Rotterdam gekauft zu haben und in einem Darm-Kassiber über die Grenze geschmuggelt zu haben.

Verteilering zerschlagen
Crailsheim/schwäbisch Hall. Schon Ende November waren nach einer Wohnungsdurchsuchung bei einer jungen Frau in Crailsheim 20g Heroin, eine Feinwaage und leere Drogenbriefchen gefunden. Der 21jährige Freund der Frau, ein Asylbewerber aus dem Kosovo wurde verhaftet. Nach weiteren Ermittlungen wurde die Polizei auf dem Haalplatz schwäbisch Hall fündig. Drei weitere Kosovaren wurden beim Dealen ertappt, 2400 Mark Drogengeld und mehrere Handys wurden beschlagnahmt. Ein weiterer, 23jähriger Kosovo-Albaner wurde in U-Haft genommen.

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Wochenende 11.+12.12.1999

Drogendealer festgenommen
Crailsheim. Zwei 20 und 21 Jahre alte Drogendealer, die gerade von einer Beschaffungsfahrt nach Holland zurückkamen, nahm die Crailsheimer Kripo am Mittwochmorgen fest. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden 80g Heroin und 1,2g Kokain sichergestellt. Das geständige Duo gab an, die Drogen in Rotterdam gekauft zu haben und in einem Darm-Kassiber über die Grenze geschmuggelt zu haben.

Verteilering zerschlagen
Crailsheim/schwäbisch Hall. Schon Ende November waren nach einer Wohnungsdurchsuchung bei einer jungen Frau in Crailsheim 20g Heroin, eine Feinwaage und leere Drogenbriefchen gefunden. Der 21jährige Freund der Frau, ein Asylbewerber aus dem Kosovo wurde verhaftet. Nach weiteren Ermittlungen in diesem Zusammenhang wurde die Polizei auf dem Haalplatz in schwäbisch Hall fündig. Drei weitere Kosovaren wurden beim Dealen ertappt, 2400 Mark Drogengeld und mehrere Handys wurden beschlagnahmt. Ein weiterer, 23jähriger Kosovo-Albaner wurde in U-Haft genommen. Den beiden Festgenommenen Asylbewerbern wird vorgeworfen, einen regelrechten Verteilering betrieben zu haben.

Erfindung vorgestellt
schwäbisch Hall. Seine Erfindung einer zündkerzenlosen Zündung für Benzin-Motoren hat der schwäbisch Haller Tüftler Thomas Lang heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Vertreter der Steinbeis-Stiftung und der Wirtschaftsförderung des Landkreises schwäbisch Hall waren bei der Präsentation dabei und haben dem Erfinder ihre Hilfe zugesagt bei der Suche nach Industrie - und Wissenschaftskontakten. Sein Traum, so Erfinder Thomas Lang, die vollkommene Durchzündung des Gemisches, die sei glaubhaft demonstriert in Modellen, die sei verstanden worden von Leuten die sich im Motorenbau auskennen. Das Prinzp funktioniert und hat sich bewährt. Seit drei Monaten sei er selbst überzeugt: "das ist es!"

Lösung für Weihnachtsbäume
schwäbisch Hall. Nachdem die Ankündigung der Stadt schwäbisch Hall, künftig keine Weihnachtsbäume mehr an Sammelplätzen anzunehmen und zu entsorgen, heftige Reaktionen und Diskussionen in der Bevölkerung ausgelöst hat, scheint sich jetzt eine Lösung abzuzeichnen. Die Stadt selbst bleibt bei ihrer Auffassung, sie sei für die Entsorgung von Weihnachtsbäumen nicht zuständig und werde bei diesen vier- bis fünftausend Mark anfangen zu sparen. Doch die "Neue Arbeit auf dem Lande" und die "Stadtbus" werden einspringen. Stadtbus-Chef Thomas Weber reagierte auf die "Androhung" mancher Zeitgenossen , mit dem Omnibus den nadelnden Tannenbaum zu den Häckselplätzen im Teurershof oder nach Altenhausen zu fahren. Er wird am 8. Januar einen Speziellen Omnibus mit ausgebauten Sitzen auf Tour schicken und Bäume an den Bushaltestellen einsammeln. Kosten: 4 DM. Die Hälfte davon wird an den AMSEL-Hilfsverein der Multiple Sklerose Erkrankten gehen. Die "Neue Arbeit auf dem Lande", von der Stadt unterstützte Hilfsorganisation für Langzeitarbeitslose will jetzt etwas von der Unterstützung etwas zurückgegeben, wenn die Stadt nicht mehr kann: Für fünf Mark werden durch einen von der Neuen Arbeit organisierten Dienst Bäume direkt an der Haustüre abgeholt und zu den Häckselplätzen des Landkreises gefahren. Kreativität, die dieser Stadtverwaltung fehlt.

Gemeinsame Fraktion
Landkreis schwäbisch Hall. Bevor am kommenden Dienstag bei der Sitzung in der Rudolf-Then-Halle von Michelbach an der Bilz der alte Kreistag verabschiedet und der neue Kreistag in Amt und Würden gesetzt wird, steht schon eine Neuerung fest. ÖDP und GRÜNE werden eine Fraktionsgemeinschaft bilden. Die Grünen hatten dies der ÖDP schon in der letzten Wahlperiode angeboten, waren bei den beiden ÖDP-Kreisräten aber abgeblitzt. Bei der letzten Wahl wurden beide ÖDP Vertreter nicht wieder gewählt und der dafür gewählte Rainer Ertl zum Einzelkämpfer für seine Partei bestimmt. Durch die Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen bekommt die ÖDP zum einen Geld aus dem Topf des Landkreises zum andern erleichtern sich sowohl ÖDP als auch GRÜNE ihre Fraktionsarbeit. Die Zusammenarbeit zwischen dem einen ÖDP- und den vier Grünen Kreisräten ist zunächst einmal auf ein Jahr begrenzt. Danach wollen beide Parteien über eine Fortsetzung entscheiden. Die ÖDP war Anfang der 80er-Jahre als Abspaltung aus den GRÜNEN hervorgegangen.

Rathauseinweihung
Ilshofen. Die Stadt Ilshofen weiht am Wochenende offiziell ihr Rathaus ein. Nachdem die Verwaltung bereits Ende September einziehen konnte und der Gemeinderat seine ersten Sitzungen im neuen 6,4 Mio. Mark teuren Neubau hinter sich gebracht hat, ist an diesem Wochenende die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür geladen. Einen Nachteil, so Bürgermeister Roland Wurmthaler habe er am neuen Rathaus schon entdeckt. Er müsse sein Büro besser aufräumen, denn das sei in dem Glasbau von außen bestens einsehbar. Zur offiziellen Einweihungsfeier am Samstag Vormittag werden neben dem Architekten Oliver Voitl und dem Vorsitzenden des Ausschreibungs-Preisgerichtes Prof. Hans-Joachim Aminde auch Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring, Landrat Ulrich Stückle und- weil im Landratsamt auch das Notariat untergebracht ist der Vizepräsident des Heilbronner Landgerichts Dr. Werner Knoblauch erwartet. Zu besichtigen gibt es am Wochenende parallel zur Rathauseinweihung in der Ilshofener Pfarrscheuer auch eine Ausstellung mit Goldschmiedearbeiten der Künstlerin Heidrun Burke-Arnold.

Bevölkerungsmagnet
Hohenlohe Der Landkreis schwäbisch Hall wirkt wie ein Magnet auf die Menschen. Bis 2010 wird die Zahl der Einwohner um 4,9 Prozent auf 193.000 steigen, sagt die Statistik. Jeder Zweite im Kreis wird dann 40 Jahre und älter sein. Insgesamt, so die Prognose des Statistischen Landesamts in Stuttgart, nimmt die Bevölkerung in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2010 nur um 0,8 Prozent zu. Dabei weisen die Ballungsräume und der ländliche Raum aber deutlich Unterschiede auf: Stuttgart (minus 3,5 Prozent) und Mannheim (minus 3,6 Prozent) werden deutlich an Bevölkerung verlieren, das flache Land aber legt zu. Die Region Franken-Hohenlohe liegt dabei landesweit an der Spitze: Der Hohenlohekreis wird ein Plus plus von 5,7 Prozent aufweisen, der Landkreis Hall 4,9 Prozent mehr und der Landkreis Heilbronn 5,6 Prozent. Zuwachs auch im Main-Tauber-Kreis, mit 1,5 Prozent immer noch über dem Landesdurchschnitt. Der benachbarte Rems-Murr-Kreis wird auf dem 16. Platz (plus 1,7 Prozent) geführt, der Ostalbkreis aber bleibt bei einem Zuwachs von 0,6 Prozent unter dem Landesschnitt.

Wiederbelebung
Landkreis Schwäbisch Hall. Auf der Markung des Landkreises schwäbisch Hall wird es bald einen neuen Haltepunkt für Züge geben. An der Strecke Heilbronn Schwäbisch Hall wird der alte Kupferzeller Bahnhof, der ins Freilandmuseum von Wackershofen versetzt wurde wieder in Betrieb genommen. Der "Nahverkehr Baden-Württemberg NVBW", im Land auch für die kleinen Bahnhöfe, bzw. Haltepunkte für den ausschließlichen Nahverkehr zuständig, ist auch in Überlegungen, bereits stillgelegte Bahnhöfe wiederzubeleben. Für die NVBW kommt nach dem Haltepunkt in Wackershofen als erstes der Bahnhof des Haller Teilortes Sulzdorf in Betracht. Denkbar wäre auch eine Wiederbelebung des Bahnhofes von Satteldorf bei Crailsheim. Um dort aber genügend Frequenz zu erreichen müssten die Schülerverkehre aus Richtung Schrozberg vom Bus auf die Bahn verlegt werden. Vom Satteldorfer Bahnhof wäre dann der Weg zu den Schulzentren sogar kürzer als vom Crailsheimer Bahnhof aus. Dafür müsste dann dennoch wieder ein Bus-Shuttle-Verkehr eingerichtet werden.

Hohenlohes höchster Markt
Waldenburg. Hohenlohes höchster Weihnachtsmarkt öffnet an diesem Wochenende in Waldenburg seine Pforten. Eröffnet wird der vorwiegend von heimischen Händlern und Vereinen beschickte Advents- und Weihnachtsmarkt von Bürgermeister Roland Weinschenk und dem Gewerbevereinsvorsitzenden Karlheinz Rogge. An beiden Tagen kommt übrigens der Weihnachtsmann auf den Markt, jeweils um 14 und um 16 Uhr. Außerdem gibt es für Kinder ein Nostalgie-Karussell. Rund um den Markt gestalten verschiedene Gruppen vom kirchlichen Posaunenchor bis zum Sax-o-Sax Saxofon-Ensemble auch ein musikalisches Unterhaltungsprogramm.

"Landleben live" landesweit
Hohebuch. Erstmals gab es im vergangenen Sommer als Angebot der Evangelischen Bauernakademie Hohebuch bei Waldenburg den sogenannten Pilotversuch "Landleben live". Schüler und Schülerinnen aus städtischen Bereichen hatten die Möglichkeit jeweils 14 Tage lang praktische Arbeits- und Lebenserfahrungen auf Bauernhöfen in Hohenlohe zu sammeln. 18 Schüler und Schülerinnen nutzten diese Gelegenheit und berichteten anschließend sehr positiv über den völlig anderen Blickwinkel, den sie aufs Leben bekommen hätten. "Landleben live" soll im kommenden Jahr als Projekt landesweit angeboten werden. Bildungsreferentin Veronika Grossenbacher warb deshalb bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Evangelischen Bauernwerkes dafür, in allen Landkreisen Bauernfamilien zu motivieren, 14 Tage ein Stadtkind bei sich aufzunehmen und am ganz normalen Alltag teilhaben zu lassen.

Begegnungszentrum entsteht
Künzelsau. Im Gebäude Nr 9 am Schlossplatz von Künzelsau, in dem viele Jahre lang die Polizei residierte, wird ein Begegnungszentrum für Behinderte und nichtbehinderte Menschen entstehen. Die Idee zu diesem Plan hatten die neuen Eigentümer des Gebäudes, das Unternehmer-Ehepaar Carmen und Reinhold Würth. Betreut werden wird das Zentrum mit Akademie, Werkstatt, Terrasse und betreuten Wohnungen von der Beschützenden Werkstatt Heilbronn. Wieviele Plätze für Behinderte es letztendlich geben wird, ist noch unklar. Das wird von der Schwere der Behinderung bei den Bewohnern und von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Betreuer abhängen. Gezeigt werden soll mit dem Zentrum, dass auch Behinderte ihren Lebensalltag zum großen teil selbst gestalten können. Baubeginn für den Umbau des Gebäudes wird voraussichtlich im Februar nächsten Jahres sein

Neuer Steg mit einem Dach
Gaildorf. Der neue Gaildorfer Kochersteg wird ein mit Biberschwanz-Ziegel gedecktes Dach erhalten und in Fachwerkbauweise gebaut, so der Gemeinderatsbeschluss diese Woche, nachdem dem Rat verschiedene Möglichkeiten vorgestellt worden waren. Zur Alternative standen noch ein Steg mit und ohne Dach in Leimbinderausführung und eine Stahlkonstruktion ohne Dach. Die Kosten für den neuen Steg bei der Gaildorfer Sporthalle werden etwa 230.000 betragen, Die Graf-Pückler-Stiftung hatte zudem angeboten, das für den Bau erforderliche Stammholz zu stiften. Dieses Angebot nahm der Rat dankend an, was die Kosten etwa um 24000 Mark reduziert. Ein neuer Steg über den Kocher ist erforderlich, da eine Untersuchung des bestehende Steg gezeigt hatte, dass er keine ausreichende Tragfähigkeit mehr besitzt.

Kran umgestürzt
Fornsbach. Ein Tonnen schwerer Kran ist aus bislang unbekannter Ursache gestern früh im Fornsbacher Kurhausweg beim Umladen eines Bauschutt- Containers ist aus dem Gleichgewicht geraten und umgefallen. Der zirka 20 Meter lange und 38 Tonnen schwere Autokran kippte nach vorne und beschädigte beim Sturz einen geparkten LKW, einen PKW, eine Straßenlaterne und mehrere Bäume. Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 100.000 Mark. Zur Bergung des Kranes mussten gestern Nachmittag dann zwei weitere Kräne eingesetzt werden.

Fünf Schwerverletzte
Schrozberg. Fünf Schwerverletzte und einen Leichtverletzten forderte ein Verkehrsunfall am Freitagmorgen auf der L 1001 bei Schrozberg. Vier Notärzte und ein Rettungshubschrauber waren zur Versorgung der Verletzten im Einsatz. Ein 20jähriger Fahrer hatte ein nahezu gleich schnelles Fahrzeug überholen wollen und war während des Vorganges frontal mit einem entgegenkommenden Kleinbus zusammengeprallt. Das überholte Fahrzeug kam durchs Bremsen ebenfalls ins Schleudern und prallte mit einem vierten Fahrzeug zusammen. An allen Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

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Montag 13.12.1999

Führungswechsel
Rot am See. Ein Generationswechsel fand bei der jüngsten Versammlung des Bundes der Selbständigen im Landkreis Schwäbisch Hall statt. Wie im Frühsommer bereits angekündigt und durch viele Gespräche vorbereitet übernahm der Ilshofener Hotelier Walter Fröber (48) den Kreisvorsitz des BdS vom Gerabronner Verleger Rolf Wankmüller (70). Mit Rolf Wankmüller schieden auch weitere langjährige Vorstandsmitglieder aus Altersgründen aus. Fritz Pröger, der 35 Jahre die Kasse der Vereinigung geführt hatte, wurde mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Zum BdS Kreisverband schwäbisch Hall gehören 17 Ortsvereine mit über 1000 Mitgliedern

Kartenverkauf beginnt
schwäbisch Hall. Vierzehn Tage nach den Burgfestspielen von Jagsthausen beginnen heute die Haller Freilichtspiele mit ihrem Kartenvorverkauf für die Spielzeit des nächsten Jahres. Für die Haller eine besondere Spielzeit. Sie begehen das Jubiläum ihres 75jährigen Bestehens. Dazu in Betrieb genommen wird auch eine neue Spielstätte, die mit Spenden finanziert und freiwilligen Leistungen heimischer Firmen finanziert wird: das sogenannte Globe-Theater. Ein frei empfundener Nachbau des alten Shakespearschen Theaters aus dem mittelalterlichen London. Dort startet die Spielzeit am 27. Mai mit Shakespeares "Sommernachtstraum". Shakespeare gibt es auch auf der Großen Treppe vor St. Michael. Premiere dort ist am 16. Juni mit "König Lear". Als Reminiszenz an die Vergangenheit bieten die Freilichtspiele eine Neuinszenierung des Hoffmannsthalschen "Jedermann". Premiere ist am 21. Juni 2000 und als Wiederaufnahme des vergangenen Jahres wird das Musical "Cyrano" wiederkommen. Erste Aufführung ist am 26. Juli 2000. Das Kindertheater bietet im Jubiläumsjahr ebenfalls eine Neuinszenierung. Auf der Kleinen Treppe in Halls Gelbinger Gasse wird "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" für Kinder ab sechs Jahren in Szene gesetzt.

Vom Kämmerer zum Bürgermeister
Eckartshausen/Eigeltingen. Der aus Ilshofen-Eckartshausen stammende Ralf Bendl ist neuer Bürgermeister der Flächengemeinde Eigeltingen im Landkreis Konstanz. Nach dem Abitur am schwäbisch Haller Gymnasium St. Michael und Lehrjahren auf den Rathaus Ilshofen und im Haller Landratsamt hatte der junge Hohenloher die Fachhochschule Ludwigsburg im Herbst 86 als Diplom-Verwaltungsfachwirt verlassen. 13 Jahre lang war er Finanzfachbeamter in Eigeltingen gewesen, bis er im Sommer diesen Jahres in eine Nachbargemeinde als Kämmerer gewechselt war. Damals war noch nicht abzusehen, dass Eigeltingens Altbürgermeister aus Gesundheitsgründen zum Jahresende schon aufhören würde. Ralf Bändl hatte sich kurz vor Bewerbungsschluss beworben und in einem kurzen intensiven Wahlkampf alle Konkurrenten aus dem Feld geschlagen. Mit 52,5 Prozent wurde Ralf Bändl in Eigeltingen im ersten Wahlgang gewählt.

Mageres Ergebnis
Crailsheim. Nach 217.000 Mark Gewinn im Jahr zuvor konnte die Crailsheimer städtische Bau- und Entwicklungsgesellschaft CBE im vergangenen Geschäftsjahr nur mit mageren 5300 Mark Gewinn abschließen. Statt geplanter 40 wurden nur 26 Wohnungen in den ehemaligen Wohnblocks amerikanischer Soldaten verkauft, die seit etwa vier Jahren von der CBE vermarktet werden. Weitere 31 Wohnungen standen in diesem Jahr zum Verkauf. Grund für den Gewinnrückgang waren Probleme mit dem Boden-Parkett, das in diesen Wohnungen verlegt war. Proben hatten ergeben, daß die Amerikaner einst Klebstoffe verwendeten, die polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe PAK ausdünsteten. Die Sanierung der Parkettböden kostete einen erheblichen Teil des Gewinnes und ließ überdies das Interesse an den ansonsten recht preisgünstigen Wohnungen im Crailsheimer Westen sinken.

Halbe Million teurer
schwäbisch Hall. Rund eine halbe Millionen teurer wird der Ausbau der Aula des Schulzentrums Ost in schwäbisch Hall. Die Halle soll so ausgebaut werden, dass sie nicht nur von den drei Schulen des Schulzentrums genutzt werden können, sondern auch von der Öffentlichkeit für Konzerte und Vorträge und andere Versammlungen. Die Stadt lässt daher die Bühnentechnik und die Akustik der Aula verbessern. Trotz dieser Verteuerung bleiben die Kosten für alle Schulerweiterungen, die schwäbisch Hall in diesem Jahr realisiert hat mit 25,9 Mio Mark deutlich unter den im 99er Etat vorgesehenen Kosten von rund 26,2 Mark. Darüber sowie über den Stand der Ausbauplanungen für die Ortsumgehungen Weilervorstadt und Gelbingen im Zuge der Bundesstraße 19 informiert die Haller Stadtverwaltung heute Abend den Bauausschuss des Gemeinderates. Die Sitzung noch mit den Räten der alten Legislaturperiode beginnt heute Abend um 18 Uhr. Die neuen Gemeinderäte werden am kommenden Mittwoch in ihr Amt eingeführt. Dann erst werden auch die Ausschüsse neu besetzt.

Weitere Gemeinde online
Fichtenau. Im Rathaus von Wildenstein präsentiert die Gemeinde Fichtenau heute Abend ab 19 Uhr ihren Auftritt im weltweiten Internet. Auf einem Großbildschirm kann die Öffentlichkeit die ersten Surf-Versuche von Bürgermeister Dieter Wolf und dem Präsentationsteam miterleben. Unter dem Titel "Reif für die Grüne Insel" wirbt die Gemeinde für ihren Status als Erholungsort, präsentiert übersichtlich und klar die Daten und Fakten der Gemeinde, gibt eine Überblick über das umfangreiche und für eine Gemeinde dieser Größenordnung ungewöhnliche Kulturprogramm und bietet über eine Linkseite auch Zugang zur großen weiten Welt. Zu finden ist Fichtenau unter seinem Namen www.fichtenau.de im Internet. Den hatte zum Glück noch niemand für sich beansprucht.

Mundart ist Kult
Bartenstein. Mundart-Musik ist Kult, vor allem wenn's einem vom Aussterben bedrohten Dialekt wie dem Hohenlohischen gilt, der immer mehr vom "fremdländischen schwäbisch" der württembergischen "Besatzer" bedrängt wird. Neben der Band "Ann weech" gehören zu den Musikern mit Kultstatus sicherlich die Mundart-Barden Jokhurt, Paulaner und Mannequin, alias Kurt Rösch, Paul Grönsfelder und Manfred Schaffarzyk. Sie singen in ihren Mundartliedern über skurrile und alltägliche Begebenheiten im "Bauernland Hohenlohe". Hitverdächtig auf der rechtzeitig zum Fest erschienenen neuen CD des Trios das Loblied auf die bäuerliche Lagerhausgesellschaft:"Wo geids fier alles noch Gredit, an guade waache Fenschderkitt, Epfel, Biere, kischdeweis, Giefd und Falle geched Meis..." Die neue CD ist überall in Hohenlohe, insbesondere aber im Raum Crailsheim in einschlägigen Kneipen und Läden, auch bei der Lagerhausgesellschaft erhältlich.

Deutschlandtour
schwäbisch Hall. Ihre Deutschlandtour zum Debüt-Album wird die Haller Rockband "Stone the Crow" am 15. Januar in der Steinbacher Max-Kade-Halle starten. Außer den Songs des Albums Daylight wird es auch erste neue Songs geben, die für ein zweites Album geplant sind. Die Tour wird die Band in 26 Auftritten quer durch Deutschland führen. Das letzte Konzert wird wieder im Süden der Republik stattfinden., Ende Februar in der Röhre in Stuttgart.

Falsch abgebogen
Öhringen. Einmal abbiegen: macht 100.000 Mark. Gleich drei Autofahrer waren sich am Samstagabend auf der Landesstraße 1088 nicht einig, wer nun vor wem abbiegen dürfe und wer vorbeigelassen werden sollte. Folge der Uneinigkeit über die Auslegung der Verkehrsregeln: drei beschädigte Fahrzeuge der gehobenen Kategorie. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 100.000 Mark. Personen wurden nicht verletzt.

Kleiderdiebe
Künzelsau. Zunächst lediglich einen jungen Mann als Ladendieb hielten Beschäftigte eines Künzelsauer Textilgeschäftes bis zum Eintreffen der Polizei fest. Doch schnell stellte sich heraus, dass seine Frau als Komplizin in einem Auto wartete. Als das Auto durchsucht wurde, fanden die Polizisten weitere gestohlene Kleidungsstücke und Werkzeug zum Entfernen der Warensicherungen. Die Polizei ließ auch eine Wohnungsdurchsuchung des Paares veranlassen, die von Kollegen der Ansbacher Polizei vorgenommen wurde. Dabei wurden in der Wohnung des aus Rumänien stammenden Paares nahe Ansbach weitere 130 gestohlene Kleidungsstücke im Wert von etwa 5000 Mark sichergestellt. Das Paar st teilweise geständig.

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Dienstag 14.12.1999

Wenig Resonanz
Crailsheim. Das erweiterte Angebote des schwäbisch Haller Jugendamtes, Öffnungszeiten für Beratung auch in der Crailsheimer Außenstelle des Landratsamtes anzubieten, wird wenig angenommen. Zum einen bieten die Abteilungen "Wirtschaftliche Jugendhilfe" und die "Unterhaltsvorschusskasse" feste Sprechstunden an. Aber auch die "Psychologische Beratungsstelle ist nach Terminabsprache in Crailsheim erreichbar, was vielen Kreisbewohnern eine lange Fahrt nach schwäbisch Hall ersparen könnte. Doch das Kreisjugendamt fürchtet, dass dieses nun seit einem Jahr bestehende erweiterte Angebote wieder gestrichen wird, wenn es künftig nicht besser genutzt wird.

4000 Stromkunden
schwäbisch Hall. Obwohl der Öko-Strom, den Greenpeace anbietet, mit 35 Pfennigen pro Kilowattstunde nicht der billigste ist, haben sich schon 4000 Stromkunden registrieren lassen. Doch erst mit der vor wenigen tagen unterzeichneten Verbändevereinbarung wird es möglich werden, die Durchleitung überall zu den selben Bedingungen zu erreichen. Gültig ist die Vereinbarung ab dem 1. Januar 2000. Die Stadtwerke schwäbisch Hall als Partner von Greenpeace werden diesen Strom bundesweit liefern, Haller Strom wird zu 50 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplung, zu 49 Prozent aus regenerativen Energien wie Wasser, Wind und künftig auch Biomasse) und zu einem Prozent aus Solarenergie erzeugt. Zu den Kunden des über die Stadtwerke schwäbisch Hall abgerechneten Greenpeace-Stromes gehören vor allem Umweltschützer, aber auch Anwaltsbüros und Arztpraxen, die mit ihren eigenen Leistungen ja nicht werben dürfen. Sie setzen jetzt die Verwendung von Greenpeace-Strom zu Werbezwecken ein.

Abfuhr für "Pro B14"
Backnang. Die Initiative Pro B14 erhielt jetzt eine Abfuhr von der Politik. Es wird einen Ausbau der B14 zwischen Backnang und schwäbisch Hall in absehbarer Zeit nicht geben. Dafür ist kein Geld vorhanden. Allein in Baden-Württemberg beläuft sich die Summe der aktuellen Straßenbaustellen auf 1,4 Milliarden Mark. Planfestgestellt sind Straßenpläne für weitere zwei Milliarden. Dazu gehört auch das planfestgestellte Teilstück der B14 zwischen Nellmersbach und Backnang. Vom Bund aber kamen für diese Projekte überhaupt nur 272 Millionen Mark. Und der neueste Investitionsplan für Bundesstraßen, so klagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Ulrich Müller bei einem Besuch in Backnang, wurde vom Bund nicht einmal mit dem Land abgestimmt. Seine Forderung: Gelder aus der Mineralölsteuer sollten künftig zumindest zum Teil zweckgebunden für den Straßenbau Verwendung finden.

Jagsttäler Obst
Hohenlohe. Was die Fördergemeinschaft Streuobstbau im Landkreis Hall mit ihrer "Grünspecht"-Marke bereits erfolgreich vorgemacht hat, wird nun auch im Hohenlohekreis kommen: die Vermarktung von Streuobst als Öko-Saft. Unterstützt werden die Jagsttäler Streuobstbauern bei ihrem Vorhaben, das im nächsten Jahr starten soll, von der universitären Projektgruppe Kulturlandschaft Hohenlohe, die mit ihrem Projektbüro in Berlichingen residiert. 127 Erzeuger von ökologischem Streuobst aus dem Bereich der Bezugs- und Absatzgenossenschaften Dörzbach und Langenburg, sowie der Ingelfinger HOBAG haben ihr Interesse bekundet, sich an dem Projekt zu beteiligen. Ihre diesjährige Erntemenge lang bei rund 1150 Tonnen. Die Gründungsversammlung soll Ende Januar, Anfang Februar stattfinden.

Ackerbau ohne Pflug
Öhringen. Ackerbau geht auch ohne Pflug. So Referent Kurt Schrödel vom Hofgut Ludwigsruhe, der morgen Abend beim Arbeitskreis Bodenproduktion im Amt für Landwirtschaft über seine langjährigen Erfahrungen im Ackerbau sprechen wird. U. a. stellt er dabei auch kostengünstige Pflanzenschutz und Düngestrategien vor. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in der Fachschule für Landwirtschaft in Öhringen.

Haushalt verabschiedet
Rot am See. Als erste Gemeinde im Landkreis schwäbisch Hall hat Rot am See gestern Abend den Etat für das nächste Jahr verabschiedet. Der Gemeinderat beschloss einen Gemeindehaushalt mit einem Volumen von knapp 22 Mio Mark. 15 Mio muß die Gemeinde für laufende Ausgaben aufwenden, rund sieben Millionen Mark sind im Vermögenshaushalt für den Schuldendienst und Investitionen vorgesehen. So will die Gemeinde im kommenden Jahr mit 2,5 Mio Mark eine erste Rate für eine neue Halle finanzieren sowie 1,6 Mio Mark für Erschließungs- und Sanierungsarbeiten ausgeben. Zur Finanzierung muss Rot am See allerdings auch rund 1,1 Millionen Mark neue Kredite aufnehmen. Der Schuldenstand pro Einwohner wird dadurch auf rund 1340 Mark ansteigen.

FDP für Grünes Zentrum
Boxberg. FDP-Delegierte der Landkreise schwäbisch Hall, Hohenlohe, Main-Tauber, Heilbronn Stadt und Land trafen sich a, Wochenende zum Bezirksparteitag der Partei im Sitzungssaal der Gemeinde Boxberg. Wichtigster Tagesordnungspunkt war der Beschluss zum "Grünen Zentrum" Boxberg. Dr. Friedrich Bullinger aus Rot am See referierte die unendliche Geschichte des "Grünen Zentrums" Boxberg. Das Land Baden-Württemberg habe für den Verkauf der landwirtschaftlichen Fläche 12,3 Millionen Mark erhalten und wäre somit in der Lage, das "Grüne Zentrum" in Boxberg mit einem geschätzten Gesamtvolumen von etwa 20 Millionen endlich zu finanzieren. Der FDP-Landtagsfraktion, so Bullinger, liege die Zusage vor, dass das Land für eine endgültige Finanzierung des Grünen Zentrums auch die in Landesbesitz befindlichen Domänen veräußern könnte. Der Staat müsse nicht als Landwirt tätig sein, sondern dafür Sorge tragen, dass leistungsfähige Untersuchungs- und Forschungsanstalten zur Verfügung stünden. Die FDP/DVP-Landtagsfraktion wird sich bei den bevorstehenden Beratungen des Landeshaushalts 2000/2001 im Landtag für eine gesicherte Finanzierung des "Grünen Zentrum" in Boxberg einzusetzen und für eine baldige Verlegung der Landesanstalt für Schweinezucht von Rheinstetten/Forchheim nach Boxberg Sorge tragen.

Tagesmütter-Verein gegründet
Öhringen. Mit 20 Gründungsmitgliedern ging am vergangenen Wochenende die Gründung eines Tagesmüttervereins für den Hohenlohekreis über die Bühne. Ein ähnlicher Verein arbeitet bereits in schwäbisch Hall, der gemeinsam mit dem LandFrauenService der ländlichen Akademie Kupferzell bereits mehrere Kurse zur Qualifizierung von Tagesmüttern veranstaltete. Verzögert worden war die Hohenloher Gründung mangels Finanzierung eines solchen Vereins durch den Landkreis. Nachdem die Haushaltslage wieder besser aussieht, hat das Sozialreferat des Hohenlohekreises eine jährliche Unterstützung von 20.000 Mark für den Verein zugesichert. Erste Vorsitzende des Hohenloher Tagesmüttervereines ist die Kreisrätin und Vorsitzende des Landfrauenvereines Renate Heinrich.

Kultursommer-Gutscheine
Künzelsau. Der Hohenloher Kultursommer hat sein Programm für das Jahr 2000 fertiggestellt. Zu einzelnen Konzerten können schon jetzt im Vorverkauf Gutscheine erworben werden, so die Geschäftsstelle der Hohenloher Kulturstiftung in ihrer Weihnachts-Pressemitteilung. Zudem bietet die Stiftung klassische Musik von Burgen und Schlössern Hohenlohes auch auf CD an. Zum einen eine Happy-Birthday-CD mit virtuosen klassischen Werken gespielt vom Concertino Ensemble, zum andern den Titel "Harmoniemusik" mit Werken fürstlicher Hofkapellmeister an Hohenloher Schlössern. Der Hohenloher Kultursommer 2000 beginnt am 1. Juni und wird bis zum 24. September dauern. Neu unter den Spielorten ist dabei die große Comburg in schwäbisch Hall-Steinbach, wo es am 11. Juni ein Konzert mit dem Hilliard Ensemble geben wird, vier aus Großbritannien stammenden Sängern, die ein klangvolles A-Capella-Repertoire alter und neuer Kirchenmusik bieten.

Rentner-Abzocker
Landkreis schwäbisch Hall. Verschiedene Rentner im Landkreis schwäbisch Hall erhielten in den vergangenen Wochen sogenannte Gewinnbenachrichtigungen. Die Gewinne, ein Fernseher, ein Gefrierschrank oder ein Trekkingrad hätten nicht zugestellt werden können. Dies werde man jetzt bei einer Einladung nachholen. Die angekündigte Sonderfahrt entpuppte sich aber als nichts anderes als eine Fahrt nach Bayern zu einer Verkaufsveranstaltung, bei der die Rentner abgezockt werden sollten. Einige Rentner aus dem Landkreis Hall haben Anzeige erstattet. Der Wirtschaftskontrolldienst ermittelt jetzt.

Jugendarbeit gefestigt
Rot am See. Rot am See und Wallhausen sowie die Stadt Kirchberg an der Jagst, die drei Gemeinden im Gemeindeverwaltungsverband Brettach-Jagst haben vor rund drei Jahren die Bedeutung der Jugendarbeit erkannt und versuchsweise einen gemeinsamen Jugendbetreuer eingestellt. Unabhängig von Einschätzungen der Ergebnisse der bisherigen Arbeit hat sich deutlich die Notwendigkeit von intensiver Betreuung der Jugendlichen bestätigt. Der Gemeindeverwaltungsverband wird deshalb, ohne die Ausgestaltung künftiger Jugendarbeit im Detail festzulegen, die Jugendarbeit in seiner Verbandssatzung festschreiben. Ein entsprechender Antrag liegt zur nächsten Verbandsversammlung vor, die am 21. Dezember im Rathaus von Rot am See stattfinden wird.

Defizit bei Müll
Hohenlohe. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises wird im kommenden Jahr mit rund 11,9 Millionen Mark ausgeben. An Einnahmen stehen rund 1,35 Millionen Mark Gebühren von Anlieferern im Etat-Entwurf, sowie 8,9 Millionen Gebühren aus Haus- und Gewerbemüll. Insgesamt errechnet sich daraus ein Defizit von 477.000 Mark. Dazu addieren sich weitere zwei Millionen Mark Verluste aus dem laufenden Jahr. Der Planansatz des Jahres 2000 ist geprägt von einer zehnprozentigen Anhebung der Gebühren für Haus- und Gewerbemüll. Ohne diese Anhebung würde das Defizit wesentlich größer ausfallen. Der Hohenlohekreis entsorgt seinen Müll im benachbarten Landkreis schwäbisch Hall und hat seine eigene Deponie stillgelegt.

Richtfest
Mulfingen. Rund 8,7 Mio Mark wird das Bauwerk kosten, dessen Richtfest die Gemeinde Mulfingen jetzt feierte: die neue Turnhalle. Das größte Bauwerk, das die Jagsttalgemeinde Mulfingen bislang realisiert hat. Die Entscheidung für den Hallenbau war im November 1997 gefallen. Realisiert werden konnte der aus fünf Entwürfen ausgewählte im nicht ganz einfachen Hanggelände nur durch den Bau einer sieben Meter hohen und 60 Meter langen Bohrpfahlwand, die der Halle "den Rücken frei" hält. Nach deren Fertigstellung wurde mit den Aushubarbeiten für die Halle begonnen worden, so der Architekt beim Richtfest über den weiteren Bauverlauf. Die Betonarbeiten wurden gekrönt vom Einbau eines 37 Tonnen schweren und 45 Meter langen Stahlträgers, der über die Längsseiten gespannt wurde. Der Zimmermann, der den traditionelle Richtspruch hielt, war rund vier Wochen auf der Baustelle tätig gewesen.

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Mittwoch 15.12.1999

Hohenlohelive neu
schwäbisch Hall. Die Veränderungen sind nicht gravierend. Aber treue Leser unserer täglichen Nachrichten aus Hohenlohe werden die Veränderungen schnell bemerken. Das Angebot vor allem im Service- Bereich des Internet-Angebotes von Kreiskurier und Haller Tagblatt wurde erheblich erweitert. Endlich gibt es, wie vielfach gewünscht, den Minimarkt auch online. Veranstaltungen sind nicht mehr nur im Tageskalender zu finden sondern auch nach Stichworten in Rubriken. Und: Hohenlohelive.com zeigt künftig mehr Bilder und, wie der eine oder andere sicher schon feststellen konnte, ergänzt Texte ab und an auch durch Audio-Angebote.

Autofahrer tot
Rosengarten-Tullau. Unklar ist, ob der Tod eines Autofahrers Folge seines Unfalls oder ob der Unfall Folge seines Todes war. Gegen 9.20 Uhr jedenfalls wurde sein Auto nahe des Eisenbahnviaduktes gefunden. Das Fahrzeug war eine 5 Meter tiefe Böschung hinunter gefahren. Weder Rettungssanitäter noch Notarzt konnten dem leblosen 75jährigen hinterm Steuer noch helfen. Er hatte einen Herzinfarkt erlitten.

Geharnischter Brief
schwäbisch Hall. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Werner Müller outen sich die Stadtwerke schwäbisch Hall als dasjenige Unternehmen, das die Klage bei der EU gegen die Bundesrepublik wegen wettbewerbverfälschender Beihilfen initiiert hat. Zahlreiche andere Stadtwerke sind der Klage beigetreten. Sie wehren sich gegen die steuerfreie Rückstellung, die großen Verbundunternehmen mit Kernenergieanlagen gewährt wird. Zudem verwahren sich die Stadtwerke gegen den Ausspruch Müllers, er weigere sich "Pennerprämien" für ineffektive Kraft-Wärme-Kopplung einzuführen. Um seine eigenen Worte zu benutzen müsse wohl eher die Rückstellung als "Pennerprämie" bezeichnet werden. Denn wer die Erträge aus den angesammelten Rückstellungen dazu verwende, um Strompreise unter den Kostendeckungsgrad zu drücken, der verschleiere mit staatlicher Hilfe, dass er Entwicklungen in moderner Stromerzeugung und Energieausnutzung verpennt habe. Die Stadtwerke, so Geschäftsführer Johannes van Bergen, fordern den Bundeswirtschaftsminister auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, die unverantwortlichen Steuersubventionen aufzugeben und die Betreiber von Kernkraftwerken anderen Stromerzeugern steuerlich gleichzustellen oder auf andere Weise gleiche Wettbewerbschancen herzustellen.

Döring spendet
schwäbisch Hall. Honorare, die der baden-württembergische Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring für Auftritte bei Firmenveranstaltungen erhält, sammelt der Minister übers Jahr und spendet sie dann am Jahresende für gemeinnützige Zwecke. In diesem Jahr erhielt der Förderverein mittelalterlicher Kirchen Geld vom Minister. 10.000 Mark konnte der Vorsitzende des Vereines Bauunternehmer Heinz Scheib entgegennehmen. Das Geld fließt in die neugegründete Stiftung des Fördervereins.

Erste Vorstellung ausgebucht
schwäbisch Hall. Eine Vorstellung der Freilichtspiele schwäbisch Hall im 75sten Jahr ihres Bestehens ist nach dem ersten Tag des Kartenvorverkaufes bereits ausgebucht. Das Interesse des Publikums galt vorwiegend der Neuinszenierung des Jedermann und dem Globe-Theater, das die Freilichtspiele zum Jubiläum als neue Spielstätte bekommen. Dort auch gibt es für die Vorstellung des Sommernachtstraumes von William Shakespeare am 28. Juni bereits keine Karten mehr.

Neuenstein wächst
Neuenstein. Die Stadt Neuenstein will in den kommenden Jahren rasant wachsen. Ein neues Baugebiet soll Wohnraum für rund 4000 Neubürger bereitstellen. Eine von einem Stuttgarter Planungsbüro erstellte städtebauliche Konzeption wurde gestern dem Gemeinderat präsentiert. Auf rund 17 Hektar sollen auf einem nach Südwesten orientierten Hang in den Planungsgebieten Riedweg I und II etwa 840 Wohneinheiten entstehen. Im rund 9,7 Hektar großen, weiter nördlichen gelegenen Gebiet Friedrichsruher Straße können weitere 470 Wohneinheiten gebaut werden, insgesamt rund 1400 Wohnungen. Geplant sind bereits auch die entsprechenden Einrichtungen der Infrastruktur, ein Kindergarten und ein Versorgungszentrum.

Ausgezeichnet
Gaildorf. Bundeswehr-Hauptmann Jan-Peter Fiolka aus Gaildorf das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber verliehen. Das Ehrenkreuz ist die höchste Auszeichnung, die der Verteidigungsminister vergeben kann. Es wird nur an besonders herausragende Soldaten verliehen. Hauptmann und Diplom-Ingenieur Fiolka ist als Führer einer Luftlandegruppe und in der Offiziersanwärter-Ausbildung als Dozent tätig. Fiolka half im Bürgerkrieg in Albanien deutschen Staatsbürgern bei der Evakuierung, hielt sich 1998 als UN-Beobachter in Ruanda auf, war in der Vorausabteilung im Kosovo und im Vorkommando in Ost-Timor. Übergeben wurde die Auszeichnung an der Fernmeldeschule des Heeres in Feldafing am Starnberger See.

AWO wird geehrt
schwäbisch Hallú"Gut, dass es die AWO gibt" lautet denn auch der Titel einer Ausstellung, die morgen im Foyer des Landratsamtes in schwäbisch Hall eröffnet wird. Geehrt wird damit der Haller Ortsverein der AWO, der seit 75 Jahren besteht. Einst zum Zweck der Wohlfahrtsfürsorge gegründet zählt die AWO heute mit zu den wichtigsten Trägern des Sozialsystems. Gezeigt werden mit Begleittexten versehene Fotografien und Dokumente aus der wechselhaften Geschichte der schwäbisch Haller Arbeiterwohlfahrt. Da die Ausstellung sich nicht auf historische Dokumente und Fotografien beschränkt, sondern im Kontrast auch aktuelle Aufgaben der AWO präsentiert, wird durch sie auch ein Eindruck über den Wandel von der Wohlfahrtsfürsorge hin zur modernen Sozialpolitik vermittelt. Die Ausstellung wird bis einschließlich 7. Januar im Foyer des Haller Landratsamtes zu sehen sein. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr.

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Donnerstag 16.12.1999

OB beugt sich Bürgerwillen
schwäbisch Hall. Dürftige Kommunikationsbereitschaft, keine Sensibilität gegenüber den Bürgern und absolut mangelhafte Informationspolitik: dies mussten sich die schwäbisch Haller Stadtmanager ein weiteres Mal von ihren Gemeinderäten vorhalten lassen. Ursache diesmal: die Zehn-Zeilen-Meldung in der Zeitung, mit der die Verwaltung angekündigt hatte, ausgediente Christbäume nicht mehr abzuholen. Damit hatte die Verwaltung einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Er sei selten so oft beschimpft worden, so ein Gemeinderat, und er habe nicht länger Lust, den Kopf für Fehler der Verwaltung hinzuhalten. Mit solch läppischen 5000-Mark-Spar-Aktionen verliere die Verwaltung das Vertrauen von Bürgern, Gruppen und Vereinen, dass in dieser Stadt die Kompetenz vorhanden sei, verantwortungsvoll und durchdacht zu sparen. OB Hermann-Josef Pelgrim beugte sich dem Bürgerwillen zog seine Entscheidung zurück und sagte die weitere Einsammlung der ausgedienten Nadelbäume zu.

Zehn Jahre Öko-Beratung
schwäbisch Hall. Als einer der ersten landwirtschaftlichen Beratungsdienste im Land startete 1989 der Beratungsdienst ökologischer Landbau in Hohenlohe. Zunächst beim Crailsheimer , später beim Haller Landwirtschaftsamt angesiedelt, ging der Dienst mit 32 Landwirten an die Arbeit. Heute werden von Hall aus 255 Landwirte beraten, die nach den biologische-dynamischen Prinzipien wirtschaften. Neben Fachberatungen zu Viehbestand, Stalltechnik, Fruchtfolge, Düngung und Vermarktung laufen sei 1994 auch Feldversuche in Zusammenarbeit mit Universitäten und der Landesanstalt für Pflanzenbau, etwa beim Getreide- oder Kartoffelanbau. In den vergangenen zehn Jahren entwickelte sich ein professionelles Beratungsmodell, das die Zusammenarbeit der Landwirte gestärkt und den vielen Neuanfängern im Bio-Bereich eine fundierte Basis für ihre Zukunft gegeben hat.

Haushalt 2000
Künzelsau. Die Stadt Künzelsau wird auch im Jahr 2000 keine neuen Schulden machen. Im 9. Jahr in Folge wird die Stadt ihren Etat ohne Kredite finanzieren können. Das dem Gemeinderat in seiner letzten Sitzung dieses Jahres vorgelegte Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von 76 Mio Mark, wobei die Stadt Künzelsau rund ein Drittel ihres Haushaltes aus eigenem Gewerbesteuer-Aufkommen darstellen kann. Im Vermögenshaushalt, dem Teil des Haushaltes aus dem die Kosten für Investitionen bestritten werden, stehen 18,1 Mio Mark. Allein 15,7 Mio sind davon für Baumaßnahmen bestimmt, etwa die Sanierung des Hallenbades, die Erweiterung des Gymnasiums oder die Sanierung der Stadt- und Sporthallen. Zudem will die Stadt Künzelsau den Bau eines zur B19 gehörenden Straßenstücks, die sogenannte Querspange durch das einstige Bahnhofsgelände, vorfinanzieren, bis Bund und Land wieder Geld für den Straßenbau übrig haben. Dafür sind im nächsten Haushalt allein 2,3 Mio Mark vorgesehen.

Mobile Wache
Künzelsau. Mit einem Polizeibus als mobile Wache ist die Polizei jetzt am alten Rathaus in der Künzelsauer Hauptstraße präsent. Die Polizei zeigt Flagge, um den in jüngster Zeit verstärkt angezeigten Pöbeleien durch Jugendliche entgegen zu treten. Die mobile Wache ist mit zwei Beamten besetzt, die gezielt auf Jugendliche zugehen. Illegale Müllentsorgung in der Einkaufsstraße, Ruhestörungen, Rüpeleien und Beleidigungen, aber auch Körperverletzungen durch Tritte gegen die Beine von Busfahrgästen überschritten jetzt die "Schmerzgrenze" der Polizei. Negativ aufgefallen, so Polizeisprecher Jürgen Baierl, war in jüngster Zeit vor allem eine bestimmte Gruppe Jugendlicher im Alter zwischen 13 und 20 Jahren.

Jubiläumsmedaille
schwäbisch Hall. Wie schon zum 50. Geburtstag der Haller Freilichtspiele gibt die Volksbank Schwäbisch Hall auch zum 75sten eine Jubiläumsmünze heraus. Die Vorderseite der Münze zeigt die Kirche St. Michael mit der großen Freitreppe, Spielstätte der Haller Freilichtspiele. Die Inschrift weist auf den Anlass der Prägung hin. Die Rückseite zeigt das vom Münchner Grafiker gestaltete Signet des neuen Globe-Theaters mit der Jahreszahl 2000. Die aus 999er Feinsilber bestehende Münze hat ein Gewicht von einer halben Unze und wird mit polierte oder patinierter Platte jeweils nur in einer Stückzahl von 150 aufgelegt.

Gasheizung fürs Freibad
Gaildorf. Das Wasser im Gaildorfer Freibad wird künftig über einen Gasbrennwertkessel beheizt. Die Wärmepumpe, die bislang ihre Energie aus dem nahe vorbei fließenden Kocher bezogen hatte, war zum Ende der 99er Saison kaputt gegangen. Das Freibad musste deshalb früher schließen als geplant. Der Gaildorfer Gemeinderat entschied sich jetzt für einen 347.000 Mark teuren Gas-Brennwertkessel. Bei einem Blockheizkraftwerk wären Investitionen von 527.000 Mark und bei einer neuen Wärmepumpanlage von 466.000 Mark fällig gewesen. Damit im Freibad aber überhaupt geheizt werden kann, muss zunächst eine Gasleitung verlegt werden, was im Laufe des Winters geschehen soll. Mit der neuen Anlage sind die Öffnungszeiten des Freibads auch nicht mehr direkt an die Temperatur des Kocherwassers gekoppelt: war der Fluss nicht ausreichend warm, konnte das Wasser in den Becken über die Wärmepumpe nicht auf die nötige Temperatur gebracht werden. Der Startschuss zur Freibadsaison fällt in Zukunft nach anderen Gesichtspunkten. Gleiches gilt für das Ende der Saison und die täglichen Öffnungszeiten.

Zurück auf 50 Prozent
Schwäbisch Hall. Die Stadtwerke schwäbisch Hall werden ihre Eigenstromproduktion auf 50 Prozent zurückfahren. Weiter geht nicht, denn für die gleichzeitig erzeugte Wärme gibt es Abnahmeverträge. So entsteht beim Stromumsatz der Haller Stadtwerke durch Abwanderung von Kunden derzeit ein Minus. Doch Stadtwerkechef Johannes van Bergen ist zuversichtlich, die Erträge im Jahr 2000 in den schwarzen Zahlen halten zu können. Schwarze Zahlen werden die Stadtwerke insgesamt trotz des Millionenverlustes beim Schenkenseebad dennoch schreiben. Fest eingeplant sind im 2000er Wirtschaftsplan auch Gewinne aus der Beteiligung an den Stadtwerken Sindelfingen. Mit 110 Mitarbeitern planen die Stadtwerke im nächsten Jahr rund 72 Mio Mark umzusetzen.

Jugendgemeinderat?
Crailsheim.- Bekommt Crailsheim einen Jugendgemeinderat? Heute Abend wird im Rat der Stadt darüber abgestimmt. Die Junge Union bemühte sich schon seit Beginn der 90er um die Einrichtung eines solchen Gremiums. Bei der eigenen Partei aber waren die Crailsheimer Jung-Unionisten derart auf Unverständnis gestoßen, dass 1994 zwei ihrer Mitglieder nicht bei der CDU sondern bei der Allgemeinen Wählervereinigung auf der Liste kandidierten. Einer, Uwe Berger, schaffte es ins Gremium und sorgte dort im Laufe der vergangenen fünf Jahre für viel Diskussionsstoff, inclusive Ausschluss aus der Fraktion, Klage vor Gericht und Wiederaufnahme in die AWV-Fraktion. Konsequenz: in diesem Jahr wurde UW Berger als Kandidat der CDU von seiner Partei wieder nicht unterstützt. Doch nachdem Jugendgemeinderäte 1998 durch den Landtag sogar in der Gemeindeordnung festgeschrieben wurden, kann sich die Stadt Crailsheim der Forderung nach einem solchen Gremium kaum noch entziehen. Die Junge Union erwartet eine Fraktions übergreifende Zustimmung für ihren Antrag, dass alle Crailsheimer Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren gleichgültig welcher Nationalität in solch ein Gremium gewählt werden können, das im "richtigen" Rat ein Anhörungs- und Antragsrecht haben wird.

Preisvergabe
Gaisbach. Noblesse - Stil - Eleganz war das Motto des siebten Würth-Literatur-Wettbewerbes, das im Frühjahr Semester-Dozent Gerhard Köpf den Interessierten stellte, insbesondere den Studenten der von Würth gesponserten Dozentur für Poetik an der Uni Tübingen. Erstmals teilen sich fünf Preisträger den ausgelobten und mit 15.000 Mark dotierten Preis. Die Gewinner dieses siebten Würth-Literaturpreises kommen aus Berlin, Stollberg, Rüsselsheim, Überlingen und Bad Sobenheim. Mittlerweile läuft bereits der achte Wettbewerb. Das Thema kommt "Gemischte Klasse" kommt von Nobelpreisträger Günther Grass.

Kolb kann's werden
Region. Werner Kolb kann jetzt doch neuer Wirtschaftsförderer für den Raum Heilbronn werden. Das gegen ihn anhängige Strafverfahren wegen Konkursverschleppung wurde gegen Bezahlung einer Geldbuße von 15.000 Mark wegen geringer Schuld eingestellt. Kolb soll im Frühjahr den bisherigen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung ablösen. Dass er vor seiner Berufung nichts von dem anhängigen Verfahren sagte, hatte ihm der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung übel genommen und die Unterschrift unter einen Arbeitsvertrag in Frage gestellt.

Silvesterparty abgesagt
Lauda. Lauda will anscheinend nicht feiern, zumindest nicht in der eigenen Stadthalle. Die dortige Silvesterfeier wurde gestern abgesagt. Gekaufte Karten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Grund für die Absage war die geringe Resonanz auf das Angebot, sodass sich Deutschlands größter Lokalsender Radio TON nach langer Überlegung zur Absage entschlossen hat. Die von Radio Ton in Gundelsheim organisierte Millenium-Party dagegen ist bereits ausverkauft und findet natürlich statt.

Fünf Wahlgänge
Niedernhall. Was normalerweise im Einvernehmen über die Bühne ging, wurde in Niedernhall jetzt fast zur Farce. Beinahe hätten die Stimmzettelchen nicht gereicht um im Niedernhaller Stadtrat die Stellvertreter und Stellvertreter der Stellvertreter des Bürgermeisters zu wählen. Bislang war immer der Stimmenkönig automatisch Stellvertreter des Stadtoberhaupts geworden. Doch das war zu Zeiten, als der Stimmenkönig auch der größten Fraktion des Rates angehörte. Diesmal nicht. Und so gab es jetzt den Stimmkönig bei den Freien und einen Kandidaten der Mehrheitsfraktion der Bürgerlichen. Und dann war da noch eine Kandidatin. Schließlich stellen Frauen im Gremium jetzt die Hälfte aller Gemeinderäte. Im zweiten Wahlgang verlor die Frau gegen den Stimmenkönig. Und alles war, wie es hätte sein sollen. Doch dann das gleiche Spiel bei der Wahl des Stellvertreters des Stellvertreters. Statt der Frau als unterlegener Zweiter den Posten zu geben, kam erneut ein Kandidat aus den Reihen der Mehrheitsfraktion. Sieben zu Sieben stand's nach dem dritten Wahlgang und sieben zu sieben auch nach dem vierten. Das Los musste entscheiden, fast wären auch die Stimmzettelchen ausgegangen. Nach fünf Wahlgängen und 62 Zetteln entschied die Glücksfee sich schließlich für die Frau. Und alles war, wie es hätte sein sollen - von Anfang an.

Rekordversuch mit Misstönen
Ansbach. Schüler eines Gymnasiums in Ansbach haben gestern einen Weltrekord-Versuch im Dauer-Unterricht gestartet. Die 31 Zehntklässler wollen bis zum Freitagmorgen Tag und Nacht Englisch, Deutsch, Mathematik und andere Fächer pauken. Bei dem 48stündigen Unterrichtsmarathon spielen insgesamt zwölf Lehrer mit, die sich im Drei-Stunden-Takt abwechseln. Die gute Stimmung unter den Schülern wurde aber schon im zweiten Drei-Stundenblock des Weltrekord-Versuches getrübt: Ein Lehrer hatte ohne Vorankündigung eine Arbeit schreiben lassen und damit für Misstöne gesorgt.

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Freitag 17.12.1999

Diesel in Bach
Kupferzell-Neukupfer. Rund 150 Liter Diesel gelangten gestern in den Beltersroter Bach. Der Kraftstoff war aus dem Tank eines Lastwagens ausgelaufen, der auf einem Betriebsgelände etwas abzuladen hatte. Bei der Einfahrt in den Betriebshof fuhr das Fahrzeug über einen Schachtdeckel, der nachgab und nach oben kippte. Dabei beschädigte er den Dieseltank des Lkw. Der WKD ermittelte dies als eindeutige Ursache des Ölunfalls, weshalb nun die Firma für den entstandenen Schaden am Fahrzeug und vor allem im Gewässer aufkommen muss. Die örtliche Feuerwehr konnte größeren Schaden allerdings durch eine Ölsperre im Bach verhindern.

Ausgerechnet da
Öhringen. Ausgerechnet direkt vor dem Polizeirevier in Öhringen fuhr ein 18jähriger Autofahrer in die Büsche. Er hatte aufgrund von Alkoholgenuss die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Die Polizeibeamten brauchten nur aus dem Haus zu gehen und den Übeltäter mit auf die Wache zu nehmen. Sein Promillegehalt beim beim Alcotest: 1,6 Promille. Bluttest und Führerscheinentzug waren die Folge. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 6000 Mark

In Zelle zusammengebrochen
Crailsheim. Schnelle Wiederbelebungsversuche durch Polizeibeamte retteten am Mittwoch Abend einem 44jährigen Mann vermutlich das Leben. Der Mann war in einer Zelle der Wache Crailsheim plötzlich zusammengebrochen. Den ganzen Tag über hatte der Mann sich merkwürdig benommen, hatte auf der Straße Autos angehalten, war zu einem Lkw-Fahrer ins Führerhaus geklettert. belästigte Passanten und versuchte in einen Lagerschuppen einzubrechen. Die Polizei hatte ihn daraufhin in Gewahrsam genommen. Gegen 21 Uhr war er in seiner Zelle sehr unruhig geworden. Und als die Beamten nach ihm schauten brach der Mann vor ihren Augen wie leblos zusammen. Wiederbelebungsversuche der Beamten und ein rasch herbeigerufener Notarzt retteten dem Mann wahrscheinlich das leben. Wie sich im Krankenhaus herausstellte, war der 44jährige schon in der Vergangenheit mit Krämpfen bis zur Bewußtlosigkeit mehrmals eingeliefert worden. Sei Zustand hat sich mittlerweile wieder stabilisiert.

Sparkasse eingeweiht
Künzelsau. Vor geladenen Gästen weihte die Sparkasse Hohenlohekreis gestern ihr neues Hauptgebäude in Künzelsau ein. Die 160 Mitarbeiter haben nun auf 7140 Quadratmetern Platz, ihre Kunden noch effektiver zu betreuen. Mit dem Neubau hielt auch viel neue Technik Einzug, so Hermann Leidolf, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. So kann der Kunde heute in einem SB-Zentrum rund um die Uhr seine Bankgeschäfte tätigen, an einem Autosafe Wertgegenstände deponieren oder Abholen oder in einem Börsencafe online Aktiengeschäften nachgehen. 39 Mio Mark hat sich die Sparkasse den auf die Zukunft aufgelegten Neubau kosten lassen

Erdnüsse in Flammen
Randenweiler. Ein Schaden von mindestens 100.000 Mark entstand gestern Morgen kurz vor neun, als in einer Süßwarenfabrik in Stimpfach-Randenweiler plötzlich eine vollautomatische Erdnuss-Röstmaschine in Flammen stand. Der Brand war vermutlich durch einen technischen Defekt entstanden. Da die Abgase und Flammen nur einen Weg über Abluftrohre ins Freie hatten und aus den Rohren Flammen schlugen, sah es für Beobachter so aus, als stünde das gesamte Produktionsgebäude der Firma in Flammen. Die Stimpfacher Feuerwehr hatte den Vorfall allerdings schnell im Griff. Personen wurden nicht verletzt, am Gebäude entstand kein Schaden.

Leitstelle vorgestellt
schwäbisch Hall. Das DRK Schwäbisch Hall stellte gestern seine neue integrierte Leitstelle der Öffentlichkeit vor. Ab sofort werden Notrufe für die Rettung als auch für die Feuerwehr kreisweit unter der Nummer 112 dort auflaufen und an die Rettungsdienste und Feuerwehren in den jeweiligen Gemeinden verteilt. Vor allem die Feuerwehr aus Crailsheim hatte sich anfangs heftig gewehrt. Denn sie musste dafür ihre bestehende Leitzentrale aufgeben. Ausgelöst hatte die kreisweite Zusammenlegung die Kündigung der Stadt schwäbisch Hall für die Leitzentrale bei der Haller freiwilligen Feuerwehr. Die neue Leitzentrale kostete insgesamt rund 1,1 Mio Mark und konnte seit Juli in der ehemaligen DRK-Zentrale an der Haller Bahnhofstraße eingerichtet werden, nachdem es vom Land eine Zuschuss-Zusage von über knapp 700.000 Mark gegegeben hatte. Ganz nach Plan geht die Leitstelle jetzt in der 50 Kalenderwoche in Betrieb.

Hauptpreis
schwäbisch Hall/Kiel. Einen Hauptpreis in der Sparte "Lebenskunst" erhielt das schwäbisch Haller Jugendhaus-Video "Einerseits gleich" beim Videofestival 99 in Kiel. Unter ursprünglich 400 Einsendungen war das Video das im vergangenen Jahr als Projekt des Haller Jugendhauses Forum entstanden war, als eines von 40 Videos in die Endrunde zur Vorführung beim Kieler Festival zugelassen worden. Vom Publikum wurde das Video eindeutig als bestes Video gewählt. Zusätzlich zum 1000-Mark-Preis der Jury brachte das den Haller Filmemachern eine weitere Prämie von 500 Mark ein.

Bolivienhilfe
schwäbisch Hall Zwei der bekanntesten Künstlerinnen Boliviens Ana Cristina Cespedes und Betty Veizaga treten heute Abend in schwäbisch Hall auf. Gemeinsam mit der Musikgruppe Ayopayamanta wollen sie ihre Konzertbesucher mit Musik und Tänzen der Quecha-Indianer bezaubern. Die Quecha sind die Urbevölkerung Boliviens. Ihnen gilt auch der Erlös des Benefizkonzertes in der Haller Hospitalkirche, das auf Initiative der Volkshochschule stattfindet. Der Erlös der Tournee geht an die Initiative Intio Wasa , die in der Stadt Independecia in Bolivien ein Kulturzentrum baut um der ländlichen Bevölkerung Bildung und Weiterbildung zu ermöglichen. Das Konzert beginnt heute Abend um 19 Uhr.

Zum letzten Mal märchenhaft
Öhringen. Märchenhaft geht es am Wochenende wieder in Öhringen zu. Zum letzten mal vor Weihnachten fährt die Dampfbahn auf dem Marktplatz, zum letzten Mal gibt es kunsthandwerkliche Stände für Geschenke in letzter Minute, zum letzten Mal können die Kinder im Büro des Nikolauses ihre Wunschzettel aber auch nicht mehr benötigtes Spielzeug abgeben, das bedürftigen Kindern zugute kommt. Die in der Stadt aufgebauten Märchenstationen bleiben allerdings noch bis Weihnachten stehen.

Sturm 65
Mulfingen. Vom Kleinbetrieb zum Global Player: es war das Lebenswerk von Gerhard Sturm den Elektromotorenbau Mulfingen ebm aufzubauen. Gerhard Sturm feiert heute mit einem Empfang im Casino der Mulfinger ebm-Werke seinen 65. Geburtstag. Seit der Gründung 1963 im Jagsttal-Dorf ist das Unternehmen fast ununterbrochen gewachsen und hat heute Werke auf allen fünf Kontinenten und hat längst die magische Grenze von einer Milliarde Mark Umsatz überschrittten. Rund 6000 Mitarbeiter weltweit bauen heute für ebm Elektromotoren und Ventilatoren, die u.a. in Computern in Klimageräten oder Dunstabzugshauben zum Einsatz kommen. Insgesamt hat ebm mehr als 7500 unterschiedliche Ventilatoren und Motoren im Angebot.

Weihnachtsspiel ausverkauft
Crailsheim. Das Weihnachtsspiel der Crailsheim Berlins am kommenden Donnerstag in der Crailsheimer Großssporthalle ist ausverkauft. Doch während die Crailsheimer Regionalliga-Basketballer noch gegen die Spielvereinigung Feuerbach um Punkte kämpfen, steigt in einem ehemaligen Flugzeughangar auf dem alten Bundeswehrgelände die "Fete des Jahrtausends". Fünf Discjockeys und die Klangschmiede sorgen für die Beschallung der tanzenden und und feiernden Gäste der seit Jahren beliebten Weihnachtsfete der Merlins, die in diesem Jahr besonders groß ausfallen soll. Auch für die Weihnachtsfete in der über 2000 Quadratmeter großen Halle gibt es nur noch wenige Karten. Die Merlins haben auf die denkmalgeschützte Halle des Flugzeughangars auch aus anderen Gründen ein Auge geworfen. Die jetzige Spielstätte der Merlins "der Stall", die alte Turnhalle der US-Base McKee-Barracks wird spätestens 2002 abgerissen. Aus dem Bundeswehr-Flugzeug-Hangar, so der Merlins-Chef Martin Romig liese sich sehr wohl eine Mehrzweckhalle der Stadt gestalten, die auch zur Spielstätte für die 16 aktiven Teams der Merlins werden könnte.

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Wochenende 18.+19.12.1999

Unrecht bei Bauernverband?
Hohenlohe. Hohenlohe war am Freitag überraschend zum Thema im Untersuchungsausschuss zur Förderpraxis in der ländlichen Sozialberatung, der beim Stuttgarter Landtag eingesetzt wurde. Hat der Kreisbauernverband Hohenlohe die Zuschüsse für die Sozialberatung der Landwirte in die Rücklagen der Kreisgeschäftsstelle fließen lassen? Ein Papier aus dem Landwirtschaftsministerium legte diese Vermutung am Freitag nahe. Im Untersuchungsausschuss wurde das Papier dem Präsidenten des Landesbauernverbandes Gerd Hockenberger vorgehalten, der als Zeuge geladen war. Hockenberger dazu: er wisse von nichts und verweise auf die finanzielle Selbständigkeit der Kreisverbände. Pikant an der Sache: Sein Stellvertreter im Amt Klaus Mugele ist zugleich Kreisvorsitzender in Hohenlohe. Klaus Mugele aber wies die Vorwürfe zurück. Der Kreisbauernverband habe im Auftrag des Landes Baden-Württemberg die Beratung auftragsgemäß durchgeführt, wie in den vielen Jahren bzw. Jahrzehnten zuvor. Die Kostenerstattung dafür sei also zurecht gewährt worden. Und dass ein Kreisbauernverband Gewinne erwirtschafte und Rücklagen habe, sei wohl normal. Ähnlich auch Otto Härterich, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Hohenlohe. Er nannte den Vorwurf "unerhört" Wenn der Bauernverband "Gelder übrig gehabt" habe, seien die am Jahresende in die Rücklagen geflossen. "Wie wir intern Gelder verrechnen, ist unsere Sache", sagte der Geschäftsführer. Folge man der Auffassung der Ausschuss-Prüfer, dürfe wohl nur ein defizitärer Kreisverband Zuschüsse zur "Ländlichen Sozialberatung" bekommen. Dem aber widersprechen die Bauernverbände entschieden.

Weiter Unsicherheit
Hohenlohe. Unsichere Zukunft für Hohenloher Tengelmann-Mitarbeiter bleibt auch nach dem jetzt gescheiterten Verkauf an die EDEKA-Gruppe. Mitte Januar will Tengelmann in Mühlheim konkrete Zahlen zur Zukunft der Märkte in der Region vorlegen, so HBV-Regionalsekretär Norbert Dziedzic am Freitag in Heilbronn. Tengelmann hat in Hohenlohe sieben Märkte mit etwa 230 Mitarbeitern, je einen Markt in Möckmühl, Öhringen Künzelsau, Bad Mergentheim und je zwei in Crailsheim und schwäbisch Hall zum Teil unter der Bezeichnung "Grosso". 700 bis 800 Tengelmann-Filialen in den Regionen Berlin, Nordrhein, Rhein-Main und München sollen erhalten bleiben. Andere Standorte sollen an Mitwettbewerber veräußert oder für andere Tengelmann-Ketten genutzt werden Dziedzic vermutet, dass Filialen en block an den Wettbewerb gehen. "Und dann werden unrentable Läden geschlossen." In Tengelmann-Kreisen spekuliert man allerdings anders. Dort sagte ein Filial-Leiter, dass vermutlich die Grosso-Läden und die bei Grosso-Großmärkten oft integrierten Textilhandelsunternehmen KiK und Takko als Paket an den Wettbewerb verkauft werden.

Datschutzmängel?
schwäbisch Hall. Datenschutzmängel im Gefängnis wirft der Landesbeauftragte für Datenschutz Werner Schneider der Justizvollzugsanstalt schwäbisch Hall vor. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht hervor, den der Landesbeauftragte am Freitag vorgelegt hat. Danach hatten offenbar Stellen Einblick in Gefangenendaten nehmen können, die nicht für sie bestimmt waren. Außerdem seien zu viele Daten von Gefangenen nach deren Entlassung in den Computern der Anstalt gespeichert gewesen.

Gemeinsames Gewerbegebiet
Obersontheim. Bühlertann, Bühlerzell und Obersontheim wollen gemeinsam ein großes Gewerbegebiet ausweisen und bauen. Der Grundsatzbeschluss wurde im Oktober gefällt. Da das vorgesehene Gelände im Gewann Stockwiesen entlang der Landesstraße 1060 zwischen Bühlertann und Obersontheim gelegen zum großen Teil auf Obersontheimer Markung liegt, wurde Obersontheim auch das Bauverfahren übertragen. Der Bebauungsplan wurde mittlerweile erstellt und liegt jetzt einen Monat lang zur Einsichtnahme öffentlich auf den Rathäusern aus.

Geld vom Land
Kirchberg an der Jagst. Positive Bescheide über Zuschussgelder für Straßenbau haben angesichts der Finanzlage von Bund und Land in diesen Tagen schon Seltenheitswert. Die Stadt Kirchberg erhielt jetzt vom Hohenloher CDU-Landtagsabgeordneten Ernst Keitel die Nachricht, dass für den Ausbau der Ortsdurchfahrt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag Landesgelder fließen werden. Zusätzliche Kürzungen im Straßenbau-Etat werden nicht mehr erwartet. Damit könnte der seit langem vorbereitete und dringend notwendige Umbau und Ausbau der Ortsdurchfahrt in Kirchberg im kommenden Jahr begonnen werden. Nur durch den Umbau der Straße kann auch die Sanierung eines Angrenzenden großen innerstädtischen Grundstückes ermöglicht werden. Die Baukosten für die beiden Maßnahmen werden auf je 600.000 Mark geschätzt.

Peinliche Panne
Bad Mergentheim. Der neu gebaute Sendemast Löffelstelzen bei Bad Mergentheim steht schief. Diese peinliche Panne mussten die Turmbauer jetzt eingestehen. Der 177 Meter hohe Turm, der einen Fernsehsender des SWR trägt ist in seiner Spitze nahezu zwei Meter aus dem Lot. Die Ursache liegt aber glücklicherweise nicht im unteren, betonierten Teil des Turmes sondern im aufgesetzten Stahlträger der Antennen. Den Turmbauern bleibt jetzt nichts anderes übrig, als den Sendemast wieder abzubauen und die Lager des 78 Meter hohen Stahlträgers neu auszurichten. Die zusätzlichen Kosten von rund einer halben Million muss die Baufirma tragen. Ursprünglich wollte der SWR den Sender im März 2000 in Betrieb nehmen.

Sanierung Jagsttalbahn beginnt
Dörzbach. Zwischen Dörzbach und Klepsau im Hohenlohekreis hat jetzt die Sanierung der Jagsttalbahn begonnen. Da die beantragten 14 Millionen Mark Landeszuschuss in absehbarer Zeit wohl nicht bewilligt werden, soll die Bahn zunächst nur auf dieser Strecke fahren. Ursprünglich war der Betrieb zwischen Dörzbach und Schöntal geplant. Nun geht der Betreiberverein den langen Weg der kleinen Schritte, um die stillgelegte Schmalspurbahn wieder in Betrieb zu nehmen und für den Tourismus nutzbar zu machen. Mitarbeiter der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis schneiden derzeit die Strecke frei und reinigen das Gleisbett. Die Initiative hofft durch die Bahn auf neue Dauerarbeitsplätze.

Geld in Kulturtopf
Gaildorf. Die Verkaufsausstellung von Heinrich Knopf, Sabine Arnold, Sumiko Shoji, Reinhilde Bühler, Diethelm Reichart und Eugen Zenzinger im alten Stadtmaleratelier gegenüber dem Kaffeehaus am Schloss wird an diesem Wochenende fortgesetzt. Aufgrund des großen Erfolges der vergangenen Woche haben die ausstellenden Künstler beschlossen, zehn Prozent der Einnahme der Stadt Gaildorf für den "Kulturtopf" zur Verfügung zu stellen. Am vergangenen Wochenende waren auf diese Art bereits 500 Mark für die städtische Kulturpolitik zusammengekommen. Die Ausstellung wird am Samstag, den 18. und am Sonntag, den 19. Dezember jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Neue CD
Crailsheim. Am Freitag Abend präsentiert der Crailsheimer Country-Sänger Tim Allen mit seiner Band The Time Bandits in der Fichtenberger "Scheuer" seine neue CD Two Faces. Am Samstag tritt die New-American Music-Formation nach einigen Wochen Studioarbeit und Auftritten im gesamten Bundesgebiet ebenfalls wieder in heimischen Gefilden auf. Die Promotiontour für ihr zweites Album wird die Band im Crailsheimer Kaufland (10.30 Uhr) und beim Media-Markt (13.30 Uhr) fortsetzen. Als Grenzgänger zwischen den Stilen und Avantgardist der neuen Musikrichtung New American Music erregte Tim Allen derzeit gemeinsam mit den Musikern Dirk Feuchter, Uli Hoffmann, Jürgen Wünsch, Jörg Weinmann und Thomas Lengersdorf die Aufmerksamkeit der Musikszene. So gewannen Tim Allen und The Time Bandits vor einigen Wochen den 1. Frankfurter Country Music Contest. Weit höher einzustufen ist aber die Nominierung für den Deutschen Songpreis '99 und den Deutschen Poppreis '99. Die Meldung des Jahres erreichte die Crailsheimer Musiker während der Aufnahmen zum zweiten Album. Das Komitee der künstlerischen Fachmedien gab die Verleihung des "Deutschen Fachmedienpreises" an Tim Allen und The Time Bandits bekannt

Licht aus Bethlehem
schwäbisch Hall. Alle 27 katholischen Kirchengemeinden des Dekanats schwäbisch Hall werden am Sonntag um 16 Uhr Vertreter nach Hall schicken, um dort in der St. Markus-Kirche ein Licht aus Betlehem in Empfang zu nehmen. Die Flamme wird dann in die verschiedenen katholischen Kirchen getragen. Kirchenbesucher haben so an Weihnachten die Gelegenheit, dieses Licht mit zu sich nach Hause zum eigenen Christbaum zu nehmen. An vielen Orten wird das Licht auch an die evangelische Kirche weitergegeben. Schon am 20. November war das Friedenssymbol des Ewigen Lichts in der Geburtsgrotte von Betlehem entzündet worden. Dort hat es der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michael Sabbah, einer Delegation von Jugendlichen aus verschiedenen europäischen Staaten übergeben. Nach Deutschland kam die Flamme per Flugzeug. Die Idee vom Friedenslicht aus Betlehem geht auf eine Initiative des österreichischen Rundfunks zurück. Pfadfinder der beiden großen Konfessionen haben sie sich zu eigen gemacht und in ganz Europa verankert.

Stromausfall.
Berlichingen. Unwetter, umgestürzte Bäume, Stromausfall. Die Ausläufer der Hohenloher Ebene zwischen Sindringen, Berlichingen und Westernhausen zwischen Kocher und jagst hatten am Freitag Nacht unter dem Unwetter zu leiden, das übers Land fegte. Zwischen 23.10 und 0.30 fehlte in dem Gebiete der Strom, durch eine größere Menge Naßschnee und umgestürzte Bäume waren die Straßen blockiert. Sowohl Stromversorger als auch Feuerwehren rückten noch in der Nacht aus, um die Störungen zu beseitigen.

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Montag 20.12.1999

Sonntagmorgen-Überraschung: Neuschnee
Hohenlohe. 25 Zentimeter Neuschnee: der Schneeeinbruch überraschte gestern Morgen die Hohenloher. Straßenmeistereien und Betriebshöfe waren im Dauereinsatz. Probleme bereiteten vor allem umgestürzte Bäume. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Unter anderem auch die B19 in der Steige zwischen Künzelsau und Gaisbach und die Verbindungsstraße vom Kocher- ins Jagsttal bei Forchtenberg. Zahlreiche Stromausfälle wurden gemeldet aus dem Jagsttal, dem Kochertal bei Ingelfingen und aus Fichtenberg und dem Raum Gaildorf. Unfälle wurden bei der Polizei nur wenige gemeldet. Die meisten ließen angesichts des Schnees ihr Auto in der Garage. Auch auf der Autobahn A6 registrierte die Autobahnpolizei Ilshofen zwischen Bretzfeld und der Landesgrenze nach Bayern lediglich acht Unfälle mit zwölf beteiligten Fahrzeugen.

Biogasanlage abgelehnt
Bühlertann. Einstimmig hat der Gemeinderat von Bühlertann den Bau einer neuen Biogasanlage auf der Tannenburg abgelehnt. Die Anlage soll eine bestehende Anlage erweitern und teilweise ersetzen, die seit über zehn Jahren von einem Landwirt dort betrieben wird. Bisher erzeugt der Landwirt mit eigener Gülle und Mist rund 100.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das reicht für seinen Eigenbedarf und eine kleine Abgabemenge ans Netz. Nun soll die Kapazität vervierfacht werden, was etwa der Strommenge von 100 Haushalten entspricht. Um dies zu erreichen müsste der Landwirt aber auch fremde Biostoffe verarbeiten. Dagegen haben vor allem Anlieger der Tannenburg mobilisiert, die Gefahren durch Immissionen und Geruchsbelästigungen fürchten. Das Nein des Gemeinderates ist aber nicht das Aus für die geplante Anlage. Endgültig entscheiden kann nur die Genehmigungsbehörde: und das ist in diesem Fall das Haller Landratsamt. Von dort war zu hören, dass man erst die Ergebnisse von zwei Gutachten prüfen wolle. Mit einer Entscheidung sei nicht vor Mitte Februar 2000 zu rechnen.

115 Mio Etat
Crailsheim. Der 200er Etat der Stadt Crailsheim fällt wesentlich geringer aus, als noch in diesem Jahr. Statt 172 Millionen wird die zweite Große Kreisstadt im Landkreis schwäbisch Hall nur noch etwas mehr als 115 Mio Mark umsetzen. 33 Mio Mark kostet allein die laufende Verwaltung, 29 Mio das Personal. 29 Mio stehen auch im Vermögenshaushalt aus dem jede Kommune ihre Investitionen bezahlt. Für reine Bauinvestitionen bleiben der Stadt Crailsheim aber nach Abzug von Tilgungsraten für alte Kredite und diversen anderen Investitionsausgaben (die Stadt braucht z.B. eine neue Kehrmaschine) nur noch 17 Mio Mark. Vier Mio davon werden zur Finanzierung einer weiteren Rate für die Großsporthalle verwendet, die auf dem Volksfestplatz entsteht. Millionen gehen auch in die Erweiterung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und als Planungsrate in den Neubau eines zweiten Gymnasiums, das im Crailsheimer Westen geplant ist. Viereinhalb Millionen Mark muss die Stadt zur Finanzierung des Etats an Krediten aufnehmen. Fast ebensoviele Altkredite werden aber getilgt, sodass effektiv keine neuen Schulden gemacht werden. Jeder Crailsheimer steht Ende des Jahres mit 1990 Mark in der Kreide, macht summiert auf die Stadt 64 Mio Mark.

Spende statt Geschenke
Gaisbach. Die Würth-Gruppe, weltgrößter Vertreiber von Befestigungselementen ersparte Geschäftspartnern, Medienvertretern und all den anderen Menschen, die im Laufe des Jahres mit dem Unternehmen zu tun hatten ein "Weihnachtspräsent".Statt dessen reagierte die Würth-Gruppe auf den Hilferuf ihrer türkischen Niederlassung und überlies der Caritas International einen größeren Geldbetrag für ein spezielles Hilfsprojekt im türkischen Erdbebengebiet. Gemeinsam mit der Caritas und deren türkischer Partnerorganisation Anatolian Development Foundation hat die Würth-Gruppe in der Region um die schwer zerstörte Stadt Adapazari den Bau mehrerer winterfester Gemeinschaftszelte für jeweils 80 Menschen ermöglicht.

Haushalt eingebracht
Bretzfeld. Trotz eines Etatentwurfs für das Jahr 2000 mit einem Rekord-Volumen von 44 Mio Mark bezeichnet sich Bretzfeld als finanzschwache Gemeinde. Dennoch, so Bürgermeister Thomas Föhl, plane man eine "rege Investitionstätigkeit". Im Vermögenshaushalt stehen immerhin 13,4 Mio Mark auf, vier Mio mehr als 1999. Unter anderem finanziert werden der Bau eines Lehrschwimmbeckens, die Sanierung der Ortsmitte Bretzfeld, Baulanderschließungen sowie Erneuerung und Ausbau von Kanalisation und Wasserversorgung in Bretzfeld. Trotz Null-Schulden, einem guten Rücklagenpolster und Verzicht auf neue Kreditaufnahmen, betonte Kämmerer Dieter Walter, gehöre Bretzfeld zu den finanzschwachen Gemeinden. Im Vergleich des Hohenlohekreis liege Bretzfeld nach eigener Steuerkraft auf Platz zehn von sechzehn. Die Gemeinde habe lediglich drei Mio Mark Gewerbesteuer-Einnahmen und bekomme als Anteil, aus der Einkommensteuer lediglich sieben Millionen.

Rathausumbau
Kirchberg an der jagst Die Stadt Kirchberg muß dringend ihr Rathaus erweitern. Das Gebäude war erst 1991 neu gestaltet worden, doch die Verwaltung braucht zusätzlichen Platz. Mit vorausgeplanten Kosten von rund 350.000 Mark will man jetzt das Gebäude völlig umgestalten und Platz für die nächsten 15 Jahre schaffen. Möglich wird dies durch das frei werden einer noch im Rathaus bestehenden Wohnung. Mit ins Rathaus integriert bleiben aber der Polizeiposten und das Kirchberger Notariat.

20 Jahre Stiftung
Waldenburg. In diesem Monat jährt sich zum 20. Mal der Todestag des früheren Waldenburger Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten Franz Gehweiler. Drei Wochen vor seinem Tod hatte Gehweiler eine Stiftung gegründet, die seither begabte junge Musiker unterstützt. Aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Stiftung gab es jetzt erstmals ein gemeinsames Konzert der bislang geförderten Musiker in Waldenburg. Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit wurden auch wieder die Fördergelder der Franz-Gehweiler-Stiftung vergeben. Sechs musikalisch begabte Kinder aus kinderreichen Familien wurden in diesem Jahr unterstützt. Jeweils drei Viertel des Stiftungsertrages werden jährlich für die Förderung verwendet.

Revolutionsbuch
schwäbisch Hall. Zur Tagung "Die Revolution von 1848/49 in Hall und Hohenlohe", die im März diesen Jahres großen Zuspruch fand, ist jetzt ein Buch erschienen. Es enthält die erweiterten Vorträge dieser Tagung und ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Landeskunde in Tübingen, dem Stadtarchiv schwäbisch Hall und dem Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein. Mit großem Engagement haben dazu Tübinger Studenten Akten, Zeitungen und anderes Quellenmaterial in Archiven und Bibliotheken ausgewertet. Als Ergebnis liegen nun acht wissenschaftliche Arbeiten vor, die schwäbisch Hall und Hohenlohe als eines der württembergischen Zentren der Revolution von 1848/49 präsentieren.

Weihnachts-Gewinner
Künzelsau. Über 70.000 Lose wurden beim Künzelsauer Weihnachtsgewinnspiel unter die Leute gebracht. Die Gewinner wurden am Samstag vor dem alten Rathaus vom Vorstand der Werbegemeinschaft, Frieder Uebele, bekannt gegeben. Es gab Einkaufsgutscheine über je 50 Mark, Karten für die besten Plätze beim Elton-John-Konzert im nächsten Sommer sowie drei Reisepreise, darunter eine 14tägige Reise nach Sri Lanka.

Agendabüro sucht Anregungen
Öhringen. Am heutigen Montag nimmt das Agenda-Büro im Öhringer Rathaus Wünsche und Anregungen "für unsere Zukunft in Öhringen und Umgebung" entgegen. Erste Ergebnisse werden beim Bürgertreff "Begegnung 2000" am 6. Januar in der Kultura präsentiert. Dabei soll es um die Frage gehen, wie Öhringer in den nächsten Jahren und Jahrzehnten leben, was geändert und was bewahrt werden sollte Antworten auf diese und weitere Fragen werden derzeit in den Arbeitsgruppen zur Öhringer Agenda 21 gesucht. Stets sind weitere Vorschläge, Wünsche und auch konstruktive Kritik zum Leben und Arbeiten in ganz Öhringen erwünscht, so das Büro.

Wird Bahnhof geschlossen?
Gaildorf. Der Bahnhof in Gaildorf läuft Gefahr, geschlossen zu werden. Bei der Bahn AG werden Überlegungen angestellt, den Fahrkartenschalter in Gaildorf völlig zu schließen und die Kunden auf die bereits installierten Automaten oder an die Zugbegleiter zu verweisen. Sonderangebote, Spartickets und ähnliche Angebote kann der Bahnkunde in Gaildorf dann allerdings nur noch nutzen, wenn er seine Karten an einem größeren Bahnhof etwa in schwäbisch Hall Hessental oder gleich in Stuttgart kauft. Auch Informationen wird es dann nur noch per Telefon geben von Mitarbeitern eines anonymen Call-Centers, die vielleicht nicht einmal wissen, wo Gaildorf überhaupt liegt.

Folgt Behr auf Beck?
Tauberbischofsheim. Nach den personellen Streitigkeiten in diesem Sommer wird häufig darüber diskutiert, wer Nachfolger von Emil Beck wird, wenn er Mitte nächsten Jahres die Leitung des Olympiastützpunktes abgibt. All die mit den Querelen zusammenhängenden Probleme seien gelöst, so FC-Präsident Helmut Schmidt. "Die Familienstreitigkeiten sind überwunden, wir sind auf dem Weg zu neuer Harmonie", sagte er bei der Feier zu Ehren der Besten des Jahres 1999. Wer nach Emil Beck die Leitung des Olympiastützpunktes übernehme, werde das zuständige, hochrangig besetzte Kuratorium entscheiden. Größte Chancen werden in der interessierten Öffentlichkeit dem jetzigen Internatsleiter Matthias Behr eingeräumt, der die deutsche Mannschaft bei den Weltmeisterschaften in Seoul betreut hatte. Beck war nach dem mit Behr Streit im Sommer nicht mit nach Seoul gereist

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Dienstag 21.12.1999

Kreishaushalt wird eingebracht
Landkreis schwäbisch Hall. Bei der Kreistagssitzung im Landkreis schwäbisch Hall wird heute unter anderem auch der Etat für das Jahr 2000 vorgestellt. Die Steuerkraft der einzelnen Gemeinden ist so gestiegen, daß erstmals seit Jahren mehr Geld in die Kassen des Kreises fließt, als in den Vorjahren. Beraten werden die Kreisräte über das 311 Mio-Mark Zahlenwerk heute noch nicht, doch werden Landrat Ulrich Stückle und Kreiskämmerer Dieter Häussler in Einführungsreden die finanzielle Lage des Landkreises Hall darstellen, in diesem Jahr erstmals wieder von leichtem Optimismus gekennzeichnet. Die Sitzung beginnt um 14.30 Uhr in der Schubarthalle von Obersontheim.

Jugendgemeinderat gewählt
Crailsheim. Anderswo sind die Gremien wieder eingeschlafen oder abgeschafft worden. In Crailsheim wird es bald erstmals im Haller Landkreis einen Jugendgemeinderat geben. Neben Waldenburg und Künzelsau ist dies die dritte Stadt im Hohenlohischen, die solch ein Gremium einrichtet. In allen Fällen ist treibende Kraft hinter dem Vorhaben die Junge Union gewesen. Während die Waldenburger nur mit Mühe das Gremium am Leben erhalten, scheint es in Künzelsau zu funktionieren. Dort ist mittlerweile schon das zweite Gremium im Amt. Auch dort wird, wie in Crailsheim im nächsten Jahr gewählt werden.

Doch zwei Kandidaten
Rothenburg. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Rothenburg ob der Tauber werden Anfang März doch zwei Kandidaten aufeinandertreffen. Nachdem die CSU keinen Kandidaten aufstellte aus der Erkenntnis heraus, dass gegen den SPD-Amtsinhaber Herbert Hachtel keine Chance bestehe, die Wahl zu gewinnen, sah eine Unabhängige Wähler-Initiative dies völlig anders. Sie hob kurz vor Bewerbungsschluss noch einen eigenen Kandidaten aufs Schild. Der 42jährige Soziologe und Staatsrechtler Dr. Olaf Kappelt wird gegen Herbert hachtel antreten. Kappelt wurde erst vor wenigen Jahren Rothenburger Bürger, als er 1996 das renommierte Hotel "Bären" in Rothenburg erwarb.

Rekordhaushalt
Ilshofen. Mit einem Volumen von 30,3 Mio Mark legte die Stadt Ilshofen den größten Etat ihrer Geschichte dem Rat zur Entscheidung vor. 13 Mio sind zur Verwendung für Investitionen vorgesehen. Doch auch die Personalausgaben steigen bei der Stadt. So braucht die Verwaltung eine weitere Angestellte und für die Jugendbetreuung wurde ein Sozialarbeiter eingestellt. Finanzieren lässt sich der Haushalt nur durch 2,1 Mio Mark neue Kredite. Und auch die mittelfristige Finanzplanung sieht einen weiteren Anstieg der Verschuldung auf Ilshofen zukommen.

Bürger dürfen fragen
Ilshofen. Bürger durften in Ilshofen bislang jeweils zu Beginn der ersten Sitzung im Monat im Gemeinderat das Wort ergreifen und Wünsche oder Vorschläge unterbreiten. Stadtverwaltung und Gemeinderäte sehen es aber durchaus als praktikabel an, wenn künftig zu Beginn jeder Gemeinderatssitzung eine Bürgerfragestunde eingerichtet wird. Dem stimmte das Gremium einstimmig zu.

Morgen Baubeginn
Künzelsau. Mit einem ersten Baggerbiss beginnt morgen der Bau der sogenannten B19-Querspange über das Bahnhofsgelände in Künzelsau. Der Baubeginn ist noch in diesem Jahr notwendig, damit Künzelsau für diesen Straßenbau in den Genuss von 80 Prozent Zuschüssen kommt. Ab dem nächsten Jahr werden diese Zuschüsse auf 70 Prozent gekürzt.. Bislang trägt allerdings die Stadt Künzelsau die gesamten Kosten alleine, denn die Stadt finanziert die Straße vor bis Bund und Land wieder flüssig sind. Im nächsten Haushalt sind dafür 2,3 Mio Mark veranschlagt.

Weihnacht = Urlaubsvorbereitung
schwäbisch Hall. Die Urlaubsreise mit Weihnachten verbinden. Dem Kreisobstbauverband gelingt dies ganz einfach. Die geplante Reise der Naturfreunde ins Thermalbad Dobrna in Slowenien im Juni nächsten Jahres hat jetzt auf dem Haller Marktplatz bereits ein Vorspiel. Dort verkaufen in einem Holzhäuschen unter dem städtischen Weihnachtsbaum Mitglieder des Vereines Selbstgebastelte und andere Geschenke. Mit dem Erlös finanzieren die Obstbauer dann eine Hilfsaktion für ein Heim für behinderte Kinder. Schon einmal war der Kreisobstbauverein auf Urlaubsfahrt in Slowenien und hatte dabei das Heim kennengelernt und besichtigt. Nun soll das Heim wieder besucht werden und natürlich wollen die "Urlauber" nicht mit leeren Händen dort erscheinen.

Ein-Millionster Parkhausparker
schwäbisch Hall. Die Stadtverwaltung schwäbisch Hall begrüßte gestern in ihren städtischen Parkhäusern den einmillionsten Kurzparker. Eine Frau aus Rot am See, die kurz nach zehn Uhr in das Parkhaus am `Langen Graben' einfuhrt, wurde von Halls OB Hermann-Josef Pelgrim mit einem Blumenstrauß erwartet. Die Frau wird in nächster Zeit, sooft sie nach Hall kommt, kostenlos parken können. Sie erhielt als Geschenk einen großen Sack voller Münzen, sogenannter Haller Batzen, die in schwäbisch Hall als Zahlungsmittel fürs Parken wie fürs Omnibusfahren gelten. Demnächst wird bei den Haller Parkhäusern auch der 1000ste Antrag auf einen Dauerparkplatz erwartet. Bislang sind 980 Stellplätze gegen Monatspauschale 24 Stunden rund um die Uhr nutzbar. Auch für diesen `Millenium'-Parker hat sich die Stadtverwaltung eine Überraschung ausgedacht.

Seiten überarbeitet
Öhringen. Seit einiger Zeit bereits ist Öhringen mit einem offiziellen städtischen Angebot im Internet vertreten. Jetzt wurde www.oehringen.de komplett überarbeitet. Das Team rund um den städtischen EDV-Chef Ralf Widmann hat das bislang recht unbewegliche Angebot einem Facelifting unterzogen. Neu ist eine Navigationsstruktur. Neue Seiten im Angebot gibt es auch: Zur Weihnachtszeit darf natürlich nicht das "Märchenhafte Öhringen" fehlen. Als Dauereinrichtung hat der Gemeinderat mit seinen Tagesordnungen einen festen Platz auf der Homepage bekommen. Einen wichtigen Raum nimmt die Agenda 21 ein. Und auch aktuelle Veranstaltungen wie die Silvesterparty auf dem Marktplatz haben sind jetzt im Angebot der Stadt zu finden. Seiten, die künftig hoffentlich häufiger aktualisiert werden, als das Angebot der Stadt bisher, das dem Surfer wenig Anreiz bot, regelmäßig vorbeizuschauen. Eines haben alle rund 30 neuen Seiten gemeinsam: die Kopfleiste, in der sich der Öhringer Schlüssel dreht.

Eher bescheiden
Rosengarten. Trotz großer Bauvorhaben wie die Erweiterung und Modernisierung des Rathauses oder der Neu einer Kläranlage in Westheim, wird die Gemeinde Rosengarten im 200er Etat nur 100.000 Mark neue Schulden aufnehmen müssen. Der finanzielle Spielraum der Gemeinde verbessert sich wieder, insbesondere durch einen höheren Anteil an der Einkommenssteuer. Nach dem Etatentwurf 2000, wie ihn die Verwaltung den Gemeinderäten vorstellte, hat der Verwaltungshaushalt ein Volumen von 14,7 Millionen , der Vermögenshaushalt von sieben Millionen Mark. Ohne entsprechende Staatszuschüsse wird Rosengarten die Projekte nicht finanzieren können. Denn aus dem eigenen Haushalt wird Rosengarten lediglich 850.000 Mark als sogenannte Nettoinvestitionsrate erwirtschaften können. Eine Betrag, der sich erstmals seit sechs Jahren wieder deutlich gebessert hat, allerdings im Vergleich zum gesamten Haushaltsvolumen eher bescheiden ist.

Verfahren eingestellt
Landkreis schwäbisch Hall. Eingestellt wurde jetzt das Verfahren gegen einen 44jährigen geschiedenen Mann, dem die Staatsanwaltschaft aufgrund einer Anzeige Urkundenfälschung und Sozialbetrug vorgeworfen hatte. Damit ein mittelloser Elternteil nach der Scheidung sein Kind tageweise zu sich holen kann, bezahlt das Sozialamt gegen Bescheinigung des anderen Elternteils Zuschüsse. Dem 44jähhrigen Mann aus dem Landkreis schwäbisch Hall warf die Anklage vor, auf 16 Bescheinigungen die Unterschrift seiner Ex-Frau gefälscht zu haben, um mehr Tage abrechnen zu können, als das Kind tatsächlich bei ihm gewesen sei. Trotz mehrstündiger Verhandlungen aber fehlten am Ende aber die Beweise. Die 42jährige Ehefrau konnte als Zeugin nicht einmal authentische von angeblich gefälschten Unterschriften unterscheiden. Ungeklärt blieb auch, wie viel "Besuchs-Tagegeld" das Sozialamt tatsächlich ausgezahlt hat. Die zuständige Sachbearbeiterin des Haller Sozialamtes war krank und fehlte bei der Verhandlung. Ihre Vertreterin im Zeugenstand war aber über den Vorgang nicht voll informiert. So wurde das Verfahren gegen eine "gemeinnützige" Arbeitsauflage von 40 Stunden eingestellt.

Kampagne abgeschlossen
Offenau. Die Südzuckerkampagne 1999 ist abgeschlossen. Gestern rollten die letzten Rübenlaster in die Offenauer Zuckerfabrik. Zu den Hauptlieferanten des Werkes gehören auch zahlreiche Rübenbauern auch Hohenlohe. Aus rund 1,1 Millionen Tonnen Zuckerrüben wurden in diesem Jahr fast 170.000 Tonnen Zucker . gewonnen. Diese Zahlen liegen über den Vorjahreswerten. Allerdings hat das Offenauer Zuckerwerk immer noch ein auch schon in früheren Jahren aufgetretenes Umweltproblem. Trotz "großer Anstrengungen", so die Werksleitung, sei es nicht gelungen den Zuckerflockenregen zu beseitigen. Nach Untersuchungen der Uni Mannheim soll jetzt unter anderem ein sechsstelliger Betrag in die Entstaubungsanlage investiert werden.

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Mittwoch 22.12.1999

Haushalt Landkreis
Obersontheim. 241,5 Mio für den Landkreis, 69,5 Mio für die Kreiskrankenhäuser: Der insgesamt 311 Mio-Mark Etat für das Jahr 2000 wurde gestern den Kreisräten des Landkreises Schwäbisch Hall bei der Sitzung in Obersontheim vorgelegt. Finanzieren kann der Landkreis den Haushalt, ohne zusätzliche neue Kredite. Und trotz einer Zunahme um 4,1 Prozent kann sogar die Kreisumlage um zwei Hebesatzpunkte gesenkt werden. Kreiskämmerer Dieter Häussler allerdings spricht nicht von einer Senkung, schließlich werden Rechnungen in Mark und nicht in Hebesatzpunkten bezahlt. Tatsächlich nämlich bekommt der Landkreis trotz der zwei Hebesatzpunkte weniger als 1999 im kommenden Jahr bei 32 Prozent Hebesatz rund 19 Mio Mark mehr in die Kasse als 1999 bei 34 Prozent. Auch von einer grundsätzlichen Besserung der Kreisfinanzen will Dieter Häussler wenig wissen. Er spricht lieber von einem Stop der Verschlechterung. Denn noch sei nicht sicher, ob sich daraus ein Trend zum Guten entwickle. Das beginnt für ihn erst bei Hebesätzen unter 30 Prozent.

Diebischer Wachmann
Landkreis schwäbisch Hall. In Untersuchungshaft sitz jetzt ein 28jähriger Mann aus Jugoslawien, der im Landkreis schwäbisch Hall bei verschiedenen Firmen als Wachmann arbeitete. Mit Generalsschlüsseln hatte er aufgrund seiner "Wach-Tätigkeit" Zugang zu Räumen, aus er zahlreiche Waren verschwinden lies, der er zu Geld machen konnte. Auch seine eigene Wohnungseinrichtung war bis zur Küche komplett zusammengeklaut. Auf die Spur des 28jährigen kam die Polizei, als trotz elektronischer Wegfahrsperre ein hochwertiges Auto verschwand. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand die Kripo bei dem 28jährigen weitere Nachschlüssel für Autos und Lastzüge sowie gefälschte Papiere.

Sexgangster
Hohenlohe. Einen Sexgangster jagt die Polizei im Grenzgebiet zwischen Hohenlohe und dem bayrischen Teil Frankens. Mindestens sieben Frauen hat der Mann schon vergewaltigt. Der Täter lauert seinen Opfern in deren eigenen Fahrzeugen auf, wenn sie Discos, Fitnessstudios oder andere Veranstaltungen verlassen. Auf dem Heimweg hält er dann den Frauen eine Waffe an den Kopf, zwingt sie in einsame Gegenden zu fahren und schließlich anzuhalten. Er fesselt seine Opfer mit Handschellen und vergewaltigt die Frauen dann. Die Polizei vermutet noch weitere außer den bekannten sieben Opfern und ging jetzt in einer gemeinsamen Aktion mit der bayrischen Kripo an die Öffentlichkeit.

Weniger Entlassungen
Künzelsau. Mustang in Künzelsau wird weniger Mitarbeiter entlassen als ursprünglich geplant. Zum 31. März aber ist dennoch für 38 Angestellte Schluss. Für sie wurde jetzt ein Sozialplan verabschiedet. Betriebsrat und Unternehmen waren gleichermaßen zufrieden mit dem Abschluss der Sozialplan-Verhandlungen. Die Abfindungen sind genauso hoch wie bei den 40 Kündigungen im Sommer. Mustang beschäftigt jetzt noch 500 Mitarbeiter. Grund für die Kündigungen sind die starken Umsatzrückgänge im Jeansgeschäft. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz von Mustang bei 334 Millionen Mark.

Arbeiter tot
Bad Mergentheim. Ein 48jährige Arbeiter, der am Montag bei der Baustelle des Sendemastes Löffelstelzen in Bad Mergentheim schwer verletzt wurde, ist in der Nacht im Uni-Klinikikum von Würzburg gestorben. Nach Polizeiangaben war der Mann aus ungeklärten Gründen von einem Gerüst 10 Meter tief auf eine Betonplattform gestürzt. Der Mann hatte dabei die lebensgefährlichen Verletzungen erlitten, denen er jetzt erlag.

Erneute Zurückweisung
Hohenlohekreis. Klaus Mugele, Vorsitzender des Hohenloher Bauernverbandes wies erneut empört die Vorwürfe des Stuttgarter Untersuchungsausschusses zurück, der Kreisverband habe zu Unrecht und doppelt Zuschüsse für die Sozialberatung bezogen. Der Rechnungshof Baden-Württemberg habe bereits im Februar 1999 eindeutig festgestellt, dass die Vermögensverhältnisse der einzelnen Verbände für die Zuschüsse nicht relevant sind. Die Verwaltungsstellentätigkeit der Bauernverbände im Auftrag der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung, so Mugele weiter werde von dort als Dienstleistung bezahlt und könne nicht als Subvention angesehen werden. Die im Untersuchungsausschuss erhobene Behauptung, die gleiche Tätigkeit würde aus zwei Fördertöpfen doppelt bezahlt, sei deshalb unwahr. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so schwer zu begreifen ist", kritisierte Mugele. Das System der Kostenübernahme durch das Land über Beantragung, Bewilligung und Auszahlung an die Bauernverbände bestehe im übrigen seit 1961 unverändert und es könne ja wohl nicht über 30 Jahre lang jede Prüfung vor Ort bestehen und sich ab 1995 plötzlich um Betrug handeln.

Neue Möbelhalle
Gaildorf. Der gemeinnützige Verein "Neue Arbeit auf dem Lande" mit Sitz in Crailsheim eröffnete jetzt in Gaildorf eine Gebrauchtmöbelhalle. Möbel für Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer, Küchen und Arbeitsräume werden auf dem Spendenweg angenommen, von Mitarbeitern des Vereins aufgearbeitet und wieder verkauft. Ziel der "Neuen Arbeit auf dem Lande" ist es, Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Mit Förderung durch Arbeits- oder Sozialamt werden sie vom Verein befristet eingestellt, in eigenen Projekten wie den Möbellagern beschäftigt oder an Firmen aus dem landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich "ausgeliehen". Rund fünfzig Arbeitnehmer wurden dieses Jahr schon von ihren "Ausleihern" in feste Arbeitsverhältnisse übernommen.

Haller Tugend-Anwalt
schwäbisch Hall/Michelfeld. Über das werbliche Wohlverhalten von Anwaltskollegen wacht eine selbsternannte Tugendwächter-Kanzlei aus schwäbisch Hall . Schon mehrmals hat sie Kollegen vor Gericht gebracht, weil diese angeblich gegen die Standesregeln verstoßen hatten und mit unerlaubten Zusätzen geworben hatten. Derzeit vor dem Heilbronner Landgericht der Fall einer Michelfelder Anwaltskanzlei, die zu ihrer Anzeige in einem Telefonbuch den Zusatz "Alles was recht ist" gesetzt hatte. "Marktschreierisch" meinen die Haller Tugendwächter, "berufsbezogene Aussage" halten die Michelfelder dagegen. Ein Richter vom Heilbronner Landgericht wird jetzt darüber entscheiden. Das Urteil wird Ende Januar 2000 erwartet.

Jahreskarten ab sofort
Künzelsau. Ein Jahr lang mit der Künzelsauer Bergbahn zu fahren kostet 600 Mark. Diesen "Einführungspreis" legte jetzt die Künzelsauer Stadtverwaltung fest. Die Dauerkarten für die Künzelsauer Bergbahn können ab sofort in der Infozentrale des Rathauses gelöst werden. Dezemberkarten für Erwachsene kosten 35 Mark. Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenlos mit einem Erwachsenen mitfahren. Allein bezahlen Kinder von sechs bis elf Jahren 1.50 Mark für die Einzelfahrt oder 64 Mark für die Schülermonatskarte, die auch bei den Bussen des NVH gilt. Am 24. Dezember übrigens fährt die Bergbahn nur von 6.30 bis 16.30 Uhr.

Südumgehung definiert
Crailsheim. Die Trasse der Umweltschützer für eine Südtagente in Crailsheim ist so gut wie vom Tisch. Die Crailsheimer Stadträte definierten nach einem Gutachten ihrer Verkehrsplaner einen sogenannten Korridor, in dem eine Trasse geplant werden soll. Dieser Korridor verläuft, ohne dass eine genaue Trasse bereits geplant ist, in etwa auf der Linie, die bislang als möglicher Trassenverlauf diskutiert wurde. Weit ab vom Verlauf der Trasse der Umweltschützer, die eine Südumgehung weitgehend auf den bereits bestehenden Kreisstraßen im Süden Crailsheims sich vorstellen. Auch dort gibt es sehr sensible gebiete, wie etwa einen Korridor, zwischen Onolzheim und Jagstheim, der alljährlich von Krötenwanderungen betroffen ist. In einer der nächsten Sitzungen soll nun der Crailsheimer Gemeinderat den gefundene Korridor absegnen, damit die Verwaltung Anträge nach dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz stellen kann. Noch völlig unklar ist die Finanzierung der geplanten Straße. Nur der Kreistag des Landkreises schwäbisch Hall hat bislang seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, mit zu finanzieren, denn die Kreisräte hoffen, nach dem Bau der Südtangente mehrere Kreisstraßen abstufen zu lassen und an die Stadt Crailsheim abgeben zu können.

Jugendhaus gefordert
Gaildorf. Dietmar Winter Sozialarbeiter in der aufsuchenden Jugendarbeit in Gaildorf regte an, für Jugendliche am Abend einen Teil in der Sporthalle zum Basketball spielen zur Verfügung zu stellen. Um langfristig die Jugendarbeit zu verbessern sei zudem ein höherer Bedarf an Räumlichkeiten vorhanden. Sprich: Gaildorf braucht ein Jugendzentrum oder ein Jugendhaus. Ein gemeinsames Jugendzentrum würde die Integration der unterschiedlichen und einst verfeindeten Jugendgruppen in Gaildorf verbessern. Die Kontakte zwischen den einzelnen Organisationen der Jugendarbeit in der Stadt untereinander und zu den Schulen müsse ebenfalls verbessert werden. Zudem sollte ein extra Arbeitskreis Konzepte für die Jugendarbeit erstellen. Für die Betreuung türkischer Jugendlicher in Gaildorf ist nach wie vor kein Nachfolger des nach München gegangenen Sozialarbeiters Thron gefunden. Die erste Ausschreibung blieb ohne Echo.

"Ouklopfe Hämmerle" war Erfolg
Künzelsau. An den Donnerstagen der Adventszeit waren Künzelsauer Kinder in der Stadt unterwegs, um nach altem, wiederbelebtem Brauch an den Häusern der Stadt anzuklopfen. "Ouklopfa Hämmerle" war in früheren Zeiten für Kinder armer Leute die einzige Möglichkeit, an Süßigkeiten zu kommen. Heutzutage aber verbanden die Kinder mit ihrem Zug zu den Haustüren einen wohltätigen Zweck. Aufgeteilt in neun Gruppen sammelten sie für einen Schulhaus-Neubau im Kosovo. Erfreulich für die Schülerinnen und Schüler und die Begleitpersonen war die freundliche Aufnahme, die sie in allen Haushalten fanden. Überall fand man Zeit, die Sprüchlein und Lieder der Kinder anzuhören und sich mit großzügigen Geldspenden oder Süßigkeiten zu bedanken. Das Ergebnis der Geldspenden übertraf alle Erwartungen. Für den Schulhausbau im Kosovo konnten 2480 Mark gesammelt werden.

Diebe ermittelt
Bad Mergentheim. Eine Gruppe von vier jungen Männern im Alter von 17 bis 21 Jahren konnte jetzt nach längerer Untersuchung vom Polizeirevier Bad Mergentheim als Diebe ermittelt werden. Der angerichtete Sachschaden wird auf über 20.000 Mark geschätzt. Die vier Männer hatten in wechselnder Besetzung Geschäfte in Bad Mergentheim bestohlen. Entwendet wurden hauptsächlich Nintendo- und Sony-Playstation-Spiele. Meist wurden die entwendeten Spiele im Anschluss sofort in einer Videothek in Bad Mergentheim veräußert. Der Erlös diente ausschließlich zum Erwerb von Rauschgift. Inzwischen wird auch gegen Käufer der Spiele wegen Hehlerei ermittelt.

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Donnerstag 23.12.1999

Spatenstich und Baggerbiss
Künzelsau. Zwei Tage vor Weihnachten hat heute die Stadt Künzelsau noch mit einer großen Straßenbaustelle begonnen. Die fünfeinhalb Mio Mark teure Querspange B19 wird allerdings von der Stadt Künzelsau vorfinanziert, denn Bund und Land haben kein Geld. Er sei froh, so Bürgermeister Volker Lenz beim "ersten Baggerbiss", dass die Stadt den Bewilligungsbescheid bekommen habe und damit auch eine relativ hohe Zuschusszusage von über 4 Mio bei geschätzten Baukosten von rund 5,5 Mio Mark. Die Stadt finanziere das zwar für eine gewisse Zeit vor. Wenn man das bislang gemacht habe, sei das Geld dann aber doch immer recht schnell gekommen. Oft werde anderswo ein Bau verzögert oder eine Gemeinde könne trotz Zusage von Zuschüssen die Eigenanteile nicht aufbringen, und dann werde das Geld frei. Da sei er sehr zuversichtlich. Die Querspange B19 sei doch ein wichtiger Straßenbau, der die Künzelsauer Innenstadt deutlich entlasten könne. Fertiggestellt werden soll der Straßenbau quer über das einstige Bahnhofsgelände im Sommer 2001.

Kleiner vorlauter Bruder
Öhringen. Als die Polizei klingelte, leugneten eine 15jährige und ihr 17jähriger Freund, etwas von einem Diebstahl zu wissen, der sich kurz zuvor in einem Öhringer Textilgeschäft ereignet hatte. Doch der 5jährige Bruder des Mädchens wusste es besser. Der Freund habe zwei graue Kleider mitgebracht, sagte er. Die Polizeibeamten fanden das Diebesgut auf dem Balkon versteckt. Der 17jährige hatte einen Damenanzug auf offener Straße von einem Ausstellungsständer genommen und war davongerannt. Aufgrund von Zeugenaussagen war die Öhringer Polizei rasch auf die Spur des 17jährigen und seiner Freundin gekommen.

Multimedia Tage
schwäbisch Hall. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises schwäbisch Hall veranstaltet in Zusammenarbeit mit der IHK, der Handwerkskammer und dem Technologiezentrum erstmals Multimedia-Tage. Das Projekt wird im Rahmen der Landesinitiative 'media` vom Land Baden-Württemberg unterstützt. Eröffnet wird das Projekt mit einer Vortragsveranstaltung im Parkhotel Ilshofen am 6. April des nächsten Jahres. Zugesagt hat sein Kommen auch der baden-württembergische Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring. Außerdem wird das Haller Tagblatt bei dieser Veranstaltung die Medienpreise für das Jahr 1999 verleihen. Vom 7. bis 9. April findet dann die Multimedia-Messe mit Ausstellungspräsentationen zahlreicher Unternehmen aus dem Medien, Kommunikations-, Marketing- und EDV-Bereich statt. Am ersten Messetag bleibt die Ausstellung dem Fachpublikum vorbehalten. An den öffentlichen Messetagen werden dem Publikum zahlreiche Vorführungen und Workshops rund um den PC, neue Medien und Internet geboten.

Kreis sucht Häuser
Landkreis schwäbisch Hall. Der Landkreis schwäbisch Hall sucht dringend Häuser für die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Derzeit gibt es noch 557 Asylbewerber im Landkreis, alle in Crailsheim. Doch die bisher genutzten Gebäude sind schon oder werden demnächst abgebrochen, da die Liegenschaften in den ehemaligen US-Kasernen von den Städten Crailsheim und schwäbisch Hall genutzt werden. Nun braucht der Landkreis dringend neue Liegenschaften, um die Asylbewerber unterzubringen. Auf zwei Anzeigen des Kreises sind bislang kaum Mietangebote eingegangen, so Kreiskämmerer Dieter Häussler. Es sei relativ schwierig Liegenschaften zu finden, denn überall wo er anfrage, winken die Leute ab, wenn sie hören, für welchen Personenkreis die Räumlichkeiten gebraucht werden, Alternative gefunden haben. Im Gespräch ist auch das Landwirtschaftsamt samt Schule in Blaufelden, denn diese Gebäude gehören dem Kreis und werden leer sobald das Landwirtschaftsamt in Ilshofen in Betrieb geht.

Murat wird operiert
Landkreis schwäbisch Hall. Das kurdische Asylbewerberkind Murat Bayman, das bei einem Onkel in Wallhausen lebt, kann endlich operiert werden. Nachdem mittlerweile aufgrund eines Aufrufes der Diakonie 200.000 Mark gesammelt wurden und der Landkreis eine 70.000 Mark-Bürgschaft für eventuelle Risiken und Nachbehandlungen abgegeben hat, kann die Knochenmarkstransplantation von seiner Schwester Sevda auf Murat an der Uni-Klinik in Ulm vorgenommen werden. Ohne die Operation würde der 10jährige Junge innerhalb des nächsten Jahres sterben. Er hat eine seltene Blutkrankheit, deren akuter Verlauf bislang durch wöchentlich mehrere Bluttransfusionen am Haller Diak unterdrückt wird. Die Operation ist für Anfang des Jahres 2000 vorgesehen.

Zu viele Märkte
Vellberg. Den Anwohnern des Vellberger Städtle gibt es zu viele Märkte innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern. Der Gemeinderat beschloss deshalb nach Anhörung der Bürger nur noch einen Trödelmarkt im Jahr abzuhalten. Auch soll es im Jahr 2000 keinen Mittelaltermarkt im historischen Städtle geben. Die Beschlüsse fielen einstimmig.

Jetzt auch PET
Mainhardt. Hielt die Brunnen-Union mit ihrem Mainhardter Abfüllbetrieb Römersprudel bei der Neugründung 1996 noch der guten alten 0,7-Liter-Glasflasche die Treue, so wird jetzt seit neuestem Römersprudel auch in 1-Liter-PET-Flaschen abgefüllt. Ganz umgestellt wird allerdings nicht, da es immer noch eine erhebliche Anzahl von Kunststoffgegnern unter der Kundschaft gebe. Unabhängig von der Art der Flaschen hat die Nachfrage nach Mainhardter Römersprudel in den vergangenen drei Jahren so zugenommen, dass der Betrieb jetzt im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr abfüllt. Das 1996 angepeilte Jahresziel von 60 Mio Füllungen wurde mittlerweile weit überschritten.

Heute Weihnachtsspiel
Crailsheim. Statt eines Weihnachtsspieles gegen eine All-Star-Mannschaft werden die Basketballer der Crailsheim Merlins heute Abend zu einem Punktespiel in der Regionalliga gegen die Spieler der SpVgg Feuerbach antreten. Der Zuspruch zu diesem Weihnachtsereignis in Crailsheim ist seit Jahren ungebrochen. So ist das Spiel heute Abend seit Wochen völlig ausverkauft. Selbst für Crailsheimer in der Fremde gehört es zum guten Ton sich wenigstens an diesem Tag bei den Merlins sehen zu lassen. Wer keine Karten für das Spiel mehr ergattern konnte, lässt sich zumindest bei der anschließenden Fete sehen. Dort gibt es mindestens dreimal soviel Platz, wie in der Sporthalle. Die Merlins haben sich in diesem Jahr den alten Flieger-Hangar auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände angemietet. Wie man hört, hat Merlins-Chef Martin Romig ein Auge auf die Halle geworfen. Sie liese sich möglicherweise auch zur Spielstätte umbauen, wenn in anderthalb Jahren die jetzige Merlins-Halle "Der Stall" mit allen anderen Gebäuden der ehemaligen US-Liegenschaft McKee-Barracks abgerissen wird.

Wacker-Insolvenz
Satteldorf-Grönigen. Vor wenigen Tagen erst der tragische Tod des Brauereibesitzers, jetzt das Ende der Brauerei? Die geschiedene Frau des letzten Wacker-Braumeisters hat für ihre minderjährige Tochter, die Alleinerbin ist, das Insolvenzverfahren angestrebt. Angeblich sei das 135 Jahre alte Traditions-Unternehmen überschuldet. Der eingesetzte Insolvenzverwalter Helmut Eisner wollte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen treffen über einen möglichen Fortbestand der Brauerei, die zu den letzten kleinen Familienbrauereien der Region gehört. Weit bekannt war die Brauerei durch ihr alljährliches Festzelt auf dem Crailsheimer Volksfest. An mangelndem Absatz kann der Gang zum Insolvenzgericht nicht gelegen haben, davon ist Peter Wacker, der Bruder des verstorbenen Braumeisters überzeugt. Er will sich wie andere Mitglieder der Familie dafür einsetzen, dass zumindest der Markenname Wacker erhalten bleibt. Offen ist, ob sich jemand findet, der die nach ökologischen Kriterien brauende Spezialbrauerei Wacker weiterführen wird.

Deutsche Meister
Öhringen. Gleich zwei Mannschaften (eigentlich Frauschaften) aus dem Hohenlohischen hatte sich für die Endausscheidungen zu den Deutschen Meisterschaften der Jazz-Dancer qualifiziert. Während die Frauen des TSV Künzelsau sich bis auf Platz zwei der Gruppe A vortanzen konnten, kamen die Frauen der TSG Öhringen als Deutsche Meister nach Hause. Zum dritten Mal schon holten sich die Jazztänzerinnen der Gruppe "Contact Release" die Deutsche Meisterschaft. Zusätzlich überbrachte TSG-Ehrenpräsident Gerhard Spengler die Nachricht, das die Jazzttanzgruppe "Contact release" zur Mannschaft und Tänzerin Elke Stoll zur Sportlerin des Jahres gewählt wurden

Brand in Lebensmittelmarkt
Bad Mergentheim. Der Marktleiter eines Lebensmittelmarktes im Mergentheimer Teilort Neunkirchen ist seit gestern morgen verschwunden, ebenso die Einnahmen des Vortages. Bemerkt wurde das Verschwinden durch einen Brand, der vermutlich vom verschwundenen Marktleiter gelegt wurde, um sein Verschwinden zu vertuschen. Der entstandene Schaden wird auf rund 200.000 Mark geschätzt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sucht nun nach dem 24jährigen, schlanken blondhaarigen Brillenträge und seinem blauen Opel Astra mit dem Kennzeichen TBB-RP 197.

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Donnerstag 24.12.1999

Weihnachtsbäume ungeliebt
Hohenlohe/Hall. Der Rat der Freien Reichsstadt Hall hat ein Dekret erlassen, das es verbietet "gegen die heiligen Christfeyertäge die schönsten Tannenbäumlein zu entwenden und als sogenannte Christbäumlein heim zu bringen". 1758 wurde damit im Hohenlohischen erstmals offiziell und schriftlich ein Brauchtum dokumentiert, das im 16. Jahrhundert im Elsaß und im Breisgau begonnen hatte: der Weihnachtsbaum. Zwanzig Jahre später fühlte sich dann das Herzogtum Württemberg bemüsigt, ähnliche Warnungen herauszugeben. Verständlich wird die ablehnende Haltung gegenüber dem Weihnachtsbaum, wenn man um die Sorgen weiß, die sich die Verantwortlichen um die ruinierten Wälder des Landes machten. Man hatte Schwierigkeiten das unentbehrliche Holz aus den zu stark abgeholzten und kaum wieder aufgeforsteten Wäldern zu gewinnen. Doch das Verbot, junge Tannenbäume aus dem Wald zu holen oder ältere Nadelbäume "abzugipfeln" ließ sich nicht durchsetzen. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Brauch vom Hohenlohischen aus über die schwäbische Ostalb bis nach Ulm, wo 1804 der Christbaum erstmals auftauchte. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich der Brauch überall in Württemberg durchgesetzt. 1897 heißt es in einer Oberamtsbeschreibung: "An Weihnachten trifft man überall den Weihnachtsbaum, nur dass auf dem Land meist die Lichter fehlen." Heute, wo Bäume nicht mehr im Wald geklaut werden müssen, sondern durch Plantagenanbau überall in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, ist der Weihnachtsbaum bei den Behörden aus anderen Gründen unbeliebt. Die Stadt Hall zum Beispiel beklagte die Kosten, die durch das Einsammeln der ausgedienten Bäume entstehen und wollte in diesem Jahr erstmals diese Dienstleistung verweigern. Doch wie schon damals: der Wille des Volkes ist stärker. Halls Oberbürgermeister musste klein beigeben und die bereits abgesagte Sammelaktion auf Drängen der Gemeinderäte wieder zusagen. Was wohl die bezopften Räte der württembergischen Herzogzeit zu den Problemen heutiger Räte gesagt hätten? Sie waren ja bemüht gewesen , "die üble Gewohnheit mit Stumpf und Stiel auszurotten".

Behinderte integrieren
Hohenlohekreis. Die Arbeitsgemeinschaft Integration für Menschen mit Behinderung im Hohenlohekreis wächst. Aus den 19 Erwachsenen mit acht Kindern, die sich in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen hatten, sind heute bereits 44 Erwachsene mit 20 Kindern geworden. Durch das Engagement dieser Interessengemeinschaft und die wachsende Mitgliederzahl war es jetzt möglich neue Arbeitskreise zu bilden. In diesen AK geht es um Fragen zu Kindergarten, Schule, Beruf und Wohnen, sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Mit Veranstaltungen und Aktionen zum Themenbereich Kindergarten und Schule machte die AG Integration im abgelaufenen Jahr auf das Thema Integration behinderter Menschen aufmerksam.

Kauft AVA Grosso?
Region/Bielefeld. Der AVA-Handelskonzern in Bielefeld ist anscheinend am Kauf der 108 Grosso- und Magnet-Märkte des Tengelmann-Konzerns interessiert. Über die Höhe des Kaufpreis-Angebotes wurde Stillschweigen vereinbart. Die Märkte, darunter Grosso in Crailsheim und schwäbisch Hall, gelten als begehrt in Branchenkreisen. Ob AVA allerdings in den Mietvertrag über einen noch im Bau befindlichen zweiten Grosso-Markt in Hall einsteigen wird ist unklar. An der Wirtschaftlichkeit eines innerstädtischen Grosso-Marktes gibt es aufgrund der speziellen Haller Struktur erhebliche Zweifel. Die Bevölkerung der Innenstadt würde lieber ihren angestammten Tengelmann-Markt als "Nachbarschafts-Laden" behalten, dessen Bestand aber ebenfalls erheblich in Zweifel steht. Tengelmann hat einen im nächsten Jahr auslaufenden Pachtvertrag bislang nicht verlängert. Neben den Grosso-Märkten verkauft der finanziell angeschlagene Tengelmann-Konzern auch seine Modekette Takko an eine Investorengemeinschaft. Entlassungen soll es dabei nicht geben, so die Tengelmann-Konzernleitung in Mülheim.

Neuer Eigenbetrieb
Öhringen. Die Stadt Öhringen gründet zum 1. Januar 2000 Technische Werke. Daneben wird aus steuerlichen Gründen der Eigenbetrieb Abwasserwirtschaft als Rest des bisher schon bestehenden technischen Betriebes übrig bleiben. Der Gemeinderat stimmte in der letzten Sitzung vor Weihnachten den Satzungen zu. In die neuen Technischen Werke werden die Freibäder Öhringen und Michelbach, das Hallenbad, das Wasserwerk, das Blockheizwerk und der Stadtbusbetrieb eingegliedert. Zudem gehören zu den Aufgaben der Technischen Werke die Bereitstellung und der Betrieb von Parkierungseinrichtungen. Das Stammkapital beträgt 7,7 Millionen Mark. Zudem will die Stadt Öhringen ihre EnBW-Aktien verkaufen. Vom Verkaufspreis werden die Betriebsdefizite der Technischen Werke abgezogen - also rund 1,1 Millionen Mark im Jahr 2000. Für diesen Betrag muss die Stadt Öhringen dann keine Steuer an das Finanzamt abführen. Zur Abdeckung des Bäderdefizts überweist die Stadt 2000 weitere rund 1,1 Millionen Mark in die Kapitalrücklage der Technischen Werke.

Mehr Geld für Ehrenamt
Bühlerzell. Eherenamtlich Tätige in Bühlerzell wie etwa der Wildschadens-Schätzer oder Wahlhelfer erhalten ab dem 1. Januar 2000 mehr Geld als Ausfallentschädigung. Die bisherigen seit langen Jahren gültigen Stundensätze wurden glatt verdoppelt. Für bis zu zwei Stunden Einsatz gibt es jetzt 30 Mark, bis vier Stunden 60 Mark bis sechs Stunden 80 Mark und überschreitet der Einsatz gar diese Frist , zahlt die Gemeinde 100 Mark. Sich selbst haben die Gemeinderäte übrigens nicht bedacht. Sich selbst zahlen die Räte nach wie vor 30 Mark Sitzungsgeld, egal wie lange sich die Beratungen des Gremiums hinziehen.

Freilandmuseum geöffnet
Wackershofen. Das Hohenloher Freilandmuseum von Wackershofen ist zum Ende des alten und zum Beginn des neuen Jahres an einigen Tagen geöffnet. So gibt es auch am zweiten Weihnachtsfeiertag Gelegenheit zwischen 13 und 16 Uhr durch das Museumsdorf zu spazieren, das eine oder andere historische Haus zu besichtigen und natürlich die Eisenbahnanlage der Modelleisenbahnfreunde schwäbisch Hall zu bewundern, die in der Ausstellungsscheune des Museums aufgebaut ist. Sie stellt in Spurweite N die Strecke vom Tullauer Eisenbahnviadukt bis zum Ripperg-Tunnel inklusive des Haller Bahnhofes dar. Weitere Öffnungstermine des Museums sind der 2., der 6., 8. und 9. Januar.

Mit Haftbefehl gesucht
Bad Mergentheim. Von dem 24jährigen Marktleiter, der vor zwei Tagen vermutlich seinen eigenen Supermarkt in Bad Mergentheim-Neunkirchen angezündet hat, fehlt nach wie vor jede Spur. Der Marktleiter hatte den Brand vermutlich gelegt, um seinen Diebstahl der Tageseinnahmen und seine anschließende Flucht zu vertuschen bzw. zu decken. Wie die Kripo mitteilte, wurde gegen den 24jährigen Mann inzwischen ein Haftbefehl erlassen. Das Fluchtauto des Mannes wurde gestern in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald gefunden.

Eiswein vor Weihnachten
Region. Ab ungefähr 8 Grad Minus kann man Eiswein ernten, dann gefriert der Saft in den Trauben, die zuvor zum Schutz gegen die Kälte ungeheuer viel Zucker produziert haben. In Flein, in Schloss Lehrensteinsfeld, in Ilsfeld, in Hohenbeilstein, Güglingen Adolzfurt und Unterheimbach wurde bisher geerntet, jeweils nachts im Schein von Laternen und Taschenlampen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Weingutes Mai in Unterheimbach wurde Eiswein gelesen. Und das trifft sich gut. Der Ort steht vor einem großen geschichtlichen Ereignis: Unterheimbach wird im Jahr 2000 700 Jahre alt. 300 Liter Eiswein mit 195 Grad Öchsle wurden aus Riesling-Trauben gepresst. Eiswein wurde auch beim Weingut Birkert in Adolzfurt zum ersten Mal ausprobiert. Der Versuch ging gut aus. Es war minus elf Grad kalt, als in Adolzfurt Rieslingwein geerntet wurde. 450 Liter kamen aus den Reben von 25 Ar zusammen. Auch die Kochertalkellerei in Ingelfingen plant noch, einen Eiswein zu ernten Es hängt noch Riesling in den Weinbergen. Doch nachdem es jetzt auf Weihnachten hin wieder wärmer wird, bleibt den Ingelfingern nur übrig auf die nächste Kältewelle zu warten.

Kind verunglückt
Hesselbronn. Kurz vor Weihnachten schwer verunglückt ist ein achtjähriger Junge aus Kupferzell-Hesselbronn. Mit einem Plastikschlitten war er einen kurzen Abhang hinuntergerodelt und am Ende auf die Straße geraten - direkt vor den Kühler eines Kleinlasters, der nicht mehr anhalten konnte. Als der Notarzt vor Ort eintraf, war der Junge bewusstlos. Ein angeforderter Rettungshubschrauber brachte den Jungen in die Uniklinik nach Würzburg, wo der Junge in ein künstliches Koma versetzt wurde. Nach den Untersuchungen, so die Ärzte, besteht für den Jungen aber wohl keine Lebensgefahr mehr. Es war dies der zweite Unfall innerhalb kurzer Zeit, der sich im Hohenlohischen im Zusammenhang mit Schlittenfahrten ereignete. Die Polizei bittet Eltern dringend ihre Kinder über die gefahren aufzuklären.

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25.12.1999

Weihnachten

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26.12.1999

Weihnachten

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Montag 27.12.1999

Orkan über Hohenlohe
Hohenlohe. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 157 Stundenkilometern, gemessen in schwäbisch Hall-Bibersfeld fegte der Orkan Lothar über Hohenlohe. Folge am zweiten Weihnachtsfeiertag: nichts ging mehr. Es gab kaum eine Straße, die nicht durch umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste blockiert war. Selbst der Eisenbahnverkehr war teilweise eingestellt. Stromleitungen waren unterbrochen, das Telefonnetz war teilweise gestört. So konnte man von Hall aus gestern Teile des Landkreises nicht erreichen. Oberrot war eine Zeit lang völlig von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen waren entweder durch umgestürzte Bäume, die Rottalstraße Richtung Mainhardt durch Hochwasser unpassierbar. Rund 600 Anrufe hatten die beiden Leitstellen von Rettungsdiensten und Feuerwehr im Hohenlohekreis und im Landkreis schwäbisch Hall zu verkraften. In Hall war die Leitstelle wegen Überlastung gezwungen, den Funkverkehr zu reglementieren und routinemäßige Funkmeldungen wie die Ankunft am Einsatzort zu unterbinden. Rund 1000 Helfer hatten die Organisationen in Hohenlohe auf den Beinen, die ihre teilweise gefährliche Arbeit verrichteten. In Waldenburg wurde ein Feuerwehrmann beim freisägen einer Straße am Unterarm gefährlich verletzt. Doch auch die Rettungsdienste hatten Schwierigkeiten zu ihren Einsatzorten zu gelangen. Weniger schlimm dagegen war die Hochwasser-Situation. Die Niederschläge blieben unter den vorhergesagten Werten und so fielen die Wasserstände niedrige als erwartet aus. Weniger erfreulich für die zu Hause gebliebene Bevölkerung allerdings war, dass auch die meisten Fernsehkanäle am Sonntag Nachmittag ausfielen und nicht wiederkamen.

Schwein gehabt
Hohebach. Noch vor dem Sturm, in den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages kam auf der Straße zwischen Stachenhausen und Hohebach im Hohenlohekreis ein Schweinetransporter in Verkehrsnöte. Der mit Sondergenehmigung am Feiertag fahrende Transporter kam wegen plötzlich auftretender Straßenglätte ins Schleudern. Dabei kippte der Anhänger, der mit 57 Mastschweinen beladen war. Fünf Schweine wurden bei dem Unfall getötet. Die anderen Tiere konnten umgeladen und abtransportiert werden. Es entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Mark.

Gewerbeplanung im Jagsttal
Dörzbach. Mit der Planung eines neun Hektar großen Gewerbe- und Mischgebietes will sich die Gemeinde Dörzbach weiterentwickeln. Dem Planentwurf stimmte der Gemeinderat kurz vor Weihnachten zu. Von Hohebach her rechts soll am Ortseingang von Dörzbach ein sechs Hektar großes Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Genau gegenüber auf der linken Seite, zwischen Bundesstraße und Jagst ein drei Hektar großes Mischgebiet. Dort denkt man unter anderem an ein Hotel in naturnahem, romantischem Umfeld vorfinden. Für unverzichtbar hält Planer Klaus Bernhardt in diesem sensiblen Gebiet allerdings eine klare Gliederung durch Grünzäsuren. Was er an Bepflanzung vorgesehen hat, schien manchem Gemeinderat sogar fast etwas üppig. Aber auch Bürgermeister Willi Schmidt teilte die Meinung des Architekten: "Dieses Gebiet soll wirklich Parkcharakter haben". Zunächst einmal, das war allen Beteiligten klar handelt es sich zunächst einmal um eine schöne Vision. Verwaltung und Gemeinderat klar waren aber auch überzeugt, dass die Vision auf lange Sicht dann eine Chance auf Verwirklichung hat, wenn die Gemeinde eventuellen Interessenten möglichst bald konkrete Angebote machen kann.

Ungewöhnlicher Fund
Öhringen. Selbst wenn man der ehrliche Verlierer ist: wie will man nachweisen, dass man der rechtmäßige Eigentümer des Stücks Papier ist, das ein ebenso ehrlicher Finder am Donnerstag vor Weihnachten in Öhringen von der Straße aufhob und zum Fundamt brachte? Es handelt sich nämlich um einen relativ ungewöhnlichen Fund, der keinerlei persönliche Kennzeichnung hat: einen großen Geldschein. Er kann beim Öhringer Fundamt abgeholt werden, gegen eine ausreichende Beschreibung des möglichen Fundortes. Das heißt: der Verlierer sollte wissen und irgendwie nachweisen können, wo er oder sie sich am Donnerstag vor Weihnachten aufgehalten habt und den Geldschein verloren haben könnte.

Krankenhaus-Umbau
Gaildorf. Der Umbau des Krankenhaus-Altbaus , der sogenannte dritte Bauabschnitt soll in fünf Bauphasen realisiert werden. Gesamtkosten: 11,8 Millionen Mark. Die demnächst beginnenden Arbeiten sollen im Jahr 2004 abgeschlossen sein. Die erste Bauphase ab Januar kostet rund zwei Millionen Mark. Begonnen wird mit dem Erdgeschoss, wo unter anderem das Labor vergrößert wird. Die Umbauarbeiten werden sich allerdings nicht einfach gestalten, da der Krankenhausbetrieb weiter geht.

Lichter aus im Bahnhof?
Gaildorf. Die Deutsche Bahn AG prüft unter der Vorgabe der Wirtschaftlichkeit ihre Fahrkartenschalter. Beim Bahnhof Gaildorf kommt die Bahn zum Ergebnis, dass er sich nicht rechnet. Offiziell mag die Bahn AG (noch) nicht sagen, dass am Westbahnhof bald alle Lichter ausgehen, doch ist auf Anfragen auch kein Widerspruch zu hören. Man prüfe noch, so die offizielle Aussage. Gaildorfs Bürgermeister Kurt Engel möchte aber nun Klarheit. In einem Schreiben an die Bahn AG bringt er unmissverständlich zum Ausdruck, dass eine "Besetzung des Fahrkartenschalters in Gaildorf unverzichtbar" ist. Mit den für manche sicherlich hilfreichen Automaten alleine könne ein ausreichender Service für die Bahnkundschaft nicht gewährleistet werden. Engel bedauerte und nannte es ein großes Versäumnis der Bahn, dass die ursprünglichen Verhandlungen zur Betreuung des Fahrkartenschalters mit der WEG (die ab Gaildorf die Nebenbahnstrecke nach Untergröningen betreibt) nicht erfolgreich abgeschlossen wurden. Bevor eine ernsthafte Schließung des Schalters in Betracht komme, schlägt Engel vor, müsse nochmals mit der WEG verhandelt werden. Seiner Meinung nach wäre die WEG nach wie vor bereit, im Auftrag der Bahn die Betreuung des Bahnhofs zu übernehmen. Auch Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring hat sich als Abgeordneter der Region in die Angelegenheit eingeschaltet und die Bahn um ein Gespräch gebeten. Insbesondere will der Minister wissen, unter welchen Bedingungen eine Schließung des Bahnhof abgewendet werden könne.

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Dienstag 28.12.1999

Feuerwerksverbot
schwäbisch Hall. Streng kontrollieren wird die Stadtverwaltung zu diesem Jahreswechsel das erlassene Verbot von Feuerwerkskörpern rund um den Marktplatz. Das Verbot gilt nicht nur auf dem Marktplatz selbst, wo mehrere Tausend Menschen ein organisiertes Milleniumsfest feiern wollen, das die Stadtverwaltung inklusive Großfeuerwerk organisiert hat. Das Feuerwerksverbot gilt auch für die angrenzenden engen Gassen rund um den Marktplatz, den Klosterbuckel, die Pfarrgasse und die Herrengassen. Begründet wird das Verbot nicht nur mit der versammelten Menschenmenge sondern auch mit der engen Bauweise der Altstadt und der Gefahr eines Stadtbrandes durch Feuerwerkskörper.

Merlins abgerutscht
Crailsheim. Mit 71:84 haben die Crailsheim Merlins ihr erstes Spiel der Rückrunde in der Basketball-Regionalliga verloren. Das als Milleniumspiel apostrophierte Spiel gegen Tabellenverfolger Spielvereinigung Feuerbach ging am Tag vor Weihnachten zu Hause wie Spielbeobachter meinen aus Leichtsinn der Crailsheimer Spieler verloren, die wohl mehr an die anschließende Weihnachtsfete dachten als an das Spiel. Folge: die Merlins tauschten den Tabellenplatz mit den Feuerbachern und rutschen mit jetzt 12:10 Punkten auf den vierten Platz ab.

Weniger aufs Gymnasium
Landkreis schwäbisch Hall. Nur 25,3 Prozent aller Viertklässler wechseln im Landkreis schwäbisch Hall aufs Gymnasium. Dieser Wert liegt weit unter dem Landesdurchschnitt von 33 Prozent. Beliebter im Landkreis Hall und auch im benachbarten Hohenlohekreis, der die gleichen Übergangsquoten aufweist, ist die Realschule. 35 Prozent der Kinder suchen nach einem Abschluß mit Mittlerer Reife. Im Landesdurchschnitt sind es 31 Prozent. Zur Hauptschule schließlich gehen in Hohenlohe nach der vierten Klasse 38,5 Prozent. 34,4 Prozent sind es durchschnittlich in Baden-Württemberg.

Preis für Schüler
Hohenlohe Zwei Hohenloher Schülerzeitungen bekamen einen ersten Preis beim landesweiten Wettbewerb "Arbeitsgemeinschaft Schülermitverwaltung/Zeitung". Schüler der Johann-Friedrich-Mayer-Schule Kupferzell für ihre Zeitung "Schlitzohr und Schüler des Bildungszentrums Bretzfeld für ihre Schülerzeitung "Octopus" bekamen von Staatssekretär Rudolf Köberle im Stuttgarter Kultusministerium die Preise im Wert von je 500 Mark überreicht. Bewertet wurden Heftinhalt, Titelseitengestaltung und das Layout. Jeweils zwei Ausgaben mussten die Schüler dafür nach Stuttgart schicken. Was die Schüler mit dem Geld machen werden, ist noch unklar. In Kupferzell gehen die Vorschläge von Ausflügen, über neue Geräte bis hin zu einem CD-Gutschein für jeden. In Bretzfeld kommt das Geld vorläufig auf das Konto für die Schülerzeitung

Gebrauchter Dienstwagen
Künzelsau. Als gutes Geschäft bezeichnete der stellvertretende Bürgermeister Stefan Schmidt im Künzelsauer Gemeinderat das Angebot eines Autohauses. Das bei einem Unfall in Öhringen beschädigte Dienstfahrzeug von Bürgermeister Volker Lenz wird nicht repariert, sondern von dem Autohaus zum Zeitwert zurückgenommen und gegen einen Gebrauchtwagen zu tauschen. Die Reparatur des zwei Jahre alten Dienstfahrzeuges hätte rund 18.000 Mark gekostet. Der Tauschwagen aber ist 35 000 Mark wert. Weil es aber noch 17.000 Mark für den beschädigten Wagen gibt und eine Versicherungsleistung zu erwarten ist, kommt die Stadt fast ohne Zuzahlung zu einem "neuen gebrauchten" Wagen für den Bürgermeister. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat weiterhin die private Nutzung des Dienstfahrzeugs durch den Bürgermeister. Allerdings nicht kostenlos. Privatfahrten innerhalb des Kreises werden mit einer Pauschale von 75 Mark monatlich abgegolten, für Fahrten außerhalb des Kreises bezahlt der Bürgermeister 52 Pfennige pro Kilometer an die Stadt.

Große Vorhaben
Schöntal. Der Haushaltsplan 2000 von Schöntal wird ein Rekordvolumen von über 33 Millionen haben. Um drei auf über 14 Millionen Mark anwachsen wird der Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen bezahlt werden.: u.a. 500.000 Mark für die Erschließung des Gebietes "Innere Au" in Winzenhofen und 500.000 Mark den Umbau des alten Kindergartens in Westernhausen. Für 700.000 Mark soll das Baugebiet "Martinsloch" in Oberkessach fertiggestellt werden. Für den Ausbau von Ortsstraßen benötigt Schöntal rund eine Million, eine Million auch für den Umbau der Kläranlage in Kloster Schöntal. Noch größer der Brocken für die Kanalisation in Sindeldorf: 1,8 Millionen, und für die Gesamtsanierung der Wasserversorgung investiert die Gemeinde sogar 5,6 Millionen Mark. An Einnahmen gibt es für die Gemeinde u.a. 3,5 Millionen aus der Gewerbesteuer, 3,4 Millionen aus der Einkommensteuer, 1,8 Millionen an Schlüsselzuweisungen, 1,15 Millionen aus Abwassergebühren, 540.000 aus Wassergebühren und aus Grundsteuern knapp eine Million. Doch dies reicht nicht aus, um den Haushalt zu finanzieren, dazu ist auch eine Kreditaufnahme von über vier Millionen Mark notwendig.

Umweltpreis für Spedition
Kupferzell. Neben den Hauptpreisen für eine Solar-Firma aus Freiburg und das Dienstleistungszentrum Bartholomä bekommt auch die Kupferzeller Spedition Metzger aus Kupferzell eine Anerkennung im Rahmen des Umweltpreises für Unternehmen des Jahres 1999, Das Land Baden-Württemberg hat diesen Preis bereits zum siebten Mal ausgeschrieben, abwechseln für Industrie und Handel sowie Handwerk und Dienstleistung. Ausgezeichnet wurde die Spedition mit 70 Beschäftigten für ihre zertifizierten Qualitäts- und Umwelt-Managementsysteme, die beide miteinander verknüpft wurden. Die Firma nehme hier eine Spitzenstellung in der Branche ein, so Umweltminister Ulrich Müller. Die Preisverleihung mit Übergabe der Urkunden wird am 14. Januar im Stuttgarter Haus der Wirtschaft stattfinden.

Zusammenschluss
Künzelsau. Auf der Tagesordnung der DRK- Jahreshauptversammlung Künzelsau stand ein gewichtiger Punkt: Der Zusammenschluss mit dem Ortsverein Morsbach-Büschelhof. Einstimmig waren die Mitglieder der DRK-Ortsgruppe für den Zusammenschluss der beiden Vereine. "Gemeinsam sind wir stärker", so der Künzelsauer DRK-Vorsitzende Karl Koosch. Rund 2600 Stunden waren die ehrenamtlichen Helfer bei rund 90 Einsätzen im vergangenen Jahr im Dienst. Zu den Aufgaben des DRK gehören vor allem die Betreuung von Verletzten bei verschiedenen Veranstaltungen sowie die Hilfestellung bei den Terminen des landesweiten Blutspendedienstes vor Ort. Interessant in diesem Zusammenhang: der DRK-Kreisverband Hohenlohe feiert im kommenden Jahr sein 25jähriges Bestehen.

Heiße Spur
Hohenlohe. In Hohenlohe vermutet die Polizei einen Mann, der vor allem im Grenzgebiet zwischen Bayern und Württemberg, aber auch am Rande des Ballungsraumes Stuttgart Frauen in deren eigenen Autos vergewaltigt. Bereits sieben derartige Verbrechen können dem Mann zugeschrieben werden. Jetzt hat die Polizei möglicherweise eine heiße Spur von dem Täter. Er soll im Raum Nordwürttemberg in einem dunklen 3er BMW mit Ludwigsburger (LB) Kennzeichen unterwegs sein.

Mariahuana gefunden
Schrozberg. Eigentlich war die Polizei in ganz anderen Ermittlungen unterwegs, als sie in Schrozberg einen offensichtlich stark verwirrten Mann überprüfte. Der 31jährige Mann wurde in ärztliche Obhut übergeben. Bei einem Besuch in seiner Wohnung stellten die Beamten dann rund ein Kilogramm Marihuana sicher. Außerdem wurden Cannabis-Samen und eine Aufzuchtvorrichtung für Pflanzen gefunden und sichergestellt.

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Mittwoch 29.12.1999

Wohnungsbrand
schwäbisch Hall. Nur Sachschaden entstand am frühen Dienstag Morgen gegen 1.40 Uhr bei einem Wohnungsbrand in schwäbisch Hall. Aus noch unbekannter Ursache war in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses Feuer ausgebrochen. Die Wohnungsinhaberin und ihr 4jähriges Kind konnten sich in Sicherheit bringen. Niemand wurde bei dem Brand verletzt, die Wohnungseinrichtung und die Schäden am Haus aber belaufen sich auf rund 80.000 Mark. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

Spieleseminar.
Landkreis schwäbisch Hall. Wer einen Spielnachmittag oder mit seiner Kinder- oder Jugendgruppe ein Sportfest zum Erfolg bringen will, muss darauf achten, dass die Angebote "professionell" gestaltet sind. Worauf es dabei ankommt, vermittelt die Spielpädagogin Gisela Färber bei einem Seminar am 15. Januar in der Herolthalle in Wolpertshausen. Im Mittelpunkt des samstäglichen Tagesseminars stehen Spielideen und thematisch orientierte Anregungen für Spielaktionen mit Kinder- und Jugendgruppen. Praktisch ausprobiert werden verschiedene Spiele und Geräte etwa aus dem Spielmobil des Landkreises "Luftikus", das über den Kreisjugendring schwäbisch Hall ausgeliehen werden kann. Das Seminar beginnt um 10 Uhr und endet gegen 17 Uhr.

Webseite überarbeitet
Murrhardt. Noch übersichtlicher ist jetzt das Informationsangebot der Stadt Murrhardt im Internet. Die Titelseite von Murrhardt-Online" wurde so gestaltet, dass der Besucher dort immer mit den "topaktuellen Informationen" aus Murrhardt versorgt wird. So können aktuelle Veranstaltungstermine der Vereine und des Kulturamts abgerufen werden und die aktuellste Pressemitteilung oder Bekanntmachung der Stadtverwaltung. Über das Winterhalbjahr werden bei entsprechender Witterung auch die Wintersportmöglichkeiten im Schwäbischen Wald gelistet. In der Rubrik "Bürgerservice" finden sich Immobilienangebote der Stadt: Gebäude und Grundstücke die Murrhardt zum Verkauf oder zur Verpachtung anbietet. Zahlreiche Einträge im Gästebuch von "Murrhardt-Online" zeigen, dass diese städtische Informationsquelle weltweit Besucher hat. Erst dieser Tage hat sich ein ehemaliger Murrhardter eingetragen, der mittlerweile in Argentinien lebt ist.

Manch Existenz gefährdet
Hohenlohe. "Wirtschaftlich verheerend", nannte ein Forstamtsleiter die Folgen des Orkans "Lothar", der am zweiten Weihnachtsfeiertag über Hohenlohe zog. Für manchen Privatwaldbesitzer sei das Ergebnis Existenz bedrohend. Für viele Bauern ist der Wald neben der Landwirtschaft zweites Standbein. Das knickt jetzt weg, und das bei der wenig rosigen Lage der Landwirtschaft insgesamt. Harte Zeiten sieht die Forstverwaltung auch auf sich selbst zukommen. Folgen des Orkans werden wie nach "Wibke" und "Vivian" Anfang der 90er Jahre Nasslager sein, denn die Vermarktung des Sturmholzes wird schwierig. Schwierig auch die Lage in den angeschlagenen Wäldern. Hermann Kirschstein, Chef des Gaildorfer Forstamtes befürchtet wieder Borkenkäferplagen. "Lothar" wird die Forstleute noch über Jahre hinweg beschäftigen, denn die Orkanfolgen bringen die Forstwirtschaft "wieder auf den untersten Level," so Hermann Kirschsteins Befürchtung.

Unsicher Nachfolge
Hohebuch. In vielen Bauernfamilien ist die Hofnachfolge unsicher geworden. Allein in Baden-Württemberg geben täglich acht Familien ihren landwirtschaftlichen Betrieb auf. Die Betriebsaufgabe stellt die betroffenen Familien plötzlich vor einen Berg betrieblicher, steuerlicher, rechtlicher und menschlicher Fragen. Zusammen mit verschiedenen Fachreferenten sollen diese Fragen bei einem speziellen Seminar des Evangelischen Bauernwerkes in der Ländlichen Heimvolkshochschule in Hohebuch bei Waldenburg erörtert werden.

Termin für dieses Seminar ist das Wochenende 15. und 16. Januar. Gedacht ist der Kurs insbesondere für bäuerliche Familien aus Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben, deren Hofnachfolge noch nicht geregelt ist.

Millionen für Städtebau
Hohenlohe. Mehr als 130 Mio Mark hat die Landesregierung seit 1996 für städtebauliche Erneuerung ausgegeben. 5,6 Mio Mark davon gingen in den Hohenlohekreis und 32,9 Mio Mark in den Landkreis Schwäbisch Hall. Im Rahmen der Denkmalförderung wurden 15,9 Mio Mark für die Region bewilligt. 2,7 Mio Mark flossen in den Hohenlohekreis und rund 3,4 Mio Mark in den Landkreis schwäbisch Hall.

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Donnerstag 30.12.1999

Existenzgründer gefördert
Hohenlohe. 97 Millionen Mark hat das Stuttgarter Wirtschaftsministerium seit 1996 an Existenzgründer im Regierungsbezirk an zinsgünstigen Darlehen vergeben. In die Heimatregion Hohenlohe des Wirtschaftsministers Dr. Walter Döring flossen davon rund 40 Millionen Mark: 11 Millionen in den Main-Tauber-Kreis, 12 Mio in den Hohenlohekreis und 18 Millionen in den Wahlkreis des Ministers schwäbisch Hall. Im Rahmen des Liquiditätshilfeprogrammes hat das Land im selben Zeitraum etwa 70 Millionen Mark an Unternehmen in der Region vergeben.

Land fördert Pilotprojekt
Hohenlohe. Einkommen für Landfrauen wollen die Landfrauenverbände Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern mit zwei Pilotprojekten schaffen. Sie werden von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg mit rund 670.000 Mark gefördert. Dies teilte jetzt Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin mit. Die Ministerin hatte die auf drei Jahre begrenzten Projekte bereits 1998 gestartet, bevor die Zuschuss-Zusage der EU vorgelegen hatte. Das Projekt des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden sieht in der Region Hohenlohe spezifische Qualifizierungsangebote sowie die Entwicklung und Koordinierung von Unternehmensgründungen vor. Einen weiteren wichtigen Aspekt stelle die Begleitung und Förderung von Existenzgründungen im ländlich-hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbereich dar. Als konkrete Beispiele nannte Staiblin Qualifizierungslehrgänge beim LandFrauenService der Akademie in Kupferzell für Tagesmütter und die Ausbildung zu Gästeführerinnen.

Bilderklau
Waldbach. Die Anwesenheit eines Hausbesitzers nutzte ein Einbrecher im Bretzfelder Ortsteil Waldbach. Er verschaffte sich gewaltsam Zugang zu dem Anwesen, richtete im gesamten Gebäude ein heilloses Durcheinander an und entwendete schließlich fünf Bilder von einer Wand. Über den Wert der Kunstwerke können noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei sucht Hinweise nach dem Verbleib von Einbrecher und Bildern.

Grüße von "Lothar"
Orendelsall. Auch Tage nach dem Orkan "Lothar" können noch Bäume stürzen. Diese Erfahrung musste jetzt ein Autofahrer machen, der zwischen Zweiflingen und Orendelsall unterwegs war. Unmittelbar vor seinem Auto stürzte ein vom Orkan geschädigter Baum auf die Straße. Der 56jährige Autofahrer konnte zwar einen direkten Zusammenstoß mit dem Baum vermeiden. Dennoch wurde sein Fahrzeug von Ästen des fallenden Baumes erheblich beschädigt. Die Reparaturkosten werden auf 4000 Mark geschätzt. Der Mann blieb unverletzt.

Schwimmen im Kocher
schwäbisch Hall. Drei Kilometer von der Brücke bei der Fa. Kade in Steinbach bis zur Ritterbrücke wollen am morgigen Freitag DLRG-Schwimmer und Taucher schwimmen. Rettungstaucher aus Möckmühl und Crailsheim wollen sich an diesem "Abschwimmen" zum Jahreswechsel beteiligen. Rund einen Stunde werden die DLRGler im kalten Wasser des Kochers bleiben. An der Rittersbrücke dann werden die Schwimmer, die vom Kocher aus der Bevölkerung einen "guten Rutsch" wünschen, von der DLRG-Jugend mit Tee, Glühwein und Waffeln wieder auf "Normaltemperatur" gebracht. Auch die Zuschauer dieser "Milleniums-Show" können sich natürlich mit Tee und Glühwein stärken.

Volksbank kauft "Pfau"
schwäbisch Hall. Das Ansbacher Teppich, Gardinen und Farbenhaus Busch & Co schließt zum Jahresende all seine Einzelhandelsgeschäfte. Auch das Haller Gardinen- und Farbenhaus "Zum Pfau" wird geschlossen. Die Angestellten hatten schon vor Monaten ihre Kündigung erhalten. Lediglich Geschäftsführer Karl Traub wird weiterhin im Außendienst für Busch & Co arbeiten. Die Ansbacher werden als Großhändler weiterhin das Malerhandwerk und andere Handwerker beliefern. Das Gebäude wurde von der Volksbank erworben, die es für ihre Zwecke umbauen will.

Baumfrevler gesucht
Oberlauda. Nicht nur der Orkan Lothar brachte Bäume um. In Oberlauda hat ein Obstbaumbesitzer jetzt 5000 Mark Belohnung ausgesetzt für die Ergreifung eines Baumfrevlers. Insgesamt 93 Bäume hat der Täter bislang, immer auf die gleiche Art umgebracht. Mit einem Messer schnitt er die Bäume 30 bis 40 Zentimeter über dem Boden rundum ein und durchtrennte die Saftstränge in der Rinde. Die Bäume vertrocknen. Die letzte Sachbeschädigung wurde in der Nacht nach dem Sturm vom 26. auf den 27. Dezember verübt.

Öl in der Ohrn
Öhringen. Wiederholt Spuren einer ölhaltigen Flüssigkeit stellten Anwohner in der vergangenen Zeit im Ortskanal der Ohrn bei Öhringen-Cappel fest. Daraufhin wurde der Künzelsauer Wirtschaftskontrolldienst eingeschaltet. Die Ermittlungen des WKD gestalten sich jedoch überaus schwierig, da die Flüssigkeit aus einer unbekannten Quelle in den Boden und von dort in den Kanal sickert. Zur genauen Erforschung haben die Beamten nun einen umweltverträglichen Farbstoff eingesetzt, der sie zum Verursacher führen soll. Deshalb kann in den nächsten Tagen eine unbedenkliche violette Verfärbung der Ohrn auftreten

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Jahreswechsel 1999/2000

Just Win Baby
schwäbisch Hall. Unter dem Motto "Just Win Baby" wollen die Schwäbisch Hall Unicorns in die neue Saison der Zweiten American Football Bundesliga starten. Vier Amerikaner werden im Jahr 200 in der Haller Mannschaft spielen, als Neuzugänge der Linebacker Kevin O'Donohue von Hanover College in Indiana sowie der Safety Vince Tweddell von der Austin Peay University in Tennessee. Dazu die beiden Spieler der letzten Saison Quarterback Chris Stormer und Slotback Eric Newton, die beide noch ein Jahr in Hall dranhängen. Aufhören werden u.a. der Haller Quarterback Andreas Weis, der nach seiner Verletzung in der vergangene Saison nun als Headcoach des Jugendteams weitermacht sowie die Linebacker Markus Mezger und Gerd Belz. Der endgültige Mannschaftskader der Schwäbisch Hall Unicorns wird am 31. Januar zusammen mit dem neuen Hauptsponsor des Teams bei einer Superbowl-Party in der Turnhalle der alten Justizvollzugsanstalt bekannt gegeben. Das erste Spiel der Saison findet am 15. April bei den Marburg Mercenaries statt. Das erste Heimspiel im Hagenbachstadion gibt es am 6. Mai gegen die Karlsruhe Greifs. Und auch das letzte Spiel steht schon fest: am 6. August gegen die Erstliga-Absteiger Hanau Hornets.

Neujahrs-Empfang
Gaildorf. Schon am 1. Januar lädt die Stadt Gaildorf zu einem Neujahrsempfang ein. Gemeinsam mit der Stadtkapelle und dem Liederkranz wird man die Feier in der Limpurg-Halle gestalten. Aus Anlass des Jahres 2000 sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Die Stadtkapelle leitet das neue Jahr musikalisch ein und der Liederkranz wird die Feier mit einigen Gesangsstücken bereichern. Gaildorfs Bürgermeister Kurt Engel wird in seiner Neujahrsansprache einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr 1999 geben und Perspektiven für das Jahr 2000 aus Sicht der Stadt Gaildorf beschreiben. Für die Bewirtung ist gesorgt. Gemeinderat und Stadtverwaltung hoffen, dass möglichst viele Einwohner der Stadt Gaildorf diese Einladung annehmen werden. Die Veranstaltung in der Limpurghalle beginnt um 15 Uhr. Die Halle ist ab 14.30 Uhr geöffnet.

Literaturpreis vergeben
Der von der Künzelsauer Würth-Gruppe geförderte "Würth-Preis für europäische Literatur" geht in diesem Jahr an den italienischen Autor Claudio Magris. Der Preis ist mit 50.000 Mark dotiert und wird am 21. Januar kommenden Jahres in Stuttgart verliehen. Der Preis würdigt literarische Bemühungen um die kulturelle Vielfalt Europas und wird alle zwei Jahre vergeben.

Rettung für Platanen?
Gaildorf. Der Orkan "Lothar" könnte möglicherweise nicht nur zum Zerstörer, sondern auch zum Retter von Bäumen werden. Eine Anwohnerin des Gaildorfer Schlossparkes setzt sich für den Erhalt der beiden mehr als 100 Jahre alten Platanen vor dem Rathaus ein. Angeblich sind die Bäume krank und sollen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Marianne Schrenk zweifelt am Sinn dieser Aktion und möchte diese gerne verhindern, obwohl Forstexperten, Stadtverwaltung und Bauausschuss zu einem vernichtenden Urteil über die Platanen gekommen waren. Ihre Begründung: Der Orkan "Lothar", der vor wenigen Tagen allein im Limpurger Land Tausende von Bäumen weggepustet hat, habe den Platanen nichts anhaben können. "Wenn die Bäume kaputt wären", so Marianne Schrenk, "dann wären sie auseinander gekracht". Doch sie trotzten den seit Jahrzehnten stärksten Sturmböen. Anwohnerin Marianne Schrenk will zwar "nicht gescheiter sein als ein Fachmann", aber sie will zumindest eine weitere Meinung zum Befinden der beiden betagten Bäume hören. "Abgesägt ist ein Baum schnell", warnt die streitbare Frau.

Verfahren endlich abgeschlossen
Krautheim/Öhringen. Vier Jahre lang zog sich das Betrugsverfahren gegen den einstigen Vorsitzenden des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) hin, das jetzt am Öhringer Amtsgericht abgeschlossen werden konnte. Der 48jährige Mann nahm einen Einspruch gegen einen Strafbefehl zurück, der ihm vor zwei Jahren zugestellt worden war. Zuvor hatte der mittlerweile in Freudenstadt wohnende und unter chronischer Polyarthritis leidende Mann das Verfahren mit zahlreichen Tricks bis hin zu vermutlich vorgetäuschter Verhandlungsunfähigkeit verzögert. Mehrmals war er zu angesetzten Hauptverhandlungen entschuldigt wie unentschuldigt nicht erschienen. Der Mann war von April 1994 bis März 1995 Vorsitzender des BSK mit Sitz in Krautheim gewesen. Während seiner Amtszeit, so der Anklagevorwurf von 1995, habe er unter falschem Namen Pressemitteilungen herausgegeben und insgesamt 82.000 Mark veruntreut. Inhalt des jetzt angenommenen Strafbefehl: sechs Monate Freiheitsstrafe zur Bewährung wegen Betrugs, Untreue und Urkundenfälschung. In Freudenstadt sieht sich B. inzwischen mit einem weiteren Verfahren konfrontiert. Hier steht er wegen Veruntreuung von über 200.000 Mark unter Anklage.

Nitratbelastung
Wertheim. Die Stadt Wertheim hat Schwierigkeiten mit der Nitratbelastung ihres Trinkwassers. Seit Jahren versucht die Stadt durch Brunnensanierungen, die Belastung nach unten zu drücken. Insgesamt über 1,8 Millionen Mark hat die Stadt seit 1990 in die Brunnensanierung investiert. Dennoch haben sich die Nitratwerte nicht wesentlich verbessert. Im Messzeitraum 1999 sie im Schnitt 43,9 Milligramm pro Liter, 1998 waren es 42,3, ein Jahr davor 45,4 mg/l. Alle Versuche, die Belastungen nach unten zu drücken, steht und fällt jedoch mit der Umgebung der Trinkwasserbrunnen Nicht alle Landwirte und Winzer verhalten sich in punkto Düngung kooperativ. Die Einwohner der Großen Kreisstadt Wertheim werden derzeit aus sechs Brunnen der Wasserversorgung Aalbachtal und sieben weiteren Einzelbrunnen oder Quellen versorgt. Frischwasser kostete in Wertheim im jetzt abgelaufenen Jahr 4,17 Mark für den Kubikmeter.

Geld oder nicht Geld
Hohenlohe. Zahlreiche Bankautomaten werden in der Silvesternacht in der Region nicht funktionieren. Banken und Rechenzentren gehen wegen des sogenannten Jahr-2000-Problems auf Nummer ganz sicher und schalten die Automaten ab. Die Störungen werden voraussichtlich eine halbe Stunde vor Mitternacht beginnen und etwa eine Stunde andauern, sagten die Sprecher von mehreren Geldinstituten der Region. Allerdings rechnen nicht alle Banken mit Störungen in der Silvesternacht. So gehen die Kreissparkassen und die Postbank davon aus, daß deren Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker durchgängig funktionieren werden.

Jogger in Kocher
Schwäbisch Hall. Als er in den Kocher geschubst wurde, nahm ein 44jähriger Jogger gestern seinen Angreifer mit in die kalten Fluten. Er hatte sich instinktiv an dem bislang unbekannten Mann festgehalten. Der 44jährige war, wie er auch der Polizei mitteilte, aus ihm völlig unbekannten Gründen beim Kochersteg zwischen Steinbach und den Kocherwiesen angegriffen und in den Fluß gestoßen worden. Der Unbekannte flüchtete, nach dem er wie der Jogger aus dem Fluss gekrabbelt war, in Richtung Stadtmitte schwäbisch Hall und wurde nach Zeugenangaben kurz in einer Gaststätte gesehen. Die Polizei sucht weitere Zeugen und Hinweise auf den etwa 30 Jahre alten, 1.70 bis 1.75 großen Mann.

Bähnle fährt
Gaildorf. Einen "Millennium-Fahrtag" gibt es bei der Dampfbahn Kochertal: Am 2. Januar startet der Kochertalexpress mit Volldampf ist Jahr 2000. Zweimal fährt der Dampfzug an diesem Tag zwischen Gaildorf und Untergröningen hin und her. Abfahrt in Gaildorf ist um 10.30 Uhr ist um 11.31 Uhr. Die Rückfahrt beginnt um 11.50 Uhr, Ankunft in Gaildorf: 12.52 Uhr. Um 14 Uhr geht es in Gaildorf zum zweiten Mal los und von Untergröningen um 15.20 Uhr wieder zurück. Ankunft in Gaildorf: 16.23 Uhr. Zum Dampfzug gehört auch ein bewirtschafteter Speisewagen.

Randale zu Haus
Künzelsau. Nicht anders zu helfen als die Polizei zu rufen wusste sich ein Ehepaar in Künzelsau. Ihr Sohn, der zu Besuch gekommen war, hatte sich so zugesoffen, dass er aggressiv wurde und in der Wohnung der Eltern randalierte. Die Alarmierte Polizei nahm den 32jährigen Sohn mit zur Wache, wo er in einer Zelle seinen Rausch ausschlafen konnte.

Münchhausen lässt grüßen
Öhringen. In der Polizeiwache von Öhringen liegt immer noch ein größerer Geldschein, der auf seinen "ehrlichen" Verlierer wartet. Ein "ehrlicher" Finder hatte den Schein am 24.12. Im Öhringer Stadtgebiet gefunden. Doch weil der Geldschein natürlich keinerlei persönliche Kennzeichnung trägt, sollte der oder die VerliererIn schon genauer beschreiben und irgendwie nachweisen können, wo der Geldschein verloren ging. Mehrere unlautere Zeitgenossen haben sich bereits auf der Öhringer Wachen gemeldet und wollten "Ihr Geld" wieder haben. Einer wusste nicht einmal, um was für einen Geldschein es sich handelt. Alle tischten sie den Beamten "Lügengeschichten" auf, die auch dem Baron Münchhausen alle Ehre gemacht hätten. Doch alle waren so durchsichtig, dass aus einem Geldsegen nichts wurde. Darüber hinaus müssen die "Lügenbarone" nun auch noch mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen, da sie sich widerrechtlich zu bereichern versuchten. Das Geld wartet nach wie vor auf seinen rechtmäßigen Eigentümer.

Geradeaus auf Laternenpfahl
Crailsheim. Geradeaus auf einen Laternenpfahl fuhr am Mittwoch Nachmittag gegen halb vier ein Auto im Crailsheimer Zollernweg. Als Helfer nach dem Fahrer schauten, war der Mann tot. Vermutlich war der 69jährige Fahrer aber schon vor dem Unfall an einer Herzattacke gestorben, so der zum Unfallort hinzugezogene Notarzt.

265 Anlagen gefördert
Landkreis schwäbisch Hall . Über 1,700 Quadratmeter Kollektorfläche in 265 thermischen Solaranlagen wurden in den vergangenen zwei Jahren vom Land gefördert. Dafür stellte das Stuttgarter Wirtschaftsministerium 2,6 Mio Mark an zinsverbilligten Darlehen zur Verfügung. Gefördert wurden auch elf Fotovoltaik-Anlagen mit 35 Kilowatt Leistung, die direkt Strom aus Sonnenlicht erzeugen. Insgesamt gab das Land 26 Mio Mark zur Förderung neuer Technologien in die Region.

Haller Hotels erfolgreich
schwäbisch Hall. Sowohl das Hotel Hohenlohe als auch der Adelshof konnten im abgelaufenen Jahr große Erfolge erzielen. Der Adelshof wurde von der Gesellschaft zur Förderung des Tourismus mit vier Sternen ausgezeichnet und das Hotel Hohenlohe wurde bei der vom japanischen Autokonzern Mitsubishi gesponserten Wahl der beliebtesten Hotels 99 auf den vierten Platz aller Häuser in Baden-Württemberg gewählt. Über www.hotel-and-more.de können die Ranglisten auch im Internet abgerufen werden.

 

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